Reportage- und Normalbrennweite, zwei verschiedene Paar Schuhe


Erst jetzt, wo ich mit dem Sigma 24/1.4 Art fotografiere, beginne ich so langsam zu verstehen, wieso in einschlägigen Foren die Reportage- und die Normalbrennweite so oft miteinander vergleichen werden. Man würde meinen, dass der Brennweitenunterschied von wenigen Millimetern kaum etwas ausmachen würde. Jedoch fühlt sich das Fotografieren mit den beiden Brennweiten sehr unterschiedlich an, und zwar obwohl mit beiden die gleichen Fotos gemacht werden können.

Mit der Reportagebrennweite muss man deutlich näher an das Motiv herangehen, was ungewohnt, manchmal aber auch äußerst lästig sein kann. Den Fotografen, die die Reportagebrennweite bevorzugen, geht es bestimmt genauso, nur das diese immer wieder einige Schritte zurück machen müssen, wenn sie mit einer Normalbrennweite fotografieren.

Ich frage mich, ob man sich umgewöhnen kann, oder ob dieses Gefühl, dass eine der beiden Brennweiten einfach „passt“, von Dauer ist?
Sigma SD1 Merrill & 24mm f/1.4 Art (volle Auflösung - full resolution)//embedr.flickr.com/assets/client-code.js Weiterlesen

The Red List: eine neue Anlaufstelle für Kunstfotografie-Interessierte


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Es mangelt nicht an Webseiten im Internet, die sich mit Fotoausrüstung oder der zeitgenössischen Fotografie befassen. Etwas schwierige ist es, gute Fotoseiten zu finden, die den Schwerpunkt auf die Kunstfotografie legen. Eine gute Anlaufstelle war bisher die Webseite American Suburb X, auf der man lesenswerte Artikel und Interviews, interessante Infos und fantastische Bilder von knapp dreihundert bekannten Kunstfotografen finden kann. Die Seite hat jedoch eine gewisse Lastigkeit zu Street- und Doku-Fotografie und ist etwas lückenhaft, zumindest was europäische Fotografen betrifft. So sucht man beispielsweise nach Henri Cartier-Bresson, einer Ikone der Street-Fotografie, vergebens.

Mit The Red List gibt es nun eine weitere Webseite, die sich ernsthaft mit Kunstfotografie und anderen bildenden Künsten befasst. Erfreulicherweise konnte ich sofort einen kleinen Teil des Portfolios von Henri Cartier-Bresson finden, was immer ein gutes Zeichen ist. ;) Natürlich findet man auch viele weitere legendäre Fotografen, wie etwa Ansel Adams oder Robert Frank, um nur ein paar zu nennen. Das Verzeichnis ist bebildert und deutlich besser aufgebaut, als jenes von ASX, wo man erst reinklicken muss, um zu sehen ob man den richtigen Fotografen gefunden hat. :)

The-Red-List Weiterlesen

SPP vs. X3F Tools: Rauschen und Rauschunterdrückung (Teil 2)


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Nachdem ich gestern das Rauschen des Merrill-Sensors und die Rauschunterdrückungsverfahren von SPP 6.3 und X3F Tools untersucht habe, habe ich heute die X3Fs des Quattro-Sensors unter die Lupe genommen. Dazu habe ich 7 X3Fs, mit Lichtempfindlichkeiten von ISO100 bis ISO6400, aufgenommen und sie mit den beiden EBV-Programmen entwickelt bzw. in das DNG-Format umgewandelt. In diesem Flickr-Album findet ihr die vollaufgelösten JPEGs der DP2 Quattro, wie auch jene der SD1 Merrill, die ich gestern untersucht habe.

Erneut habe ich in SPP die Schärfe heruntergeregelt (-2), automatischen Weißabgleich aktiviert und alles andere auf 0 belassen oder deaktiviert. Nur habe ich diesmal neben der luma auch die chroma Rauschunterdrückung deaktiviert, da sich nach ein wenig Pixel-Peeping herausgestellt hat, dass diese das Rauschen der Quattro-X3Fs kein bisschen reduziert. Im Gegenteil, sie hebt den Mikrokontrast etwas an, was zu noch stärkerem Farbrauschen führt.

Da mir gestern aufgefallen ist, dass SPP und X3F Tools unterschiedlich helle Bilddateien produzieren, habe ich als erstes nachgeschaut, ob das auch bei Quattro-X3Fs der Fall ist. Wie man am folgenden Screenshot sehen kann, lautet die Antwort nein. Der einzige Unterschied ist der etwas höhere Kontrast von SPP (links), wenn die Farbeinstellung „Standard“ zum Einsatz kommt.

Quattro-Belichtung-SPP-6.3-vs.-X3F-Tools

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SPP vs. X3F Tools: Rauschen und Rauschunterdrückung (Teil 1)


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Mir ist gar nicht aufgefallen, wie sehr SPP die X3Fs „aufmotzt“, ehe ich angefangen habe mit dem X3F-Tools-Konverter zu experimentieren, der weder die vielen Eigenarten von Foveon-Sensoren noch die vielen Tricks der X3F-Bildbearbeitung kennt. Da es zu viele Erkenntnisse sind, die ich aus dem Vergleich der beiden Konverter gewonnen habe, habe ich entschieden zwei Blogeinträge zu verfassen. In diesem ersten werde ich mich mit den X3Fs und dem Rauschen der Merrill-Kameras befassen. Ich habe jeweils 7 Fotos mit der SD1M und der DP2 Quattro von ISO100 bis ISO6400 gemacht und sie in SPP und X3F Tools entwickelt. Die vollaufgelösten Fotos findet ihr in diesem Flickr-Album. Auf die Quattro und ihre X3Fs werde ich im zweiten Teil eingehen.

In SPP 6.3 habe ich die Schärfe gänzlich heruntergeregelt (-2), automatischen Weißabgleich aktiviert und alles andere auf 0 belassen oder deaktiviert (wie etwa die luma Rauschunterdrückung). Da meiner bisherigen Erfahrung nach X3F Tools bei niedrigen ISOs das Farbrauschen sehr effektiv reduziert, habe ich auch in SPP die chroma Rauschunterdrückung aktiviert (mittlerer Punkt).

Das erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass die X3Fs der Merrills deutlich dunkler erscheinen, wenn man sie in SPP anstatt in X3F Tools entwickelt. Der Unterschied beträgt eine ½ Blende und ist somit praxisrelevant. Unten habe ich ein Screenshot der beiden Aufnahmen eingefügt. Das linke Foto wurde in SPP entwickelt, das rechte mit X3F Tools umgewandelt.

Belichtung-Farbe

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Der Rechtsfall Art Dragulis gegen Kappa Map Group verdeutlicht wieso man mit CC-Lizenzen vorischtig sein sollte


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Wie die Webseite techdirt.com berichtet, hat der Fotograf Art Dragulis einen Rechtsstreit verloren, bei dem es darum ging, dass ein Unternehmen ungefragt eines seiner Fotos für gewerbliche Zwecke genutzt hat.

Swain's-Lock-Montgomery-MD

© Art Dragulis

Als Fotograf fragt man sich zunächst, wie so etwas sein kann und darf. Ein Aufschrei der Fotogemeinschaft wäre jedoch unangebracht, denn hierbei handelt es sich um einen typischen Fall von „selbst Schuld“. Dragulis hat nämlich das betreffende Foto in 2008 unter der Creative Commons BY-SA-2.0 Lizenz auf Flickr hochgeladen und somit freiwillig auf fast alle Rechte, die ihm als dem Schöpfer des Fotos zustehen, verzichtet. Ein unter dieser Lizenz veröffentlichtes Foto darf von Dritten vervielfältigt, verbreitet, auf jede erdenkliche Art und Weise verändert und sogar zu gewerblichen Zwecken genutzt werden, solange der Urheber genannt wird.

Swain's-Lock-Montgomery-MD-cover

Bildquelle: Kappa Map Group

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Eine neue Festbrennweite in der Fototasche :)


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Wieder einmal hat eine neue Festbrennweite ihren Weg in meine Fototasche gefunden. :) Diesmal handelt es sich um das 24mm f/1.4 Art von Sigma, welches an einer Kamera mit APS-C-Sensor der klassischen Reportagebrennweite (35mm) am Kleinbild entspricht. Umgehend habe ich es an die SD1 Merrill geschraubt und auf Fototour mitgenommen. Da es bewölkt war und die Farben recht blass waren, habe ich sämtliche Fotos in Schwarzweiß umgewandelt.

Sigma SD1 Merrill & 24mm f/1.4 Art (volle Auflösung - full resolution) Weiterlesen

Dennis Fast zeigt Eisbären von ihrer liebenswerten Seite


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Eisbären werden oft als Einzelgänger dargestellt, die sich auf scheinbar endlosen Flächen des arktischen Meereseises heimisch fühlen, oder als gefährliche Räuber, die es sogar mit ausgewachsenen Walrossen aufnehmen können. Wie aber der Natur- und Tierfotograf Dennis Fast mit seiner neusten Fotoserie zeigt, steckt ein weicher Kern unter dem dicken, weißen Fell. :)

Polar Bear (Ursa maritimus) in fireweed (Epilobium angustifolium

© Dennis Fast Weiterlesen

“Modulo Camera”: Forscher von der Universität MIT entwickeln den HDR-Sensor


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Bereits das zweite Mal in diesem Monat haben Wissenschaftler von der Universität MIT eine neue Technologie vorgestellt, die das Leben eines jeden Fotografen um einiges einfacher machen könnte. Vor weniger als zwei Wochen hat ein anderes Forscher-Team der renommierten Universität in Cambridge einen in Zusammenarbeit mit Google entwickelten Algorithmus vorgeführt, der Spiegelungen und andere störende Bildelemente aus Fotos herausrechnen kann. Vor ein paar Tagen wurde nun das Konzept für einen Sensor mit unbegrenzter Full-Well-Kapazität vorgestellt. Einfach ausgedrückt, es handelt sich dabei um einen Sensor, der es unmöglich macht, ein überbelichtetes Foto aufzunehmen.

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Bildquelle: MIT

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Macht euch die Hitze auch zu schaffen?


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Da mir die Hitze in letzter Zeit sehr zu schaffen gemacht hat, bin ich nur sporadisch fotografieren gegangen. Auch spätnachmittags war es in den letzten Wochen zu warm und schwül, um auf längere Fototouren zu gehen. So richtig Spaß machte das Ganze auch dann nicht, wenn ich nur mit der DP3M oder der DP2Q unterwegs war und nicht viel schleppen musste. Darum habe ich überwiegend in meiner Nachbarschaft fotografiert, um bei Bedarf nach Hause gehen und mit einem Bierchen abkühlen zu können. Daher werden euch sicherlich die meisten Motive bekannt vorkommen. :)

Sigma DP3 Merrill (volle Auflösung - full resolution) Weiterlesen

Terra Flamma: Stuart Palleys beeindruckende Fotos von Waldbränden in Südkalifornien


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Um Fotos mit hohem Wiedererkennungswert zu machen, muss man neue Motive oder bereits bekannte auf eine neue Art und Weise fotografieren. Und genau so geht der in Los Angeles ansässige Fotograf Stuart Palley an sein Lieblingsmotiv, die Waldbrände, die jedes Jahr in Südkalifornien wüten, heran. Anders als viele seiner Kollegen aus dem Doku- und Presse-Bereich, die den Fokus auf die Feuerwehrleuten und ihre Löschbemühungen legen, macht Palley die Naturkatastrophe selbst zum Herzstück seiner Fotos. Wie ihr unten seht, das Besondere an Palleys Fotoserie Terra Flamma sind die langen Belichtungszeiten, die es ihm ermöglichen, neben der unvorstellbaren Zerstörungskraft auch die eigenartige Schönheit von Waldbränden einzufangen. :)

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© Stuart Palley

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