Eventtipp: Watched! Surveillance Art & Photography


2

Überwachung, Big Data und der gläserne Mensch – das alles sind Schlagworte, die in den letzten Jahren sehr häufig in den Medien auftauchen.
Oftmals werden diese dann von Artikeln über Facebook, Google und Co. begleitet, die jeden unserer Schritte beobachten, sammeln um die bestmöglich gewinnbringend zu monetisieren. Auch Namen wie NSA und Edward Snowden sind den meisten von uns ein Begriff und hinterlassen ein nicht unbedingt gutes Gefühl in der Magengrube.


Aber das Thema Überwachung ist heutzutage differenziert zu betrachten, denn wenn wir uns ehrlich sind, ist es heute fast normal, dass wir, oder viele von uns, ständig alles dokumentieren, was in unserem Leben passiert. Wir nutzen Apps, um unsere Laufstrecken oder unsere körperliche Fitness zu dokumentieren und kontrollieren, wir posten in den Sozialen Medien, was wir essen, wen wir treffen, wie wir uns fühlen, wo wir uns befinden, was wir uns erträumen. Überwachung wird oft mit etwas gleichgesetzt, das von oben, vom Staat oder von an unseren Daten interessierten Konzernen kommt. Vergessen wird dabei oft, dass es zum Habitus geworden ist, sich beobachtbar zu machen.

1.jpg

Das C/O Berlin widmet sich in Kooperation mit der Hasselblad Foundation und dem Mitwirken von über 20 internationalen Künstlern dem Thema Überwachung in Kunst und Fotografie, der Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit des Einzelnen und des Beobachtens bzw. Beobachtet Werdens. Die Fotoausstellung Watched! Surveillance Art & Photography findet noch bis 23. April 2017 im C/O Berlin statt und rückt meiner Meinung nach ein Thema ins Rampenlicht, welches von vielen Personen bei weitem nicht kritisch genug betrachtet wird.
Besonders interessant sind für mich dabei die unterschiedlichen Zugänge und die Perspektiven der Künstler sowie auch die unterschiedlichen Techniken und Hilfsmittel, denen sich die Künstler bedient haben. Einige arbeiteten zum Beispiel mit Techniken der Gesichtserkennung oder Google Street View.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, auf einen Sprung in Berlin vorbeizukommen, lasst euch die Ausstellung nicht entgehen.

Wo: C/O Berlin

Wann: 18. Februar bis 23. April 2017 , täglich von 11 bis 20 Uhr

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s