Wenn die Eiskristalle tanzen


„Driving home for Christmas“. Jedes Jahr wieder, wenn ich im Dezember dieses Lied im Radio höre, freue ich mich unglaublich auf Weihnachten, die Zeit des Jahres, an der ich ohne Stress nachhause zu meiner Familie fahren kann und für jeden genug Zeit finde.

Zum leuchtenden Christbaum und dem Duft nach Keksen, Weihrauch und Zimt und den lustigen, wohlig langweiligen und einfach schönen Nachmittagen im elterlichen Wohnzimmer kommt für mich auch immer die Lust auf die Stille der Natur zu den Freuden des Zuhause-Seins hinzu. Also habe ich in den letzten Tagen viele ausgedehnte Spaziergänge in den Wald und durch den weihnachtlichen Ort gemacht.

Die wunderbar verschneiten Wiesen und Bäume musste ich, wie ihr alle wahrscheinlich, vergeblich suchen.

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Dafür habe ich in der Nähe eines kleinen Bachs Blätter und verdorrte Blüten gefunden, auf denen die Eiskristalle zu tanzen schienen. Vor allem früh morgens bot der eisige Hang ein wunderschönes, glitzerndes Naturspektakel.

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Schön fand ich auch das durchscheinende saftige Grün, das sich durch das Eis seine nötige Portion Frische zu holen schien.

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Was am Morgen in den Bergen noch hinzukommt, ist der Nebel, der sich, egal zu welcher Jahreszeit vor Sonnenaufgang noch über die Täler legt und mit den ersten Sonnenstrahlen wieder verschwindet. Einmal hatte ich besonders Glück – geplant hatte ich es nicht, aber ich bin sehr, sehr früh aufgewacht und wollte die Chance nicht verstreichen lassen, um ein paar Fotos von der Stimmung zu machen. Ich hatte leider aufgrund des vielen Gepäcks auf der Reise auf das Mitnehmen meines Stativs verzichtet, was ich in diesem Fall sehr bereute, da ich auf Holzpflöcke und Zäune angewiesen war, um die Kamera darauf ruhig platzieren zu können. Diese Hilfsmittel konnte ich allerdings nicht beliebig verrücken, also musste ich zum einen viele Verrenkungen meinerseits in Kauf nehmen, andererseits konnte ich nicht aus jeder Perspektive fotografieren, die ich gerne probiert hätte.

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Abends bin ich außerdem einmal auf eine Aussichtsplattform auf den Bergen gekommen, die direkt über der Stadt liegt. Das kleine Lichtermeer unter mir fasziniert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

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Und um euch nicht vorzuenthalten, wer mein treuer gläserner Begleiter war – dreimal dürft ihr raten. Das Objektiv zählt, obwohl ich im letzten Jahr so viel damit gearbeitet und ihr schon viel darüber lesen konntet, immer noch zu meinen Lieblingen.

Richtig! Ich hatte das SIGMA Art 35mm f/1.4 DG HSM dabei. Trotz der eingeschränkten Brennweite, die es bei Naturfotografien bietet, kann ich mir einen Fotoausflug ohne fast nicht vorstellen. Denn es besticht jedes Mal wieder durch seine enorme Lichtstärke, durch die brillante Schärfe, durch das wunderschöne Bokeh und die unglaublich tolle Tiefenunschärfe…

Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtstage und startet gut ins neue Jahr!

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