Martha Cooper


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Die einen empfinden es als Kunst, die anderen als Vandalismus. Ich gehöre eindeutig zu Ersteren. Zumindest, wenn es sich nicht um bloßes Gekritzel handelt, sondern hinter dem Ganzen eine Botschaft, ein Stil oder zumindest eine gewisse Sorgfalt erkennbar ist.
Die Rede ist von Streetart.

Martha Cooper ist in der Streetart- und Graffiti-Szene fast eine Berühmtheit – und das, obwohl sie selbst nicht zu den Urban Artists gehört. Die 77jährige fotografiert schon seit ihrer Kindheit. Sie wusste, ihr zufolge, immer schon, dass das Fotografieren ihre Berufung ist. In den 70er Jahren hatte sie erreicht, was viele sich nur erträumen können: Sie arbeitete als Fotografin für eine namhafte Zeitung. Eines Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, fielen ihr die mit Graffiti verzierten Züge New Yorks ins Auge und sie begann, diese zu fotografieren. Ihre Faszination mit dem New York hinter den Kulissen, dem Untergrund und dem sichtbaren Verfall der Stadt nahm dabei jeden Tag zu und sie kündigte schließlich ihren Job bei der New York Post.
New York durchlebte in den 1970ern eine ökonomische und vor allem auch soziale Krise. Große Bevölkerungsschichten wurden mit wenig Perspektiven quasi sich selbst überlassen. Martha meint, dass sie besonders das „Etwas aus Nichts machen“ der Graffiti- und Hip Hop-Kultur zu jener Zeit faszinierte.

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Pieter Hugo


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Das Leben eines anderen Menschen ist für einen Außenstehenden ein Mysterium.
Von außen betrachtet kann man sich zwar ausmalen wie das Leben eines anderen Menschen aussieht, die Oberfläche dieses Lebens lässt sich vielleicht sogar noch relativ gut erahnen, durch Gespräche manchmal, oft aber beruhen diese Vorstellungen auch einfach auf Beobachtungen die wir aus der Ferne machen, oder in den Sozialen Medien. Obwohl der Mensch in den letzten Jahren immer transparenter zu werden scheint, ein Mysterium bleibt er trotzdem. Vor allem wenn es sich zusätzlich um Menschen anderer Kulturen handelt, oder Menschen die am sogenannten Rande der Gesellschaft leben.

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Lindbergh-Ausstellung in München


Wirklich jeder, der sich für Fotografie interessiert, stößt früher oder später auf den Namen Peter Lindbergh. Der Deutsche gehört zu den ganz großen und einflussreichen Modefotografen der vergangenen 1940 Jahre. Zu seinen Auftraggebern zählen keine geringeren als die Vogue,  The New Yorker, Vanity Fair oder der Rolling Stone. Er war maßgeblich an der Etablierung der Supermodels in den 1990ern beteiligt und hatte Prominenz von Tina Turner bis  Mick Jagger vor seiner Linse.

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27 Frames – Profifotografen & Einwegkameras – ein wunderschönes Projekt


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Eine Idee, die zum Experiment wurde. Der Wunsch, wieder ein Stückchen weiter weg von der Hochglanz-Perfektion eines Instagram-Accounts zu rücken und dem Wesentlichen wieder näher zu kommen…

So ging es Matt Titone, der ein ganz besonderes Kunstprojekt ins Leben rief – er schickte ein paar Einwegkameras auf die Reise zu einigen seiner Lieblingsfotografen. Diese sollten damit – ohne auch nur das kleinste Etwas selbst einstellen zu können – Fotos fabrizieren

Viele ließen sich auf das Experiment ein. Das Ergebnis präsentiert Titone in der Galerie „Think Tank Gallery“ in Los Angeles als Ausstellung, die den Namen „27 Frames“trägt.

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Westlicht Wien Ungarn 56 – Bilder einer Revolution


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Geflüchtete waren 2015 ein Riesenthema im europäischen Raum. Vor allem an Grenzgebieten merkte man die Aufregung und Ströme von Menschen, die Zuflucht suchten. Besonders betroffen waren dabei Ungarn und der Bahnhof in Budapest. Tausende Geflüchtete warteten dort auf Durchreiseerlaubnis und sammelten sich vor Ort. Diese Ereignisse fanden medial besonders viel Aufmerksamkeit und es entstanden beeindruckende fotografische Arbeiten. Diese Werke von zeitgenössischen Fotografen werden derzeit in der Galerie Westlicht in Wien ausgestellt und zeigen Abbilder der Geschehnisse an der österreichisch-ungarischen Grenze im Herbst 2015.

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Peter Lindbergh


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Foto: Peter Lindbergh

Man sagt, er habe die Supermodels erfunden. Das ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt. Jedoch kann niemand bestreiten, dass das Foto von Peter Lindbergh, welches eine Gruppe von wunderschönen jungen Frauen zeigt, wie sie gemeinsam durch die Straßen von New York ziehen, die Modewelt verändert und das Zeitalter der Supermodels eingeläutet hat. Denn es waren nicht irgendwelche Frauen, sondern Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Cindy Crawford, Naomi Campbell und Christy Turlington. Besagtes Bild zierte damals in den frühen 1990ern das Cover der britischen „Vogue“. Es ist bis heute Kult und Peter Lindbergh selbst zählt zu den bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Seine Werke findet man seit Jahrzehnten in allen wichtigen Modezeitschriften. Er hat schon für zahlreiche namhafte Modehäuser gearbeitet und seine Fotos sind aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken.

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Instagram ist Kunst!


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Das Belvedere Museum in Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Das namhafte Haus besitzt unter anderem die größte Sammlung des Ausnahme Künstlers Gustav Klimt. Eine wahre Ehre also, dass sich ein so geschichtsträchtiges Haus dieser Tage einem Phänomen widmet, welches so neu, so viel weniger glanzvoll und trotzdem ein nicht wegzudenkender Faktor der gegenwärtigen Fotografie Szene geworden ist.
Die Rede ist natürlich von Instagram.
Die Social Media Plattform hat wie nichts anderes zuvor die Liebe zur Fotografie in den Herzen so vieler Menschen entfacht. Ob nun ein Großteil der über 95 Millionen Fotos, die täglich hochgeladen werden, gut oder gar künstlerisch wertvoll sind, darüber lässt sich natürlich streiten. Fakt ist jedoch, dass das Phänomen Instagram inzwischen Einzug in die Sphären der anerkannten Kunst gehalten hat. Das beweist auch die Ausstellung im Belvedere Museum. Im Zuge des „Eyes On – Monat der Fotografie Wien“ wird die Ausstellung „Instagram Now“ das Phänomen Instagram näher betrachten und versucht dem Wandel, zu dem es dadurch in der Fotografie gekommen ist, nachzugehen.

Für mich, als Instagram Fan, natürlich ein Pflichttermin.
Die Ausstellung findet vom 20. Oktober bis zum 30. November 2016 im Spitzhof des Unteren Belvedere in Wien statt und der Eintritt ist kostenlos.

 

Ausstellungstipp – „Inspiration Fotografie – von Makart bis Klimt“


An alle Wiener/innen und Wienliebhaber/innen unter euch – im wunderschönen Schloss Belvedere in der österreichischen Bundeshauptstadt findet im Moment die Ausstellung „Inspiration Fotografie – von Makart bis Klimt“ statt. Die Eröffnung fand am 17. Juni statt, am 30. Oktober 2016 wird der letzte Tag der Ausstellung sein, die in der Orangerie im Unteren Belvedere stattfindet.

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Event: Rencontres d’ Arles Award


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Hallo ihr Lieben,

letzte Woche habt ihr von mir als Lesestoff Dronestagram bekommen. Eigentlich wollte ich in diesem Blogeintrag näher auf die Drohnenfotografie eingehen. Es handelt sich dabei um ein sehr interessantes und vielseitiges, modernes Metier der Fotografie, auch in rechtlicher Hinsicht und wartet mit vielen unbekannten Aspekten auf. Dann kam mir beim Stöbern im Internet aber etwas anderes unter, weshalb ihr euch und ich mich mit dem Drohnenfotografie-Artikel noch ein bisschen gedulden müssen. Da im Moment ja der perfekte Zeitpunkt ist, um eine Reise zu machen, habe ich hier nämlich für alle noch Planlosen und kurzentschlossenen Reisevögel unter euch einen ganz besonderen Tipp:  Arles.

In Arles, Frankreich, findet seit dem 4. Juli bis zum 25. September ein etwas anderes Fotofestival statt, das zu den wichtigsten der Welt gehört – „Les Rencontres de la Photographie d’Arles“. Schon mit seinen bunten, sommerlichen, skurril angehauchten und auf den Kopf stehenden Fotografien auf den Plakaten weckt es die Neugierde und die Lust, hinzufahren, um es selbst entdecken zu können. Langeweile und eingestaubte Ausstellungen sucht man hier vergeblich, obwohl es das Festival bereits seit dem Jahr 1969 gibt. Den Höhepunkt der Festivalwochen bildet der „Rencontres d’ Arles Award“.

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Volte-Face – Oliver Curtis fotografiert gegen den Strom


Berühmte Monumente und touristische Attraktionen können noch so verschieden sein, eines haben sie alle gemeinsam: Sie ziehen in ihrem Umkreis jegliche Aufmerksamkeit auf sich.
Eine Folge dessen sind die zahllosen Fotos, die es von solchen Attraktionen gibt. Menschenmassen, bewaffnet mit ihren Kameras, Smartphones und Selfie-Sticks drängen sich rund um die Attraktionen, um ja ein Erinnerungsfoto davon schießen zu können. Ein Bild ,das es bereits tausendfach gibt.

Nicht so Oliver Curtis. Dieser steht zwar auch vor genau diesen Monumenten, seine Linse aber ist in die entgegengesetzte Richtung gerichtet.

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Freiheitsstatue, New York, USA

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Taj Mahal, Indien

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