Konsta Punkka – der finnische Tierflüsterer


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Foto: Konsta Punkka

Konsta Punkka. Für unseren Ort ein ungewöhnlicher Name, der einem ungewöhnlichen 21-jährigen Finnen gehört. In Zeitschriften und Magazinen, sowie in diversen Artikeln und Blogs im Internet wird er seit ein paar Monaten als Tierflüsterer mit Kamera und Naturfotograf, der den Tieren in die Seele blickt, bejubelt. Sein Instagram-Account unterstreicht den Erfolg der subtilen Emotionalität, die Konstas Fotos von den Tieren aufweisen. Dieser weist im Moment nämlich 940.000 Follower auf – Tendenz steigend.

Auf Konsta aufmerksam geworden war ich durch einen herzigen Artikel in der Neon in der Januarausgabe 01/2017. Darin sucht der Autor des Beitrags die Hilfe des Finnen, um einen neuen, ständig wiederkehrenden Besucher auf seinem Fensterbrett, ein Eichhörnchen, zu zähmen. Zähmen in diesem Kontext bedeutet, dass er das Vertrauen des freiheitsliebenden Tiers gewinnen wollte, sodass dieses sich auch über die Grenze der Fensterbank in die Wohnung trauen würde. An wilde Tiere nahe heranzukommen und sie zu Freunden zu machen ist eine der speziellen Eigenschaften des jungen Finnen. Aus diesem Grund gelingen ihm seine starken und besonderen Fotos von Waldbewohnern, wie zum Beispiel eben Eichhörnchen, aber auch von Vögeln, Wild, Füchsen und sogar Bären, an die er sich nahe herantastet. Dabei investiert er viel Zeit, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie oft über Tage hinweg auf ihren Wegen zu begleiten. Auch im Fall des Neon-Redakteurs gelang ihm ein kleiner Durchbruch. Dessen kleiner Fensterbankbewohner wagte sich nämlich nach Konstas Besuch sogar in die Wohnung. Damit die Tiere ihre Angst vor ihm verlieren, hat er bestimmte Techniken entwickelt, unter anderem eine bestimmte Art von Flüstern. Aber auch die Ausstrahlung von tiefer Ruhe und dem Respekt, mit dem er sich den wilden und scheuen Geschöpfen nähert, helfen ihm bei seinen Unterfangen.

Eigentlich wollte Konsta Musiker werden. Im Teenager-Alter ließ er jedoch von seinem Traum ab und begann sich nicht nur für Wildlife-Fotografie zu interessieren, sondern investierte auch viel Mühe und Zeit darin, sich diesem Spektrum anzunähern. Er begann mit seinen Entdeckungen direkt vor seiner Haustüre, in der ihm schon seit Jahren bekannten Gegend, und weitete seine Locations in größere Gegenden Finnlands und Norwegens aus. Hier verbrachte er Stunden und kehrte immer wieder an bestimmte Stellen im Wald zurück, damit sich die Tiere, wie zum Beispiel Füchse, an ihn gewöhnen konnten und sich bei seinem Erscheinen nicht mehr versteckten.

Konsta macht Mut und inspiriert. Er ist Autodidakt im Bereich der Fotografie. Als er sich dafür zu interessieren begann, las er sehr viel im Internet und in Büchern nach und suchte nach Tipps und Tricks. Aber am meisten brachte es ihm, so erzählt er, beim Fotografieren selbst zu lernen.

Den angehenden und passionierten Wildlife-Fotografen rät er, jeden Tag hinaus zu gehen, alles zu probieren und dabei zu erfahren, was möglich ist und was nicht.

Seine wichtigste Botschaft allerdings ist Geduld, die, wie er behauptet, der Schlüssel zum Erfolg ist. Er sagt, Geduld brauche man vor allem, aber nicht nur am Anfang sondern insbesondere auch in frustrierenden Situationen oder Perioden wie etwa im Winter.

Seine Fotos kann man auf seinem Instagram-Account oder auch auf Facebook ansehen – versprochen, es lohnt sich! Viel Spaß beim Stöbern und Staunen und Schauen!

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Foto: Konsta Punkka

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Foto: Konsta Punkka

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Foto: Konsta Punkka

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Foto: Konsta Punkka

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  1. Vielen Dank für diesen schönen Bericht !!

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