Martha Cooper


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Die einen empfinden es als Kunst, die anderen als Vandalismus. Ich gehöre eindeutig zu Ersteren. Zumindest, wenn es sich nicht um bloßes Gekritzel handelt, sondern hinter dem Ganzen eine Botschaft, ein Stil oder zumindest eine gewisse Sorgfalt erkennbar ist.
Die Rede ist von Streetart.

Martha Cooper ist in der Streetart- und Graffiti-Szene fast eine Berühmtheit – und das, obwohl sie selbst nicht zu den Urban Artists gehört. Die 77jährige fotografiert schon seit ihrer Kindheit. Sie wusste, ihr zufolge, immer schon, dass das Fotografieren ihre Berufung ist. In den 70er Jahren hatte sie erreicht, was viele sich nur erträumen können: Sie arbeitete als Fotografin für eine namhafte Zeitung. Eines Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, fielen ihr die mit Graffiti verzierten Züge New Yorks ins Auge und sie begann, diese zu fotografieren. Ihre Faszination mit dem New York hinter den Kulissen, dem Untergrund und dem sichtbaren Verfall der Stadt nahm dabei jeden Tag zu und sie kündigte schließlich ihren Job bei der New York Post.
New York durchlebte in den 1970ern eine ökonomische und vor allem auch soziale Krise. Große Bevölkerungsschichten wurden mit wenig Perspektiven quasi sich selbst überlassen. Martha meint, dass sie besonders das „Etwas aus Nichts machen“ der Graffiti- und Hip Hop-Kultur zu jener Zeit faszinierte.

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Alex Nero


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Farben, Formen, Strukturen und Kontraste haben mich schon immer fasziniert.  Bevor ich im Alter von sieben Jahren meine erste Kamera in der Hand halten durfte, hab ich den Großteil meiner Zeit mit Malen, Zeichnen und bunter Knetmasse verbracht. Auch heute noch versuche ich mit meinen Fotos das zauberhafte Zusammenspiel aus unendlich vielen Farben einzufangen.

Die Arbeit des aus der Ukraine stammende New Yorker Fotograf Alex Nero ist eine Mischung aus Chemie, Malerei und digitaler Fotografie. Kräftige Farben, mystische Formen und atemberaubende Kontraste machen seine Fotos zu hypnotisierenden Kunstwerken, die einen komplett in ihren Bann ziehen.

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Das Spiel mit dem Unsichtbaren


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Es waren die Bilder – sanfte Blautöne, Eis und Wasser, die Arktis –, über die ich letztens wieder sehr zufällig gestolpert und hängen geblieben bin. Fotografien, die von einer New Yorker Fotografin und Umweltaktivistin namens Diane Tuft stammen. Seit 1998 dokumentiert sie fotografisch die Schönheit und Fragilität unseres Planeten und unserer Umwelt. Zuvor hatte sie ihren Fokus mehr auf Multimedia gelegt.

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Zack Seckler weckt die Sommerlust und die Lachmuskeln


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Über Zack Seckler bin ich ganz zufällig gestoßen und hängen geblieben. Seckler hat Humor, viel Humor. Das merkt man auf den ersten Blick. Und einen außergewöhnlichen Bildstil. Seine Fotos haben etwas Skurriles, etwas Fantastisches. Und die Farben sind cremig wie Eis.

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Szymon Barylski – Fleeing Death


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Der Krieg in Syrien ist ein sehr aktuelles Thema und das seit mehr als fünf Jahren. Trotzdem wird oft nicht wirklich hingesehen und das wahre Ausmaß dieser Tragödie ist vielen Menschen, vor allem jenen in der westlichen Welt, nicht bewusst. Einer, der dem entgegen wirken will, ist Szymon Barylski.

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Geteilte Welten


Letztens bin ich zufällig auf einen, meiner Meinung nach, ausgesprochen faszinierenden Fotografen gestoßen, der eine Art kreatives fotografisches Puzzle komponiert, die er aus bereits bestehenden berühmten Orten und Objekten erschafft, aus denen er neue Welten und Ansichten baut. Ein Beispiel dafür ist der Grand Canyon als Modell. Um euch diese inspirierende Persönlichkeit nicht vorzuenthalten, werdet ihr im folgenden Artikel einen kurzen Einblick in sein Schaffen und seine Herangehens- und Denkweisen bekommen. Viel Spaß beim Lesen.

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Eine andere Facette des David Drebins


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Habt ihr schon einmal etwas von David Drebin gehört? Nun… Ich bis vor kurzem nicht. Er ist ein amerikanischer Fotograf, der für seine verführerischen Aufnahmen von Prominenten bekannt ist. Außerdem hat er schon diverse internationale Werbekampagnen fotografiert, wie zum Beispiel für den American Express oder Davidoff und porträtierte bekannte Menschen, unter anderem John Legend, Kevin Bacon, Diane von Furstenberg oder Charlize Theron. Seine Fotografien wurden in zahlreichen namhaften Mode- und Musikmagazinen, wie der Elle, GQ oder dem Rolling Stones Magazine abgedruckt.

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Die Petzvallinse


Hallo ihr Lieben,

heute machen wir einen kleinen Ausflug in die Fotogeschichte. In diesem kurzen Eintrag dreht sich alles um Josef Maximilian Petzval! Vielleicht ist dem Einem oder Anderen der Name ja schon untergekommen?

Das Petzvalobjektiv, das von diesem Herren im Jahre 1840 konstruiert wurde, war lange Zeit ein beliebtes und auch halbwegs verbreitetes Objektiv, das dann in Vergessenheit geriet. Das Objektiv hat eine sehr ungewöhnliche und besondere Eigenschaft, es erzeugt ein außergewöhnliches Bokeh! Die Bokehkreise werden nicht rund sondern erzeugen einzigartige Formen der Verzerrung. Abers seht selbst bei den unten angehängten Bildern!

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Ein paar Gedanken: Bildjournalist vs. Fotograf


Ist jeder Bildjournalist gleichzeitig ein Fotograf?
Umgangssprächlich mag das wohl so scheinen. Schaut man sich die Berufsfelder jedoch einmal genauer an, so merkt man, dass der Bildjournalismus maximal eine Sparte der Fotografie abdeckt. Es eben doch einen Unterschied zwischen “draufhalten” und “in Szene setzen”.
Ach ja, trotz der Verwechselungsgefahr meine ich damit nicht jene Personen, welche unter dem Pantoffel der Zeitung mit den vier großen Buchstaben stehen ;)

Quelle: discoveredpublications.com

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Robert Adamson: ein Pionier der Fotografie


Da ich schon länger keinen Fotografen mehr vorgestellt habe, möchte ich dies mal wieder tun. Robert Adamson kann wirklich als Pionier und Vorreiter der Fotografie angesehen werden. Der 1821 in Burnside geborene Schotte, welcher auch noch Chemiker war, erlernte die Kalotypie, ein spezielles Aufnahmeverfahren, durch seinen Bruder John Adamson und den Physiker David Brewster an der Universität St. Andrews. Durch die Tatsache, dass der Erfinder der Kalotypie, Fox Talbot, keine Patentrechte in Schottland hatte, nutzte Adamson die Gelegenheit und machte er 1843 in Edingburgh sein eigenes Portraitstudio auf. In diesem Jahr traf er auch auf seinen späteren Weggefährten den Landschafts und Portraitmaler David Octavius Hill.

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Robert Adamson (Quelle: Zeno.org)

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