Szymon Barylski – Fleeing Death


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Der Krieg in Syrien ist ein sehr aktuelles Thema und das seit mehr als fünf Jahren. Trotzdem wird oft nicht wirklich hingesehen und das wahre Ausmaß dieser Tragödie ist vielen Menschen, vor allem jenen in der westlichen Welt, nicht bewusst. Einer, der dem entgegen wirken will, ist Szymon Barylski.

Seine Bilder zeigen Hunger, Erschöpfung, Leid und Verzweiflung. Für seine Projekte reist er dorthin, wo Menschen, die fast alles verloren haben, gezwungen sind zu sein. Einer dieser Orte ist das Flüchtlingscamp Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Mit seiner Kamera sieht er genauer hin als die meisten anderen Menschen, er zoomt auf das, was oft als „Flüchtlingsproblem“ abgetan wird, und zeigt die Personen hinter dem Wort „Flüchtling“.
Menschen, die unsagbar Schlimmes erlebt, die aber überlebt haben und jetzt immer noch um ihr Leben kämpfen. Es sind Tausende von ihnen und sie alle haben das gleiche Ziel: Sicherheit. Sicherheit bedeutet für die meisten dieser Menschen das Ankommen in einem der von ihnen ersehnten Länder Europas, denn dort, wo sie herkommen, ist der Krieg noch lange nicht zu Ende und der Gedanke an eine baldige Rückkehr hoffnungslos.
Zum ersten Mal in Berührung mit dem Thema „Flüchtlingskrise“ kam Szymon Barylski genauso wie die meisten von uns: Er sah sich die Nachrichten an. Dabei realisierte er, dass dieser Krieg und dieses Leid etwas sind, das die gesamte Welt angeht.
Im Gegenteil zu vielen Menschen aber entschloss er sich, aktiv zu werden, und reiste vor Ort, um mit seinen Fotos etwas zu bewegen und vor allem um die Geschichten dieser Menschen in Not zu erzählen, ihnen ihre Menschlichkeit zurückzugeben und sie nicht bloß als den „Flüchtlingsstrom“ zu zeigen.
Szymon hat es sich zum Ziel gemacht, mit seinen Fotos auf soziale, ökonomische und politische Missstände aufmerksam zu machen und hofft darauf, dass Menschen, die seine Bilder sehen, sich daran beteiligen werden, diese Missstände zu bekämpfen.
Sein Projekt „Fleeing death“ ist nicht das erste, das ihn mit Leid, Tod und Armut in Kontakt gebracht hat. Er reiste auch nach Inquitos-Belen, in eine der ärmsten Regionen Perus. Dort leben abertausende Menschen in einem Gebiet, welches die Hälfte des Jahres überflutet und quasi nicht bewohnbar ist. Enorme Armut, Krankheiten und Kriminalität beherrschen das Leben dieser Menschen. Auch von ihrer Existenz und ihrem Leid wird nicht viel berichtet und diese Realität ist daher dem Großteil der Welt unbekannt.
Mehr über seine Projekte und seine Fotos könnt ihr euch auf der Website des Fotogafen ansehen.

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Fotos: Szymon Barylski

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