Lu Guang


Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber mir ist aufgefallen, dass ich mich, was Fotografie und vor allem auch fotografische Inspiration angeht, recht oft nur im Westen der Welt umsehe. Ich verbringe viel Zeit in den Sozialen Netzwerken und vor allem auch in Foto-Magazinen damit, nach außergewöhnlichen Fotografen, Trends oder Neuheiten zu suchen. Und vor kurzem wurde mir bewusst, dass ich dabei meist nur auf Inspirationen aus den USA, aus Europa, vielleicht ab und zu auch aus Südamerika stoße, aber mich nur sehr selten mit der asiatischen oder der afrikanischen Welt der Fotografie befasse. Den Blick öfter weiter schweifen lassen, habe ich mir jetzt vorgenommen. Und ich fange heute gleich damit an und stelle euch einen der meist gefeierten Fotografen Chinas vor: Lu Guang.

Pollution in China

Die Person La Guang ist – wenn man bedenkt, wie preisgekrönt und angesehen seine Arbeit mittlerweile ist – immer noch ein Mysterium. Man weiß nicht viel über den Fotografen und er hat weder eine eigene Website für seine Fotos, noch ist er auf einer der neuen Fotoplattformen vertreten. Seine Bilder aber sind weltbekannt. Lu Guang widmet sich in seinen Projekten den wesentlichen gesellschaftlichen, gesundheitlichen und Umwelt bezogenen Fragen im heutigen China. Seine Bilder zeigen durch harte und gesundheitsgefährdende Arbeit gezeichnete Kohlearbeiter, das Leben von Dorfbewohnern in der Provinz Henan, welche auch als „AIDS Dörfer“ bezeichnet werden, wie sich der Bau der Qinghai-Tibet-Eisenbahn auf die Umwelt auswirkt, und vieles mehr.

Die Fotos des ehemaligen Seidenfabrik-Arbeiters sind mittlerweile mehrfach ausgezeichnet worden. So gewann er zum Beispiel 2004 den World Press Photo Award für seine Arbeit über die Provinz Henan. Er erhielt 2008 den Henri Nannen Preis für Fotojournalismus und 2013 den Prince Claus Award. Zudem wurden ihm vom National Geographic und vom W. Eugene Smith Institut jeweils Fördergelder in Höhe von mehreren tausend US-Dollar für seine Projekte gewährt.

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Pollution in China

Pollution in China

Pollution in China

Fotos: Lu Guang

  1. „…Die Person La Guang ist – wenn man bedenkt, wie preisgekrönt und angesehen seine Arbeit mittlerweile ist – immer noch ein Mysterium. Man weiß nicht viel über den Fotografen und er hat weder eine eigene Website für seine Fotos, noch ist er auf einer der neuen Fotoplattformen vertreten…“

    Nachvollziehbar, denn er zeigt die andere Seite des Wirtschaftswunders, welche die Regierung nur höchst ungern in die Öffentlichkeit gezerrt sehen möchte. Das kann in China durchaus auch in einem mysteriösen, nicht ganz freiwilligen Verschwinden enden. Der Mann ist also einfach nur vorsichtig …

    Antwort

    1. hm, da hast du leider wahrscheinlich recht!

      Antwort

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