Wiederholung ist die Mutter der Studien, einfach drauf los schießen macht aber mehr Spaß


Während mancher Fototouren versuche ich mich nur auf einige wenige Fotomotive zu fokussieren – beispielsweise nur auf Katzen oder Hunde -, um durch Wiederholung bessere Ergebnisse zu erzielen. Denn wie die alten Römer schon wussten, ist die Wiederholung die Mutter der Studien. Diese äußert nützliche Lernmethode kann aber manchmal schnell zu Langeweile führen, besonders wenn, wie während der letzten Tage, einen die Sonne anlacht und der rechte Zeigefinger unerträglich juckt. :)

In so einem Fall empfiehlt es sich einfach drauf los zu schießen und sich vorerst keine Gedanken über die Qualität und die Ästhetik der Fotos zu machen. Am Rechner kann man immer noch die Spreu vom Weizen trennen. Man kann auch, wie ein befreundeter Fotograf es zu tun pflegt, in mehrtägigen Abständen die Fotos immer wieder durchstöbern und aussortieren, was aufgrund zunehmender emotionaler Distanz zu einer objektiveren Beurteilung der eigenen Fotos führt. Für Ungeduldige, wie mich, ist das aber nichts. ;)
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Runder Geburtstag: 25 Jahre Weltraumteleskop Hubble


Die Idee ein Teleskop in das Weltall zu schießen, um so die sich auf die Bildqualität mindernd auswirkende Erdatmosphäre zu umgehen, ist gar nicht neu. Sie wurde erstmals in 1923 vom Physiker und Raketenpionier Hermann Oberth, in seinem Buch “Die Rakete zu den Planetenräumen”, beschrieben. Doch wie bei den meisten Ideen, die ihrer Zeit weit voraus sind, dauerte es auch bei dieser sehr lange, bis sie verwirklicht wurde. Erst in den 70ern, nach der Mondlandung, als alles möglich schien, gewann sie an Fahrt.

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Bildquelle: hubblesite.org

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Die folgende Abbildung zeigt, wie sich verschiedene Blendenzahlen, ISO-Werte und Verschlusszeiten auf Fotos auswirken


Welcher Fotograf kennt das nicht: ein Freund, der nur den Vollautomatik-Modus kennt, hat von einem Tag auf den anderen festgestellt, dass ihm das Fotografieren großen Spaß macht und möchte, um „wie ein Profi“ Einfluss auf seine Bilder nehmen zu können, fortan nur noch die PASM-Modi benutzen. Da es keinen Sinn ergibt, zuerst die Kameraeinstellungen zu erklären, fängt man mit den Grundlagen an: dem „Belichtungsdreieck“. Wider Erwarten, scheint anfangs alles gut zu klappen. Der Freund saugt das Wissen wie ein Schwamm auf und fängt allmählich an, die gegenseitige Beeinflussung der drei Parameter zu verstehen. Doch sobald man tiefer in die Materie einsteigt und anfängt zu erklären wie sich die Belichtungsparameter auf die Bilder auswirken – insbesondere auf die Schärfentiefe, Abbildungsleistung, Verwacklung und das Rauschen – merkt man wie er einen mit jedem weiteren Satz nur noch verwirrter anschaut.

Nun, es wäre arrogant zu glaube, dass die technische Seite der Fotografie dermaßen komplex ist, dass sie die wenigsten begreifen können – schließlich haben wir alle mal klein angefangen. Es liegt wohl eher an der steilen Lernkurve, auf die die meisten Neulinge nicht gefasst sind. Damit man sich am Anfang nicht ganz so schwer tut, müssen die Zusammenhänge leichter verständlich präsentiert sein, wie auf der folgenden Abbildung:

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Bildquelle: newmobilelife.com

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Mit Kunst gegen Müll: Alejandro Durans ‘Washed up’ Installationen


An der mexikanischen Karibikküste befindet sich der Nationalpark Sian Ka’an (auf Deutsch „der Ort, wo der Himmel geboren wurde“) – ein altes Siedlungsgebiet der Maya mit artenreicher Tier- und Pflanzenwelt, welches in 1987 als Biosphärenreservat in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Mit seiner vielfältigen Flora und Fauna, und zahlreichen Mayastätten wäre das Gebiet ein Paradies auf Erden, würde das karibische Meer nicht tagtägliche viele Tonnen Müll an die Küste spülen. Einer, der sich in künstlerischer und öffentlichkeitswirksamer Hinsicht des Problems angenommen hat, ist der mexikanische Künstler Alejandro Duran. Er macht auf die Meeresverschmutzung aufmerksam, indem er den Müll entlang der Küste aufsammelt und ihn für seine Installationen – passenderweise „Washed up“ benannt – verwendet.

Cepillos 005© Alejandro Duran Weiterlesen

Blumen sind alles andere als leicht zu fotografieren


Man würde meinen weil sie so schön sind, wären Blumen die perfekten Fotomotive. Doch gerade wegen ihrer Schönheit, die jedes noch so ungeschulte Auge mühelos wahrnehmen kann, fand ich sie schon immer sehr schwer zu fotografieren. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht darin sie so abzulichten, wie sie jeder andere sieht, sondern auf eine Art, die das Foto unvergesslich machen würde. Es handelt sich um das gleiche Problem, welches man beim Fotografieren von Katzen, Welpen oder Babys auch hat. Man steht da mit der Kamera vor dem süßen Motiv und überlegt sich wie man es ablichten könnte, sodass es auf dem Foto noch süßer erscheint. Zum Glück kann man sich bei diesen Motiven immer darauf verlassen, dass sie etwas Interessantes tun, was zu einem knipswürdigen Moment führen wird. Bei Blumen bzw. Pflanzen allgemein geht das einfach nicht. Sie können weder lachen oder eine witzige Grimasse machen, noch den Kopf zur Seite neigen und die Ohren leicht aufstellen. Der Fotograf ist sich selbst überlassen und kann nicht damit rechnen, dass das Motiv das Bild (im Sinne des „Decisive Moment“) für ihn macht.

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Perpetuum mobile: eine Kamera die keinen Strom braucht


Ich erinnere mich sehr gut daran, wie unser Physiklehrer immer meinte, dass ein Perpetuum mobile physikalisch unmöglich sei. Nichts könne Arbeit verrichten, ohne dass von außen Energie zugeführt wird. Abhängig davon wie man „von außen“ definiert, kann ein Gerät in praktischer Hinsicht ein Perpetuum mobile sein, auch wenn es streng genommen doch keins ist. Und genau an so einem Gerät – einer Kamera die, solange genug Licht vorhanden ist (300 Lux), auf unbegrenzte Zeit Fotos und Videos aufnehmen kann – forschen die Wissenschaftler an der Universität Columbia, in New York.

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Bildquelle: Computer Vision Laboratory, Columbia Engineering

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Seth Casteel, ein Meister der Unterwasser-Poträtfotografie


Der US-amerikanische Fotograf, Seth Casteel, gehört seit Anfang 2012 – als seine Fotoreihe Underwater Dogs im Internet wie eine Bombe einschlug – zu den international bekanntesten Genrevertretern der Unterwasser- und der Haustierfotografie. Zweieinhalb Jahre später setzte er bei seinem nächsten Fotoprojekt namens „Underwater Puppies“ erneut auf das bewährte Erfolgsrezept, nur das er diesmal Welpen, anstatt ausgewachsene Hunde, beim Springen ins Schwimmbecken fotografierte.

Aufgrund der ungewöhnlichen Umsetzung der Tierporträts und den teils lustigen, teils süßen Grimassen, die die Vierbeiner im Moment des Abtauchens machten, erfreuten sich die beiden Fotoserien auch als Bücher sehr großer Beliebtheit. „Underwater Dogs“ landete in der letzten Dezemberwoche 2012 auf Platz 17 der NY Times Bestseller-Charts – eine erstaunlich hohe Platzierung für ein Fotobuch. Mit Platz 2 im November 2014, in der Kategorie Tiere, war „Underwater Puppies“ ähnlich erfolgreich.

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© Seth Casteel

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Sigma Neuigkeiten und Gerüchte: 400mm f2.8 OS Patent, 24mm f1.4 Art geDxOMarkt und weitere News


Erinnert ihr euch noch als im Sommer 2013 Gerüchte zu Sigmas Super-Tele-Objektivreihe auftauchten? Damals wurde gemunkelt, dass man in Aizu still und heimlich an insgesamt vier bildstabilisierten Festbrennweiten zwischen 300mm und 600mm arbeitet. Die beiden kürzeren, das 300er und das 400er, hätten jeweils eine Anfangsöffnung von f/2.8, die beiden längeren, das 500er und das 600er, schätzte man damals um eine Blende lichtschwächer ein. Seitdem wurden die beiden 150-600mm Modelle, Sports und Contemporary, vorgestellt und die famosen Festbrennweiten nie wieder erwähnt. Dass das Gerücht jedoch nicht einfach so aus der Luft gegriffen wurde, beweist nun die auf dem japanischen Blog Egami veröffentlichte Patentschrift, der nach Sigma bereits im September 2013 die optische Rechnung eines 400mm f/2.8 OS Sports zum Patent angemeldet hat. Unten seht ihr die optische Konstruktion – leider ist das Bildchen derart klein, dass man die Anzahl der Linsen und Gruppen nicht ausmachen kann.

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Die Entwicklung des Kameramarktes zw. 1933 und 2013


Seit mehreren Jahren schrumpft der Markt für Fotoausrüstung kontinuierlich und segmentübergreifend. Die Absatzrückgänge im günstigen Kompaktkamera-Segment lassen sich leicht erklären: Smartphones bieten in den Augen vieler eine ausreichend gute Bildqualität, bessere Schnappschusstauglichkeit und was am wichtigsten ist, man hat sie als Kommunikations- und Vernetzungsgeräte tatsächlich immer dabei. Und bekanntlich ist die beste Kamera gerade die, die man immer dabei hat. ;)

Da hilft es auch nicht, dass Kompaktkameras Zoomobjektive, leistungsstärkere Blitzgeräte und in den meisten Fällen – dank physikalischen Tasten – eine bessere/intuitivere Steuerung haben. Diese Vorteile scheinen der Zielgruppe nicht so wichtig zu sein, wie die „immer dabei“ Qualitäten und die hervorragende Schnappschusstauglichkeit der Smartphones. Es überrascht daher nicht, dass „Superzooms“ und „Premiumkompakten“ die einzigen Produktkategorien waren, die sich in 2014 am deutschen Fotomarkt immer noch gut verkauften.

Im Gegensatz dazu ist das Schwächeln des Systemkamera-Segments für die meisten ein Rätsel. Das Phänomen können sich weder Analytiker noch Fotografen erklären – schließlich sprechen DSLRs und EVILs eine andere, „ambitioniertere“ Zielgruppe als Smartphones an, womit sie mit den letzteren gar nicht in Konkurrenz stehen sollten. Vielleicht liegt es aber, wie der folgende Graf von Mayflower vermuten lässt, einfach an der Marktsättigung?

Fotomarkt-1947-2013

Was man im Grafen sieht, sind jährliche Fertigungszahlen zwischen 1947 und 2013, in 1000en von Kameras. Wie es scheint, ist der Markt am selben Punkt angekommen, wie vor dem Wechsel von der analogen auf die digitale Technik. Das lässt vermuten, dass mittlerweile jeder seine Analogkamera gegen eine Digitale getauscht hat, und dass der Markt künftig auf dem gesättigten Niveau bleiben wird, wie vor dem Technologiewechsel.

Interessant ist ferner wie winzig der traditionelle Markt für Fotoausrüstung vergleichen mit dem Smartphone-Markt eigentlich ist. ;)

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Sigma 150-600 mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary Linksammlung: Tests, Beispielbilder, Videos


Da die Birding-Saison angefangen hat und die ersten Exemplare des 150-600mm 5.0-6.3 DG OS HSM Contemporary langsam in die Geschäfte kommen, durchforsten derzeit vermutlich sehr viele Fotografen das Internet nach Infos zu Sigmas neustem Super-Tele-Zoom. Um ihnen das lästige Googeln zu ersparen, habe ich die Links zu interessantesten Infos unten eingefügt. Sobald weitere Reviews, Samples und Videos erscheinen, werde ich sie der Linksammlung hinzufügen. :)

Eine kleine Info für alle diejenigen, die sich für die Sports-Version interessieren, sich aber hierher verirrt haben: die 150-600 Sports Linksammlung, die ich heute aktualisiert habe, findet ihr hier. Da sie jedoch viele Links beinhaltet, sollte man sich einen ganzen Nachmittag frei nehmen, um sich alle Tests, Vergleiche, Fotos und Videos in aller Ruhe durchlesen bzw. anschauen zu können. ;)

Sigma-150-600mm-f5-6.3-DG-OS-HSM-Contemporary

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