Chris de Bode – LensCulture Portrait Foto Award Gewinner


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Foto: Chris de Bode

Was macht ein gutes Portraitfoto aus? Für mich ist Portraitfotografie schwierig und spannend zugleich. Schwierig vor allem, weil die eigene Arbeit  dabei enorm von einem anderen Menschen abhängt und die Harmonie zwischen dem Fotografen und der portraitierten Person der entscheidende Punkt ist. Man kann die Technik noch so gut beherrschen, die beste Ausrüstung zur Verfügung haben und trotzdem am Ende erfolglos bleiben, weil es zwischen dem Fotografen und dem Modell einfach nicht klappt.
Spannend eigentlich aus so ziemlich denselben Gründen! 😉 Aber darüber hinaus fasziniert mich, wie sehr die Stimmung beim Shooting und das Befinden des Modells das Endergebnis beeinflussen kann, wie unglaublich viele unterschiedliche Facetten jedes Modell hat und wie persönlich ein Portraitshooting sein kann.

Ein wirklich gutes Portraitshooting ist für mich eines, bei dem ich das Gefühl habe, den Menschen, den ich fotografiere, durch und mit meiner Kamera kennen zu lernen, Emotionen zu spüren und am Ende den Charakter und das Besondere eines Menschen auf Bild festhalten zu können.

Seit vier Jahren ruft LensCulture jährlich zum LensCulture Portrait Award auf, um die besten und interessantesten Portraits aus aller Welt zu finden und zu küren.
Eine internationale Jury wählt aus allen eingesandten Fotos sechs Gewinner, acht Juroren-Favoriten und 25 Finalisten, die sich über Preise und vor allem über ein millionenfaches Publikum freuen dürfen.

Der diesjährige Gewinner in der Kategorie „Single Image“ ist kein Unbekannter. Ich selbst bin schon jahrelang Fan dieses Fotografen und verfolge mit Begeisterung  seine Arbeit  auf Instagram.
Chris de Bode hat mit seinem Foto von Zacheria und Clara ein unglaublich berührendes Portrait geschaffen. Es entstand, als er in Mozambique war, um dort mit seinen Fotos die drastische Lage der Unterernährung zu dokumentieren. In seinem Statement zum Bild macht der Niederländer die Lage der kleinen Clara deutlich:

Zacheria und Clara. Ich bin nach Mosambik gereist, um Unterernährung zu dokumentieren. Zwei Wochen lang haben wir die zentrale Unterernährungsstation im Krankenhaus besucht. Dort begegnete ich Zacheria und seiner bezaubernden Tochter Clara, die an akuter Mangelernährung leidet. Sie macht eine sehr schwere Zeit durch. Als Folge ihrer Mangelernährung ist sie nicht nur sehr krank, sie hat sich auch ihre Hüfte gebrochen. Die beiden leben nicht in der Nähe des Krankenhauses. Zacheria bleibt die ganze Zeit bei Clara. Sie verbringen jede Minute zusammen. Es ist unglaublich schön, diese Liebe zwischen Vater und Tochter mitanzusehen.“ © Chris de Bode. 1. Platz, Singles, LensCulture Portrait Award 2017.

Ich kann die Entscheidung der Jury zu 100% nachvollziehen. Auch für mich ist dieses Portrait ein Meisterwerk und schafft genau das, worauf es mir persönlich bei Portraitfotos ankommt: Es vermittelt Emotionen.

Wie steht ihr zur Portraitfotografie? Habt ihr euch selbst schon darin versucht und wenn ja, was fasziniert euch daran?

  1. Krasses ausdrucksstarkes Foto!

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