Man braucht 15 dieser alten IBM Festplatten um ein DP2Q RAW zu speichern


Das unten zu sehende Foto verdeutlicht sehr gut, wie weit die Digitaltechnik seit ihren Anfängen gekommen ist. Das riesige Gerät, welches mit dem Gabelstapler gehoben und in das Flugzeug geladen wird, ist eine IBM Model 350 Disk Storage Unit Festplatte aus 1956. Sie bestand aus fünfzig 24“ Metallplatten, wog mehr als eine Tonne, und konnte für läppische $3.200 (inflationsbereinigt sind das heute sicherlich Millionen) pro Monat gemietet werden. Und das Beste ist, die Festplatte, falls man den schweren Metallschrank überhaupt so nennen kann, hatte eine Kapazität von ungefähr 3,75 Megabyte! Man bräuchte 15 von diesen „Festplatten“ um nur eine RAW-Datei der Sigma DP2 Quattro speichern zu können. Ganze 21 Stück bräuchte man für ein 14 bit RAW der Nikon D800! Kein Wunder also, dass Leute damals mit Filmkameras fotografiert haben. ;)

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© Dave Bennet/IBM

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Bert McLendons ‘Caricatures': Portraits die Karikaturen ähneln, die man von Straßenkünstler kennt


Wie viele Profi-Fotografen verdient der Texaner Bert McLendon seinen Lebensunterhalt mit Familienportraits und Kindershootings. Inspiriert von Karikaturen, die man von Straßenkünstlern kennt, und als Ausgleich zum Job, begann er vor wenigen Monaten Leute in seinem Familien- und Bekanntenkreis abzulichten und die Gesichter in Photoshop zu verfremden. Wie es mittlerweile viele Fotografen tun, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, verlinkte er sein Foto-Projekt auf Reddit. Was folgte, waren viiiieeeele Kommentare, Tausende von „Upvotes“ und Hunderttausende von „Views“, und was noch viel wichtiger ist, zumindest für einen Profi-Fotografen, sehr viele Anfragen von potentiellen Kunden. Mittlerweile gehören die schräg-lustigen Portraits, die er „Caricatures“ getauft hat, zu seinem fotografischen Repertoire. Wie es aussieht, wird er sich bald etwas anderes als Ausgleich zum Job suchen müssen. Ich persönlich kann Katzen- und Hundefotografie nur empfehlen. Viel Zeit mit Vierbeinern verbringen reduziert den Stress, senkt den Blutdruck und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. ;)

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© Bert McLendon

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Sigma DP2Q vs DP2M Teil 3: wie rauscharm sind die Schatten?


Da ich die Quattro und die Merrill hinsichtlich des Rauschverhaltens und der Reserven in den Spitzlichtern bereits vergleichen habe, bleibt es nur noch die Schatten, insbesondere das Rauschen in diesen, unter die Lupe zu nehmen.

Eine kurze Anmerkung, bevor ich dazu übergehe meine Vorgehensweise zu erklären und die Ergebnisse zu analysieren: beim Vergleich der Spitzlichter hat sich herausgestellt, dass die Merrill bei gleichem ISO-Wert um 0,66 Blenden empfindlicher als die Quattro ist. Aus diesem Grund habe ich, um gleich helle Fotos zu erhalten, alle Fotos die mit der Merrill gemacht wurden um 2/3 Blende kurzer belichtet.

Sigma DP2 Quattro VS Merrill Weiterlesen

Hab noch nicht die FW geupdatet, dafür aber weitere Fotos mit der DP2Q gemacht


Da mir an der Firmware 1.02 bisher keine Bugs aufgefallen sind und ich sowieso RAW+JPG fotografiere, werde ich das FW-Update 1.03, welches vor zwei Tagen releast wurde, höchstwahrscheinlich nicht auf die DP2Q aufspielen. SPP 6.1 werde ich in den kommenden Tagen installieren, um zu sehen ob es im Zusammenspiel mit Quattro X3Fs tatsächlich schneller geworden ist. In den vorigen Tagen habe ich Fotos gemacht und hatte daher keine Zeit für Updates und Tests (man muss Prioritäten setzen ;) ). Ich habe aber vor morgen oder übermorgen den 3. Teil der „Quattro vs Merrill“ Vergleichsreihe zu posten. Im ersten Teil habe ich die DP2Q und die DP2M im Hinblick auf das Rauschverhalten miteinander verglichen, im zweiten im Hinblick auf die Reserven in den Spitzlichtern und im dritten werde ich die Schatten unter die Lupe nehmen. Ohne Testbilder gemacht zu haben, gehe ich anhand bisheriger Fotos, die ich mit den beiden Kameras gemacht habe, davon aus, dass die Quattro in diesem Test besser aschneiden wird. Um wie viel besser, wird sich zeigen.

Die folgenden Fotos könnt ihr euch auf Flickr in Originalauflösung (20MP bei der DP2Q) anschauen. :)

Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution) Weiterlesen

Während er blutend am Boden lag, zückte er sein Smartphone und machte ein Selfie


Die folgende Geschichte aus Tampa, Florida, wird sicherlich auch die größten Selfie-Fans nachdenklich machen. Nämlich, als der 23-jährige Barkeeper Andrew Noll (rechts im Bild) von seiner Ex-Geliebten angeschossen wurde und am Boden blutend lag, anstatt einen Krankenwagen bzw. Notarzt zu rufen, nutzte er sein Smartphone um ein Selfie zu machen. Auf die komplizierte Hintergrundgeschichte (und bei welcher Liebesaffäre ist sie das nicht?) möchte ich nicht näher eingehen – der interessierte Leser sei auf den verlinkten Artikel verwiesen. Was mich interessiert, ist, in welcher geistigen Verfassung muss man denn sein, um bei einem Durchschuss durch die Brust und höllischen Schmerzen noch einen Selfie machen anstatt Hilfe rufen zu wollen?

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Bildquelle: Tampa Bay Times

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Sigma Neuigkeiten & Gerüchte: SPP 6.1 und DP2 Quattro Firmware 1.03 veröffentlicht


Beim heute veröffentlichten Sigma Photo Pro 6.1, handelt es sich um die erste Version des SPP RAW- bzw. X3F-Konverters, die mit RAW-Dateien aller Sigma-Kameras kompatibel ist. Zur Erinnerung, mit den vorigen SPP 6.X.X Versionen konnten nur Quattro-, Merrill-, sowie die X3F-Dateien der SD1 geöffnet und bearbeitet werden. Um X3Fs älterer Kamera-Modelle, mit verschiedenen Ausführungen des 4.9 MP Foveon-Sensors, zu bearbeiten, musste man auf SPP 5.5.3 (und älter) zurückgreifen. Das Changelog mit den beiden anderen Verbesserungen bzw. Bug-Fixes könnt ihr euch unten durchlesen.

Gleichzeitig mit SPP 6.1 hat Sigma die Firmware-Version 1.03 für die DP2 Quattro veröffentlicht. Neben einigen Bug-Fixes bringt diese neue Firmware eine Funktionserweiterung der internen JPG-Engine mit sich. RAWs können nun kameraintern in JPGs umgewandelt werden. Da ich sowieso RAW+JPG fotografiere, werde ich mir mit dem Update der FW etwas Zeit lassen. ;)

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Schönheitsretusche vor Photoshop: ein Beispiel aus den 1930ern


Ausartende Schönheitsretusche wird meiner Meinung nach zu Recht kritisiert. Diese verzerrt unser Schönheitsideal und hat besonders auf das Selbstwertgefühl von jüngeren Menschen einen sehr schlechten Einfluss. Was ich in diesem Kontext aber irritierend finde, ist diese enge Verknüpfung von Schönheitsretusche mit Adobes Bildbearbeitungsprogramm Photoshop. Es wird ständig vom „bösen Photoshop“ geredet – man bekommt den Eindruck das Werkzeug und nicht etwa derjenige der es einsetzt sei für das Ergebnis verantwortlich und es wird ebenso der Eindruck vermittelt, es gäbe die Schönheitsretusche erst seit dem Computer-Zeitalter. Dass das nicht stimmt, zeigt die unten zu sehende Gegenüberstellung der unbearbeiteten und bearbeiteten Version eines Porträts der Schauspielerin Joan Crawford. Das Foto wurde in 1931 vom berühmten Hollywood-Fotografen George Hurrell, als Werbebild für den Film Laughing Sinners, aufgenommen. Anschließend wurde es vom Retuscheur James Sharp 6 Stunden lang in der Dunkelkammer bearbeitet.

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Gunther Holtorf: ein Weltreisender, der nach 26 Jahren in die Heimat zurückkehrte


In 1989 führen die Holtorfs mit ihrem Geländewagen nach Afrika los. Was wie ein 18-monatiger Road Trip geplant war, entwickelte sich in Forrest-Gump-Manier – der auch nicht aufhören zu rennen konnte, nachdem er so weit gekommen ist – schnell zu einer epischen, 26 Jahre andauernden Weltreise. In dieser Zeit bereiste der heute 77-jährige Oberbayer mit seiner Ehefrau Christine, die mittlerweile verstorben ist, 215 Länder und legte fast 900.000 km zurück. Sein Mercedes G-Klasse Geländewagen, den er liebevoll „Otto“ nennt und der ihn während der ganzen Reise kein einziges Mal im Stich gelassen hat, musste 41 Mal mit einem Schiffscontainer über die Weltmeere transportiert werden. Nachdem er auch die entlegensten Orte, wie die Salzwüste Boliviens und den Himalaya, gesehen hatte, kehrte er vergangenen Mittwoch in die Heimat zurück. “Das Ding ist zu Ende, die Welt ist bereist”, sagte Holtorf vor dem Brandenburger Tor. Auf „Otto“ wartet nun das Auto-Museum Stuttgart, auf seinen Besitzer sein Häuschen am Chiemsee.

185446_284517864997162_1977521032_nBildquelle: Gunther Holtorf his Wife and Otto the Mercedes G Waggon Facebook-Page

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105mm f/0.75: zu “bokehlicious”, um wahr zu sein?


Während meiner heutigen Surf-Session bin ich auf diesen Artikel von Petapixel gestoßen, in dem es um den Fotografen Jason Ahrns und das kuriose 105mm f/0.75 Objektiv des niederländischen Optikherstellers „De Oude Delft“ geht. Beim Recherchieren über Polarlichter, für seine Dissertation, entdeckte Ahrns das besagte Objektiv in den Archivschränken der Forschungsgruppe, mit der er zusammenarbeitet. Da solche Objektive erfahrungsgemäß ein kleines Auflagemaß voraussetzen, zerlegte er eine NEX3, um mit der Objektivrückseite näher an den Sensor herankommen zu können. Leider überlebte die arme NEX den „Umbau“ nicht. :P Es blieb ihm daher nichts anderes übrig als es mit seiner D610 im Liveview-Modus zu versuchen. Doch auch das stellte sich als problematisch heraus, da das Riesenobjektiv ohne Fokusring und Bajonett daherkommt, und somit weder an die Kamera angeschlossen noch vernünftig fokusiert werden kann. Um den Fokusbereich zu verschieben, musste das ganze Objektiv vor und zurück bewegt werden, während dabei die Objektivrückseite sehr, sehr tief in den Spiegelkasten der DSLR hineinragte. Klingt wie eine toller Weg um den Sensor zu zerkratzen? Ist es auch! Was tut man aber nicht alles im Namen der „Bokehliciousness“? ;)

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© Jason Ahrns

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Meine vierbeinigen Nachbarn


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Dass ein Großteil meiner Motive Katzen und Hunde sind und dass ich sehr viele Fotos von Vierbeinern hochlade, ist für die meisten von euch sicherlich nichts Neues. Was ihr aber nicht wisst, ist das fast alle diese Vierbeiner in meiner Nachbarschaft leben. Es kommt wirklich sehr selten vor, das ich einen Fuß vor die Tür setze, ohne dass mir dabei ein neuer pelziger Nachbar über den Weg läuft. In Deutschland ist man es gewohnt, das alles streng reguliert ist und das folglich Tiere jemanden gehören müssen. In Serbien ist das ganz anders. Hier ist es zwar ebenso üblich einen Hund zu besitzen, besonders auf dem Lande, in den Städten findet man aber sehr viele herrenlose Hunde oder „Gemeinschaftshunde“ vor. Die Ersteren bilden oft Rudel, in denen sich einzelne Tiere sowohl vom Alter, von der Größe als auch im Hinblick auf die Art deutlich unterscheiden. Labrador-Retriever oder Rottweiler die u.a. einen Dackel oder Pekinesen als Begleiter haben, sind keine Seltenheit. Die Gemeinschaftshunde sind solche Hunde die niemandem gehören, aber von mehreren Familien oder von der ganzen Nachbarschaft gefüttert und versorgt werden. Bei den Katzen fällt der Unterschied zu Deutschland deutlich größer aus. Es ist selten dass jemand eine Katze besitzt und noch seltener das er diese in den eigenen vier Wänden hält. Üblicher sind herrenlose Katzen oder „Gemeinschaftskatzen“. Man würde meinen, dass dieses Konzept nicht funktionieren kann. Man unterschätzt aber den Einfallsreichtum und die Anpassungsfähigkeit der Hunde und Katzen und die Großzügigkeit der Menschen. Ich habe mittlerweile ebenfalls einen Fressnapf angeschafft, den ich regelmäßig auffülle. Besonders dann, wenn ein neuer Nachbar vorbeikommt, um sich vorzustellen. ;)

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