Alex Nero


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Farben, Formen, Strukturen und Kontraste haben mich schon immer fasziniert.  Bevor ich im Alter von sieben Jahren meine erste Kamera in der Hand halten durfte, hab ich den Großteil meiner Zeit mit Malen, Zeichnen und bunter Knetmasse verbracht. Auch heute noch versuche ich mit meinen Fotos das zauberhafte Zusammenspiel aus unendlich vielen Farben einzufangen.

Die Arbeit des aus der Ukraine stammende New Yorker Fotograf Alex Nero ist eine Mischung aus Chemie, Malerei und digitaler Fotografie. Kräftige Farben, mystische Formen und atemberaubende Kontraste machen seine Fotos zu hypnotisierenden Kunstwerken, die einen komplett in ihren Bann ziehen.

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Autochrom: das erste kommerziell erfolgreiche Farbverfahren


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Das in 1904 von den Gebrüdern Lumière entwickelt Autochromverfahren war zwar nicht das allererste Farbverfahren in der Geschichte der Fotografie, es war aber das erste, welches sich am Markt durchsetzen und ihn über einen längeren Zeitraum beherrschen konnte. Der entscheidende Vorteil von Autochrom war die spezielle Glasplatte, die alle drei Grundfarben einfangen konnte. Die ersten „stabilen“ Farbverfahren – die, wie etwa das „Kromskop“-Verfahren, alle in den 1890ern entwickelt wurden – waren i.V. zu Autochrom entweder teurer, komplizierter in der Anwendung oder boten eine minderwertige Bildqualität. Der fast ein Vierteljahrhundert andauernde Erfolg der Autochrom-Glasplatten lässt sich daher leicht erklären: in einer Ära, in der Kodak das Fotografieren mit einfach zu bedienenden Kameras, vergleichsweise günstigen Trockenplatten und mittlerweile legendären Werbesprüchen („You press the button – we do the rest“) immer schnappschustauglicher und beliebter machte, durfte auch die Farbfotografie nicht zu kompliziert und zu teuer sein. Es überrascht daher nicht, dass erst die Mitte der 1930er Jahre erschienen Farbfilmen Autochrome vom Markt verdrängen konnten.

Da ihr euch jetzt sicherlich fragt wie solche Autochrom-Fotos aussehen, habe ich unten einige Aufnahmen eingefügt, die der englische Ingenieur Mervyn O’Gorman in 1913 gemacht hat. Das abgebildete Mädchen ist seine Tochter Christina.

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Bildquelle: National Media Museum
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Farbe vs Schwarzweiß


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Angeregt von diesem Beitrag auf Fstoppers.com habe ich versucht nachzuvollziehen wieso manche Fotos besser in Farbe und andere wiederum besser in Schwarzweiß ankommen. Ich habe ebenfalls versucht zu verstehen anhand welcher Kriterien man entscheiden kann wann man ein Foto in Farbe belassen und wann man es in SW umwandeln sollte. Für gewöhnlich fällt mir die Entscheidung leicht, ich wechsle ein, zwei Mal zwischen Farbe und SW und höre auf mein Bauchgefühl. Bei manchen Fotos gefallen mir beide Varianten gleich gut, sodass ich mich auch nach mehrmaligem Wechseln nicht für die eine oder andere entscheiden kann. Manchmal gefällt mir ein Foto sowohl in Farbe als auch ohne so gut, dass ich beide Varianten „zu Ende bearbeite“, speichere, den ganzen Tag bzw. mehrere Tage lang immer und immer wieder anschaue, und mich trotzdem nicht für die eine oder andere entscheiden kann. Manchmal bearbeite ich die Bilder von neuem, um zu sehen ob ich noch mehr aus ihnen herausholen kann. Zwar lernt man so mehr über EBV, da ich aber in der Arbeit mehr als genug Zeit vor dem Rechner verbringe, bevorzuge ich es in der Freizeit zu spazieren, im Freien zu sein und Fotos zu machen. Darin besteht der Ausgleich zum Job und nicht etwa im Photoshoppen bis der Arzt kommt.

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