Sigma Neuigkeiten & Gerüchte: SPP 6.1 und DP2 Quattro Firmware 1.03 veröffentlicht


Beim heute veröffentlichten Sigma Photo Pro 6.1, handelt es sich um die erste Version des SPP RAW- bzw. X3F-Konverters, die mit RAW-Dateien aller Sigma-Kameras kompatibel ist. Zur Erinnerung, mit den vorigen SPP 6.X.X Versionen konnten nur Quattro-, Merrill-, sowie die X3F-Dateien der SD1 geöffnet und bearbeitet werden. Um X3Fs älterer Kamera-Modelle, mit verschiedenen Ausführungen des 4.9 MP Foveon-Sensors, zu bearbeiten, musste man auf SPP 5.5.3 (und älter) zurückgreifen. Das Changelog mit den beiden anderen Verbesserungen bzw. Bug-Fixes könnt ihr euch unten durchlesen.

Gleichzeitig mit SPP 6.1 hat Sigma die Firmware-Version 1.03 für die DP2 Quattro veröffentlicht. Neben einigen Bug-Fixes bringt diese neue Firmware eine Funktionserweiterung der internen JPG-Engine mit sich. RAWs können nun kameraintern in JPGs umgewandelt werden. Da ich sowieso RAW+JPG fotografiere, werde ich mir mit dem Update der FW etwas Zeit lassen. ;)

Sigma-Quattro-DP-5

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Schönheitsretusche vor Photoshop: ein Beispiel aus den 1930ern


Ausartende Schönheitsretusche wird meiner Meinung nach zu Recht kritisiert. Diese verzerrt unser Schönheitsideal und hat besonders auf das Selbstwertgefühl von jüngeren Menschen einen sehr schlechten Einfluss. Was ich in diesem Kontext aber irritierend finde, ist diese enge Verknüpfung von Schönheitsretusche mit Adobes Bildbearbeitungsprogramm Photoshop. Es wird ständig vom „bösen Photoshop“ geredet – man bekommt den Eindruck das Werkzeug und nicht etwa derjenige der es einsetzt sei für das Ergebnis verantwortlich und es wird ebenso der Eindruck vermittelt, es gäbe die Schönheitsretusche erst seit dem Computer-Zeitalter. Dass das nicht stimmt, zeigt die unten zu sehende Gegenüberstellung der unbearbeiteten und bearbeiteten Version eines Porträts der Schauspielerin Joan Crawford. Das Foto wurde in 1931 vom berühmten Hollywood-Fotografen George Hurrell, als Werbebild für den Film Laughing Sinners, aufgenommen. Anschließend wurde es vom Retuscheur James Sharp 6 Stunden lang in der Dunkelkammer bearbeitet.

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Gunther Holtorf: ein Weltreisender, der nach 26 Jahren in die Heimat zurückkehrte


In 1989 führen die Holtorfs mit ihrem Geländewagen nach Afrika los. Was wie ein 18-monatiger Road Trip geplant war, entwickelte sich in Forrest-Gump-Manier – der auch nicht aufhören zu rennen konnte, nachdem er so weit gekommen ist – schnell zu einer epischen, 26 Jahre andauernden Weltreise. In dieser Zeit bereiste der heute 77-jährige Oberbayer mit seiner Ehefrau Christine, die mittlerweile verstorben ist, 215 Länder und legte fast 900.000 km zurück. Sein Mercedes G-Klasse Geländewagen, den er liebevoll „Otto“ nennt und der ihn während der ganzen Reise kein einziges Mal im Stich gelassen hat, musste 41 Mal mit einem Schiffscontainer über die Weltmeere transportiert werden. Nachdem er auch die entlegensten Orte, wie die Salzwüste Boliviens und den Himalaya, gesehen hatte, kehrte er vergangenen Mittwoch in die Heimat zurück. “Das Ding ist zu Ende, die Welt ist bereist”, sagte Holtorf vor dem Brandenburger Tor. Auf „Otto“ wartet nun das Auto-Museum Stuttgart, auf seinen Besitzer sein Häuschen am Chiemsee.

185446_284517864997162_1977521032_nBildquelle: Gunther Holtorf his Wife and Otto the Mercedes G Waggon Facebook-Page

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105mm f/0.75: zu “bokehlicious”, um wahr zu sein?


Während meiner heutigen Surf-Session bin ich auf diesen Artikel von Petapixel gestoßen, in dem es um den Fotografen Jason Ahrns und das kuriose 105mm f/0.75 Objektiv des niederländischen Optikherstellers „De Oude Delft“ geht. Beim Recherchieren über Polarlichter, für seine Dissertation, entdeckte Ahrns das besagte Objektiv in den Archivschränken der Forschungsgruppe, mit der er zusammenarbeitet. Da solche Objektive erfahrungsgemäß ein kleines Auflagemaß voraussetzen, zerlegte er eine NEX3, um mit der Objektivrückseite näher an den Sensor herankommen zu können. Leider überlebte die arme NEX den „Umbau“ nicht. :P Es blieb ihm daher nichts anderes übrig als es mit seiner D610 im Liveview-Modus zu versuchen. Doch auch das stellte sich als problematisch heraus, da das Riesenobjektiv ohne Fokusring und Bajonett daherkommt, und somit weder an die Kamera angeschlossen noch vernünftig fokusiert werden kann. Um den Fokusbereich zu verschieben, musste das ganze Objektiv vor und zurück bewegt werden, während dabei die Objektivrückseite sehr, sehr tief in den Spiegelkasten der DSLR hineinragte. Klingt wie eine toller Weg um den Sensor zu zerkratzen? Ist es auch! Was tut man aber nicht alles im Namen der „Bokehliciousness“? ;)

Big lens

© Jason Ahrns

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Meine vierbeinigen Nachbarn


Dass ein Großteil meiner Motive Katzen und Hunde sind und dass ich sehr viele Fotos von Vierbeinern hochlade, ist für die meisten von euch sicherlich nichts Neues. Was ihr aber nicht wisst, ist das fast alle diese Vierbeiner in meiner Nachbarschaft leben. Es kommt wirklich sehr selten vor, das ich einen Fuß vor die Tür setze, ohne dass mir dabei ein neuer pelziger Nachbar über den Weg läuft. In Deutschland ist man es gewohnt, das alles streng reguliert ist und das folglich Tiere jemanden gehören müssen. In Serbien ist das ganz anders. Hier ist es zwar ebenso üblich einen Hund zu besitzen, besonders auf dem Lande, in den Städten findet man aber sehr viele herrenlose Hunde oder „Gemeinschaftshunde“ vor. Die Ersteren bilden oft Rudel, in denen sich einzelne Tiere sowohl vom Alter, von der Größe als auch im Hinblick auf die Art deutlich unterscheiden. Labrador-Retriever oder Rottweiler die u.a. einen Dackel oder Pekinesen als Begleiter haben, sind keine Seltenheit. Die Gemeinschaftshunde sind solche Hunde die niemandem gehören, aber von mehreren Familien oder von der ganzen Nachbarschaft gefüttert und versorgt werden. Bei den Katzen fällt der Unterschied zu Deutschland deutlich größer aus. Es ist selten dass jemand eine Katze besitzt und noch seltener das er diese in den eigenen vier Wänden hält. Üblicher sind herrenlose Katzen oder „Gemeinschaftskatzen“. Man würde meinen, dass dieses Konzept nicht funktionieren kann. Man unterschätzt aber den Einfallsreichtum und die Anpassungsfähigkeit der Hunde und Katzen und die Großzügigkeit der Menschen. Ich habe mittlerweile ebenfalls einen Fressnapf angeschafft, den ich regelmäßig auffülle. Besonders dann, wenn ein neuer Nachbar vorbeikommt, um sich vorzustellen. ;)

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Der Herbst ist der neue Sommer – Ein weiteres Outing mit der DP2 Quattro


Im kalendarischen Sommer hat es fast nur geregnet, nun scheint im kalendarischen Herbst fast nur noch die Sonne…vielleicht wird es nächstes Jahr im Sommer schneien und im Winter so richtig sonnig und warm sein? Zu Weinachten im Urlaub ans Meer fahren wäre doch mal was anderes als jedes Jahr den Weihnachtsbaum zu schmücken und Schneemänner im Hof zu bauen. ;) Meine nach Photonen hungrige DP2Q freut sich natürlich über die derzeitig sehr fotofreundliche Wetterlage. Mir graut es aber jetzt schon vor den trüben Tagen und Monaten die folgen werden. Aus diesem Grund lese ich mich in letzter Zeit in das Thema entfesseltes Blitzen ein. Einträge über Kompaktkameras mit sehr hohen Blitzsynchronzeiten im Zusammenspiel mit Verlängerungskabeln und Funkauslösern, wie z.B. dieser hier, haben es mir besonders angetan. Wie die dort verwendete Fuji X100, haben auch die Sigma DPs einen Zentralverschluss, der sie für solche Art des Fotografierens besonders geeignet machen sollte. Das Problem ist aber, bemüht man die Google-Suche, findet man nur wenige Einträge darüber und kaum geeignetes Bildmaterial. Ist das Blitzen unter SIGMAianern besonders unpopulär oder habe ich eine schwerwiegende Beschränkung übersehen, die die DPs wider Erwarten für entfesseltes Blitzen völlig ungeeignet macht? PocketWizard ist mir ein Begriff, die Funkauslöser dieses Herstellers sind für meinen Geschmack aber zu teuer. Welche Hersteller haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?

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Adobe demonstriert zwei neue Features: Time of Day und Dehaze


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Adobe hat vor wenigen Tagen auf der Adobe Max 2014 zwei sehr interessante Features vorgestellt, die auf fortschrittlichen Algorithmen basieren und mit einem Minimum an User-Input auskommen. Mit dem erste Feature Time of Day lässt sich, wie der Name suggeriert, nach Belieben die Tageszeit im Foto verändern. Die Beleuchtung und die Farben werden automatisch angepasst – das einzige was man als Benutzer tun muss, ist mit dem Schieberegler den Effekt fein zu tunen. So wie ich es verstanden habe, ist das Foto unten links die Originalaufnahme. Im Video unter der Montage wird das Feature genauer erklärt.

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Tipp: Marina Canos Fotos von süßen und verspielten Wildtieren


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Die domestizierten Vierbeiner zählen zu den beliebtesten Motiven – das Internet ist praktisch voll von Fotos süßer Katzen und Hunden. Leider kann man das gleiche nicht von Wildtieren behaupten. Diese werden deutlich seltener fotografiert und in meisten Fällen in bierernsten bis bedrohlichen Posen. Solche Fotos tragen, wie ich finde, nicht zum Erhalt von Wildtieren und ihren Lebensräumen bei. Zumindest nicht im „Hello Kitty“-Zeitalter, in dem wir zu leben scheinen. Was definitiv fehlt sind die verspielten und kuscheligen Momente, die auch bei Wildtieren an der Tagesordnung sind. Eine Fotografin, die dieser zärtlichen und süßen Seite der wilden Fauna ein besonderes Augenmerk schenkt, ist die Spanierin Marina Cano. Irgendwie schafft sie es auch Vertreter jener Arten beim Spielen und Schmusen vor die Linse zu bekommen, die nicht für solches Verhalten bekannt sind oder denen der Ruf vorauseilt gefährlich oder besonders scheu zu sein.

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© Marina Cano

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Sigma Neuigkeiten & Gerüchte: erste Beispielbilder des 150-600mm S bei Offenblende und Foveon-artiger 36-Schichten-Sensor, aber nicht von Sigma


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Vor zehn Tagen berichtete Sigma-Rumors über die ersten Sigma 150-600mm f/5-6.3 Sports Samples. Nun veröffentlichte die chinesischen Seite qicai.fengniao.com die ersten bei Offenblende gemachten Aufnahmen – rechtzeitig zur Markteinführung, die für Mitte Oktober angesetzt ist. Diese neusten Samples, die mit einer Canon 5D Mk III gemacht wurden, kann man sich auch auf Imgur anschauen. Imgur lädt deutlich schneller, leider liegt nur eines der Fotos in voller Größe vor. Auf der chinesischen Seite kann man sich auch die restlichen Bilder in voller Größe anschauen, man muss allerding etwas warten. Das Adler-Foto sieht etwas verschwommen aus, aber die Porträts bei 279mm und 600mm (das zweite) lassen das Potenzial, welches im Objektiv steckt, erahnen.

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LionCam: fotografiert Löwen aus nächster Nähe


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Manche Menschen, wie der Zoologe Kevin Richardson, sind furchtlos und besitzen eine seltene Gabe, die es ihnen ermöglicht sehr nah an gefährliche Wildtiere heranzukommen, und sogar mit ihnen zu spielen und zu schmusen. Wer kein Löwenflüsterer ist, muss sich damit begnügen, diese wundervollen Tiere aus sicherer Entfernung zu bestaunen. Das Löwenflüsterer-Gen nicht zu haben stellt insbesondere für Fotografen ein Problem und ein Ärgernis dar, da sie einerseits interessante, authentische und detailreiche Bilder schießen, aber andererseits weder die Tiere stören noch ihr Leben aufs Spiel setzen möchten. Um dieses Problem zu lösen, entwickelte der Fotograf Steve Mandel seine LionCam – eine ferngesteuerte Buggy-Kamera, die auf der BeetleCam des britischen Fotografen Will Burrard-Lucas aufbaut. Die Bilder, die Mandel mit seiner LionCam einfangen konnte, sind beeindruckend und rufen bei mir sofort die Erinnerung an Anput Shahs Fotoserie „Serengeti Spy“ wach, über die ich hier berichtet habe. Auch da kam eine ferngesteuerte Kamera, allerdings eine stationäre (kein Buggy), zum Einsatz.

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© Steve Mandel

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