Ein Nachtspaziergang mit dem SIGMA 24-105mm F4 DG OS HSM | Art


Wie vielleicht einige von euch schon mitbekommen haben, gehöre ich zu den Menschen, bei denen Fernweh zum ganz normalen Gefühlschaos gehört. So gut wie zu jeder Tages- und Nachtzeit würde ich am liebsten ins nächste Flugzeug steigen und neue Welten erkunden. Das Ziel ist dabei gar nicht so wichtig – Hauptsache weg.

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Mit dieser Einstellung habe ich auch vor einigen Wochen meinen Flug nach China erstanden. Von Peking aus ging es mit dem Nachtzug nach Guilin und von dort mit dem Boot in die kleine Stadt Yang Shou. Nach einigen Tagen auf dem Moped durch die chinesische Provinz und Touren mit dem Floß durch atemberaubende Landschaften war es an der Zeit, wieder weiterzureisen. Mit dem Bus ging es nach Hongkong.

Nach zahlreichen Grenzkontrollen fand ich mich in einer Stadt der Superlative wieder. Eine Metropole wie diese habe ich noch nie zuvor gesehen. Mit ihren sieben Millionen Einwohnern ist sie zwar nicht die größte Stadt, in der ich je war – Städte wie Istanbul oder Ho-Chi-Minh-Stadt sind deutlich bevölkerungsreicher – aber auf jeden Fall die am meisten beeindruckende. Der Blick auf die Skyline von Hongkong war einer der Momente, bei denen einem einfach der Atem weg bleibt. Die unzähligen Wolkenkratzer, die sich auf der anderen Seite des Meers auftürmen, die bunten Spiegelungen der Lichter und der dramatische Nachthimmel.

Als ich mich nach dem unglaublichen Anblick wieder halbwegs gefangen hatte und wieder an meine Lieblingsbeschäftigung,  ans Fotografieren, denken konnte, musste ich feststellen, dass ich mein Stativ nicht dabeihatte. Ich musste also versuchen, mit meiner Canon EOS 5D Mark III und meinen treuen Reisebegleiter, dem SIGMA 24-105mm F4 DG OS HSM | Art, die Szene einzufangen. Ich musste natürlich ziemlich den ISO-Wert meiner Kamera anheben, um die Lichtempfindlichkeit zu verändern. Ich habe mich dazu entschlossen, die Blende komplett zu öffnen, um möglichst viel Licht einzufangen. In der Dunkelheit ist es besonders wichtig, die Verschlusszeit gut im Auge zu behalten. Man sollte wissen, bis zu welcher Zeit man das Foto halten kann, ohne es zu verwackeln. Als Faustregel kann man sich merken, dass man für ein 50mm Objektiv mindestens 1/50sec braucht, für ein 70mm Objektiv mindestens 1/70sec, und für ein Teleobjektiv mit 200mm sollte mindestens 1/200sec eingestellt sein, um aus der Hand zu fotografieren. Ein weiterer Tipp, wenn man in der Nacht ohne Stativ fotografieren will, ist die Kamera aufzulegen. Geländer, der Boden, eine Hausmauer können ein wahres Wundermittel sein und dabei helfen, die Kamera ruhiger zu halten. Ich habe meine Fotos mit ISO Werten um die 3200 geschossen, die Blende auf 4 geöffnet, und die Verschlusszeiten variierten von 1/45 bis 1/90. Zur Hilfe habe ich die Kamera und meine Arme auf verschiedene Geländer aufgelegt.

Ein Vorteil an dem Objektiv ist, dass es einen Bildstabilisator hat. Dieser kann ungefähr ein bis zwei Blenden ausgleichen, was einem besonders bei schlechten Lichtbedingungen wie dieser eine große Hilfe sein kann.

Der Fokus, der bei Normalbedingungen einwandfrei funktioniert, hatte in der Dunkelheit seine Probleme. Öfter musste ich manuell fokussieren, da das Scharfstellen nur sehr langsam funktioniert hat, aber ich finde, darüber kann man hinwegsehen.

Selbst in dieser schwierigen Lichtsituation und ohne das entsprechende Equipment (Stativ oder sehr lichtstarke Festbrennweitenoptik) bin ich sehr zufrieden mit meinem SIGMA 24-105mm F4 DG OS HSM | Art.

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