27 Frames – Profifotografen & Einwegkameras – ein wunderschönes Projekt


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Eine Idee, die zum Experiment wurde. Der Wunsch, wieder ein Stückchen weiter weg von der Hochglanz-Perfektion eines Instagram-Accounts zu rücken und dem Wesentlichen wieder näher zu kommen…

So ging es Matt Titone, der ein ganz besonderes Kunstprojekt ins Leben rief – er schickte ein paar Einwegkameras auf die Reise zu einigen seiner Lieblingsfotografen. Diese sollten damit – ohne auch nur das kleinste Etwas selbst einstellen zu können – Fotos fabrizieren

Viele ließen sich auf das Experiment ein. Das Ergebnis präsentiert Titone in der Galerie „Think Tank Gallery“ in Los Angeles als Ausstellung, die den Namen „27 Frames“trägt.

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Dragana Jurisic – „Yu: The lost country“


Ich kann mich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Obwohl ich nie wirklich selbst davon betroffen war als jemand, der in Österreich aufgewachsen ist und das Privileg hatte ein, zweimal im Jahr ans Meer fahren zu können. Ans Meer in Jugoslawien. Auch für mich fühlt es sich komisch an diesen Namen zu schreiben, obwohl ich Jugoslawien nicht wirklich kennengelernt habe und der Krieg dort zu einer Zeit passierte, an die ich mich nur schlecht erinnern kann. Jung wie ich war, war mein Interesse an Nachrichten und Kriegen nicht wirklich existent. Trotzdem weiß ich noch genau, wie ich damals mit meinen Eltern und meiner Schwester in Rovinj beim Frühstück saß und meine Eltern sich leicht panisch darüber unterhielten, dass wir doch besser den Urlaub frühzeitig abbrechen und zurück nach Österreich fahren sollten.

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Ren Hang – Erinnerung an einen großen Fotografen


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Am 23. Februar 2017 ereilte die traurige Nachricht von Ren Hangs Tod diverse Kunstzeitschriften und Zeitungen. Der chinesische Fotograf, der mit seinen emotionalen, besonderen und äußerst ästhetischen analogen Farbfotografien zu den prominentesten Vertretern der neuen, weltweit bekannten Generation von Fotografen gehörte, ist im Alter von nur 29 Jahren verstorben.

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Kinderträume aus aller Welt – Chris de Bode


Prinzessin sein, als Tierärztin arbeiten, Schauspielerin werden, als Meeresbiologin mit Walen schwimmen, ein Tierasyl gründen, als Fotografin um die Welt reisen… Das alles sind und waren mal Träume von mir. Einige davon sind schon, oder zumindest zum Teil, in Erfüllung gegangen. Andere werden es höchstwahrscheinlich nie tun und trotzdem sind sie Teil von mir und der Person, die ich bin.

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Dewi lebt in einem Slum in New Delhi, sie will Lehrerin werden wenn sie groß ist. ( Foto: Chris de Bode)

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Das umstrittene Siegerbild des World Press Photo Award 2017


World Press Photo 2017/ Photo of the Year EMBARGO Mo. 13.02 11.30 UHR!!!

Burhan Ozbilici /AP/World Press Photo

Die Pressefotos des Jahres werden alljährlich  mit dem World Press Photo Award gekürt. Es ist nicht ungewöhnlich für diesen Award, dass er so manche Kontroverse nach sich zieht.

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David Uzochukwu


Der 1998 in Tirol, Österreich, geborene David Uzochukwu gilt als neues Wunderkind der Fotografie. Mit seinen erst 18 Jahren hat er bereits mit Adobe und Instagram zusammengearbeitet, in New York ausgestellt und wurde von der italienischen Vogue entdeckt.

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Seinen Stil macht es aus, starke leuchtende Farben in wunderbaren kraftvollen Tönen und besondere Hintergründe, die ihm die Natur bietet, mit der Fragilität eines oft nackten, nicht perfekten Körpers zu vereinen. Seine Models symbolisieren Verletzlichkeit und gleichzeitig menschliche Stärke, die beim Betrachten sofort diverse Emotionen hervorrufen. Man versinkt beim Ansehen seiner Bilder in die von ihm geschaffene, sehr surreal wirkende Welt und träumt sich in die oft sehr düsteren Szenen, die er auf seinen Fotos kreiert.

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Russland – fotografiert von Frank Herfort


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Schon als kleines Kind war ich von Russland fasziniert. Vielleicht war es der Einfluss, den die alten russischen Märchen auf mich ausübten, oder vielleicht auch der Grund, dass ich eigentlich nichts über Russland wusste, oder besser gesagt, bis jetzt noch sehr wenig über das echte Russland weiß.
Als Kind hatte ich ein verschneites Märchenland vor Augen, sobald ich an Russland dachte, ein Land, wo die Menschen in dicke Felldecken gehüllt auf Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft fahren. Als ich älter wurde, las ich viele Klassiker der russischen Literatur wie Anna Karenina,  Die Möwe und viele andere.  Ich hatte eine sehr romantische Vorstellung von Russland, aber je älter ich wurde, desto bewusster wurde mir, dass diese Vorstellung nicht unbedingt der Realität entsprach. Aber um ehrlich zu sein, bis heute weiß ich nicht viel über Russland und leider habe ich es immer noch nicht dorthin geschafft.

Vor einigen Tagen habe ich einen Artikel über Frank Herfort gefunden.

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Inge Morath


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Foto: Inge Morath

„Fotografie ist ein seltsames Phänomen. Trotz der Verwendung dieses technischen Geräts erzeugt die Kamera, nein zwei Fotografen, selbst wenn sie zur selben Zeit am selben Ort gewesen sind, dieselben Bilder. Von Anfang an ist also die persönliche Vision normalerweise immer schon da; das Ergebnis einer besonderen Chemie zwischen Hintergrund und Emotionen, Traditionen und ihrer Ablehnung, zwischen Vernunft und Voyeurismus. Man vertraut seinem Auge und kann nicht anders, als seine Seele zu entblößen. Aus reiner Notwendigkeit heraus findet die Vision die passende Form, um dieser Ausdruck zu verleihen.“

Inge Morath, Life as a Photographer, 1999

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Dinara Kasko vereint Architektur und Desserts


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Architektur und Dessert sind nicht wirklich zwei Begriffe, die auf den ersten Blick zueinander passen.  Das dachte ich zumindest, bis ich die unglaublichen Desserts von Dinara Kasko gesehen habe. Die Bilder ihrer Kreationen gehen derzeit um die Welt, ihr Instagram-Account boomt. Viele ihrer Werke sehen anfangs nicht unbedingt appetitlich aus, sind eher hübsch anzusehen. Doch in ihren Videos zeigt sie einem dann, was wirklich in den Meisterwerken steckt, und macht einem damit ganz schön Gusto auf Schokolade und Co.

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Unequal Scenes


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Drohnenfotografie und die damit immer beliebter werdende Vogelperspektive  sind ohne Frage seit einiger Zeit als deutlicher Trend in der Welt der Fotografie erkennbar.

Kein Wunder, ermöglichen sie einem doch eine Perspektive einzunehmen, welche einem sonst als Mensch eher verwehrt blieb.

Diese neuen Perspektiven sind es auch, die die Arbeit von Johnny Miller ausmachen. Der Fotograf hat sich in seinen letzten Projekten der Drohnenfotografie gewidmet und das, was er fotografiert, sind nicht atemberaubende Landschaften oder spektakuläre Stadtbilder. Er verdeutlicht damit vielmehr die drastischen Kontraste zwischen Arm und Reich.

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