Kurz vor dem Gewitter


Objektivtest_juli17#-3

Wenn es heiß ist, kann ich der Verlockung selten widerstehen, einfach auf meine Kamera zu verzichten, der flirrenden Stadt zu entfliehen und mit dem Rad zum Fluss zu fahren, um baden zu gehen. Unbeschwerte Sommernachmittage mit Freunden sind doch das Schönste…

Umso besser fühlt es sich dann an, nach ein paar drückend heißen Tagen die Kühle des heranziehenden Gewitters zu spüren. Der wolkenbedeckte Himmel legt sich über das Sommerblau und die Sonne und funktioniert als perfekte Softbox mit Hintergrundgestaltung. Ein prädestinierter Tag also, um wieder einmal mit der Kamera loszuziehen. Und weil die Tage am Fluss so schön waren, ließ ich mir die Location auch an diesem Tag nicht nehmen. Die Schwimmtasche war also schnell gegen die Kameratasche ausgetauscht, in der sich mehrere Objektive befanden. Ausgewählt für diesen Ausflug habe ich allerdings das SIGMA 35mm f/1.4 DG HSM, meinen gläsernen Liebling – ihr wisst es ja.

Die Umgebung bot mir wunderbare Motive – Seerosen, Jungschwäne, die in kleinen Grüppchen vergnügt am Ufer plantschten, die Weite der Wasserlandschaft oder kleine bunte Blumen. Dabei konnte ich auch in Ruhe wieder einmal die Grenzen des Objektivs ausloten. Ich versuchte verschiedene Aufnahmen mit unterschiedlichen Blenden. Ich probierte auch, die Schärfe auf bestimmte Punkte zu legen und das Foto dadurch individuell zu gestalten.

Für die weiten Aufnahmen entschied ich mich für eine Blende, die weiter geschlossen war, um eine große Schärfeebene zu erzeugen. Bei den sich schnell bewegenden Jungvögeln galt es, auch eine geringe Verschlusszeit auszuwählen, um der Bewegungsunschärfe zu entgehen. Dabei versuchte ich, mit den am Ufer wachsenden Gräsern als Bokeh und Bildumrandung zu spielen. Die Aufnahme mit der violetten Blume wurde wiederum mit einer sehr offenen Blende gemacht, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen und die leuchtende Farbe der Blüte durch gestochene Schärfe noch mehr in den Fokus zu stellen.

Als es anfing zu regnen, musste ich mich beeilen, um schnell wieder nachhause zu kommen, also trat ich ordentlich in die Pedale. Der Ausflug war entspannend und schön. Und vor allem mag ich die kleinen Spielereien an meinen Objektiven, weil ich sie dadurch immer besser kennenlerne und schnell und sicher mit ihnen hantieren kann, wenn ich on Point sein muss. Es lohnt sich also, die Außenwelt der Wohnung vorzuziehen – selbst wenn es regnet. Denn Übung macht den Meister! Viel Spaß!

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