Die Schöne und das Biest: Sigma DP3M vs 50mm f1.4 Art + SD1M (Teil 2)


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Im ersten Teil des Vergleichstests habe ich die Schärfe der beiden Kameras bzw. Objektive bei sehr kurzer Motiventfernung (~1,8m) untersucht. Obwohl das 50/2.8 ein hervorragendes Objektiv ist, musste es sich dem „Biest“ geschlagen geben. Das um vielfaches größere, lichtstärkere und teurere 50mm 1.4 DG HSM Art war nicht nur bei gleicher Blende (bspw. f/2.8 vs f/2.8) sondern auch bei jeweiliger Offenblende (f/1.4 vs f/2.8) deutlich schärfer.

Da kaum ein Objektiv eine, über den ganzen Entfernungsbereich, gleichbleibende Abbildungsleistung hat, werden in diesem 2. Teil die Karten neu gemischt. Unten werden wir sehen ob das 50/1.4 Art bei größerer Motiventfernung (sprich, Landschaften) hervorragend bleiben oder nachgeben wird, und ob es das 50/2.8, seiner „Makro-artigen“ Rechnung zum Trotz, schaffen wird, noch zuzulegen. 😉

Sigma DP3 Merrill, Sigma SD1 Merrill & 50mm f/1.4 DG HSM Art

Aber zuerst einige Worte zu meiner Vorgehensweise und zum Testaufbau. Alle Fotos wurden vom Stativ aus aufgenommen. Bei der DP3M war der Selbstauslöser aktiviert (2 Sek. Verzögerung), bei der SD1M die Spiegel-Vorauslösung (ebenfalls 2 Sek. Verzögerung). Ich habe mir große Mühe gegeben mit beiden Kameras den gleichen Bildausschnitt einzufangen, was mir leider nicht gelungen ist. Bei dieser Motiventfernung macht ein halber Millimeter an der Stativplatte sehr viel aus. Mit beiden Kameras wurde manuell Scharfgestellt. Die X3Fs beider Kameras wurden auf die gleiche Art und Weise bearbeitet. Alle Einstellungen in SPP waren auf 0, inkl. Schärfe. Die Rauschunterdrückung wurde deaktiviert und, da sich die Kameras uneinig waren, der Weißabgleich manuell gesetzt. Nach dem Exportieren der 16-Bit-TIFFs aus SPP, habe ich den Bildern in Lightroom den letzten Schliff gegeben. Sprich es wurden nur die Einstellungen im Tonwert-Modul ein kleines bisschen angepasst und der WA fein abgestimmt, damit alle Fotos so ähnlich wie möglich aussehen. Obwohl beide Kameras einen Merrill-Foveon-Sensor haben, scheinen die Firmwares Farben und Tonwerte etwas anders zu interpretieren, was diesen Schritt leider nötig macht.

Kommen wir nun zu den Vergleichsbildern. Da die Crops zu groß für den Blogeintrag sind, skaliert die Blogsoftware sie runter und macht sie im Zuge dessen zu Pixelbrei. Daher klickt bitte auf die Crops, um sie im neuen Browserfenster in voller Größe zu betrachten.

Links: SD1M + 50/1.4 Art @ f/1.4; Rechts: DP3M @ f/2.8

BildmitteA@14vs28-m

Linke untere EckeA@14vs28

Links: SD1M + 50/1.4 Art @ f/2; Rechts: DP3M @ f/2.8

A@2vs28-m

A@2vs28

Links: SD1M + 50/1.4 Art @ f/2.8; Rechts: DP3M @ f/2.8

A@28vs28-m

A@28vs28

Links: SD1M + 50/1.4 Art @ f/4; Rechts: DP3M @ f/4

A@4vs4-m

A@4vs4

Die restlichen Aufnahmen der Blendenreihe (von f/1.4 bzw. f/2.8 bis f/11) findet ihr in diesem Flickr-Album in voller Auflösung.

Wie das letzte Mal werde ich mich auch diesmal kurz fassen. Bei f/1.4 und f/2 ist das 50/1.4 Art sowohl in der Mitte als auch an den Bildrändern weicher als die DP3M. Wenn man das Art auf f/2.8 abblendet, ist es in der Mitte genauso scharf, jedoch an den Rändern etwas schärfer als die DP3M bei f/2.8. Ab f/4 ist die DP3M bei gleicher Blende immer ein klitzekleines bisschen Schärfer als das 50/1.4 Art. Und zwar über das ganze Bild. Man muss jedoch sehr genau hinschauen.

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