Pieter Hugo


4

Das Leben eines anderen Menschen ist für einen Außenstehenden ein Mysterium.
Von außen betrachtet kann man sich zwar ausmalen wie das Leben eines anderen Menschen aussieht, die Oberfläche dieses Lebens lässt sich vielleicht sogar noch relativ gut erahnen, durch Gespräche manchmal, oft aber beruhen diese Vorstellungen auch einfach auf Beobachtungen die wir aus der Ferne machen, oder in den Sozialen Medien. Obwohl der Mensch in den letzten Jahren immer transparenter zu werden scheint, ein Mysterium bleibt er trotzdem. Vor allem wenn es sich zusätzlich um Menschen anderer Kulturen handelt, oder Menschen die am sogenannten Rande der Gesellschaft leben.

Der auf Portraitfotografie spezialisierte südafrikanische Fotograf Pieter Hugo, setzt sich in seinen Arbeiten genau mit diesem Thema auseinander. Gerade in seinem Heimatland Südafrika gab und gibt es immer noch eine stark wahrzunehmende Trennung der Bevölkerung hinsichtlich Hautfarbe, ökonomischen Status und Herkunft.
Pieter, der auch die Zeit der Apartheid noch miterlebt hat, ist sich dem Konflikt zwischen Tradition und Moderne, zwischen Arm und Reich in Südafrika bewusst und versucht diese Seiten seines Landes in seinen Portraits einzufangen. Dabei geht es nicht immer um Hautfarbe, wie er häufig in Interviews betonte. Das Ende der Apartheid hat auch eine breite Gesellschaftsschicht von weißen Armen hervorgebracht, die für viele so gar nicht in das Bild das die Welt von Südafrika hat passt.

Er selbst meint, dass ein Großteil seiner Arbeiten Machtstrukturen dokumentiert. Pieter Hugo, der schon seit seiner Fotostrecke über die Hyänenmänner in Nigeria „The Hyena & Other Men“ von vielen als Superstar der Fotografie gefeiert wird, hat aber nicht nur Fans. Kritikern fehlt es in seinen Bildern an Tiefe und viele werfen ihm vor, dass er einen kolonialen Blick auf Afrika in seinen Portraits rekonstruiert.

Was meint ihr? Seid ihr der Meinung, dass Pieter Hugo mit Recht als Superstar unter den Fotografen gefeiert wird? Oder schließt ihr euch der Meinung an, dass es seinen Fotos an Tiefgründigkeit und Mehrwert fehlt?

Bis 20. Juli 2017 ist der Arbeit des Fotografen die Ausstellung „Between the Devil and the Deep Blue Sea“ in Wolfsburg gewidmet. Wer die Möglichkeit hat, die Ausstellung zu besuchen, sollte das auf jeden Fall tun.

1

Pieter Hugo/ This Must Be the Place

3

Fotografie/ Pieter Hugo: 1994

Fotografie/ Pieter Hugo: 1994

Fotografie/ Pieter Hugo: 1994

Fotos Pieter Hugo

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s