Die Macht der Bilder


Fotos können ein mächtiges Instrument sein. Sowohl negativ gesehen als auch positiv. Fotos zeigen einem die Wirklichkeit, so, wie sie passiert ist, objektiv und glaubhaft. Das war zumindest lange Zeit die Meinung der Mehrheit der Menschen.

Heutzutage ist man, was Fotos und auch Videos angeht, schon skeptischer. Man weiß, dass Könner mit Photoshop und Co. so ziemlich alles an einem Bild manipulieren und damit auch instrumentalisieren können, und man ist sich bewusst, dass Bilder heute durchaus auch gezielt für bestimmte Zwecke instrumentalisiert werden.

Fotos können aber auch Positives bewirken. Menschen zum Nachdenken anregen, inspirieren und erfreuen. Sie können außerdem gesellschaftliche Umbrüche, Reformen und Revolutionen bewirken.

Einer, der mit seinen Bildern die Situation vieler Menschen ins Positive verändert hat, war Jacob Riis.

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Dieser migrierte 1870 von Dänemark nach New York City. Wie so viele andere Menschen zu dieser Zeit kam er mit der Hoffnung auf ein besseres Leben an. Die Realität holte ihn jedoch schnell ein. New York war eine Stadt voller Menschen, die in Armut lebten, die Slums gingen förmlich über, und Krankheiten und Hunger waren überall deutlich zu sehen.

Ab 1973 arbeitete er als Journalist bei mehreren Zeitungen und wurde schließlich als Polizeireporter engagiert. Durch seine Arbeit begann er, die Armut und die tragischen Schicksale der Bevölkerung in den New Yorker Slums noch intensiver wahrzunehmen. Er entschloss sich, diese auf Bild festzuhalten, um der Welt zu zeigen, was ein Leben in New York für viele seiner Einwohner wirklich bedeutete.
Seine Fotos veröffentlichte er schließlich in einem Buch mit dem Titel „How the Other Half Lives: Studies Among the Tenements of New York“.
Mit seinen Fotos öffnete er vielen Menschen die Augen und seinem Fotobuch wird heute von vielen Seiten eine Schlüsselposition in der Verbesserung der Lebenssituation in den New Yorker Slums zugesagt und es gilt als Anstoß für schulische Reformen.

Seine Bilder haben bei mir Gänsehaut verursacht. Die Menschen auf den Fotos wirken oft überrascht. Sie scheinen in ihrem Alltag fotografiert worden zu sein, so wie er wirklich war. Nichts wirkt nachgestellt oder dramatisiert. Man realisiert die Not, kann nicht wegschauen und sieht die Notwendigkeit zur Veränderung.
Genau das macht sie so wertvoll und Menschen wie Jacob Riis meiner Meinung nach auch zu einer Art Helden.

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Jacob Riis himself

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