Zarte Frühlingsboten


Die ersten warmen Sonnenstrahlen, die ersten bunten Farbtupfer in der noch braunen Rasenfläche im Park, das erste Mal Lust auf ein Eis, den ersten Kaffee draußen sitzend genießend am Markt – der Frühling kommt.

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Und es gibt keine schönere Zeit im Jahr, um mit der Kamera mit den winzigen, zarten, ersten Blüten auf den Bäumen und am Boden zu spielen. Besonders geeignet dazu ist natürlich ein Objektiv mit besonders großer Offenblende. In meinem Fall hatte ich – ihr ahnt es bereits – mein Goldstück dabei, das SIGMA Art 35mm f/1.4 DG HSM.

Noch gab es nicht sehr viel zu entdecken im städtischen Park, der farblich gesehen noch nicht aus seiner Winterruhe erwacht zu sein schien. Wenn man sich jedoch genauer umsah, konnte man sich bereits an den ersten grünen Knospen und den ersten Blüten auf den knorrigen, braunen Bäumen erfreuen.

Mit der Offenblende zu fotografieren und möglichst nahe an ausgewählte Motive heranzugehen, bedeutet natürlich auch, dass die Schärfeebene äußerst gering ist. Eine große Unschärfe auf einem Foto zu haben, wenn auch gewollt, führt oft dazu, dass schöne oder wichtige Details verloren gehen. Im Frühling allerdings unterstreicht es gerade dieses zarte Heranwachsen der Pflanzen zu ihrer vollen Blütenpracht, wenn ringsherum die noch vorherrschende Leere nur durch ein schönes Bokeh angedeutet ist. Probiert es doch einmal aus – das Spielen mit den Motiven macht gerade jetzt unglaublich viel Spaß. Beim SIGMA Art 35mm f/1.4 liegt die Naheinstellgrenze übrigens bei 30cm. Dadurch kann man schon eine große fotografische Nähe zu seinen Motiven herstellen, wenn man noch kein Makro-Objektiv benutzen möchte.

Am Boden hatten sich außerdem die ersten Krokusse ihren Weg ans Licht gebahnt. Und auch sonst war auf einmal wieder viel mehr Leben im Park. Die warmen Nachmittagssonnenstrahlen luden manche Menschen zum kurzen Verweilen auf den Bänken ein. Kindern fiel es ohne Winterkleidung wieder viel einfacher, sich beim großen Teich an die sich ausruhenden Enten anzupirschen, während die Tauben auf der ausgelassenen Jagd nach Essensresten der Parkbesucher waren.

Das Schönste an diesem wunderbaren Spaziergang in der Sonne war, dass mir nicht einmal zu kalt war, als ich mich wieder auf dem Weg zur U-Bahn machte und ich selbst nach der langen Fototour noch meine Finger fühlen konnte, die diesmal nicht mehr an der Kamera fest geeist zu sein schienen.

Ich wünsche euch sonnige erste Frühlingstage, genießt sie!

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