Zwischen Schönheit und Verfall – Verlassene Orte, fotografiert von Niki Feijen


Es hat etwas Mystisches und Faszinierendes darüber nachzudenken, was passiert, wenn der Mensch nicht mehr existiert. Der Mensch, der den Planeten Erde dominiert wie kein anderes Lebewesen und auch in einem Ausmaß Einfluss auf dessen Entwicklung und Erscheinungsbild übt, das seinesgleichen sucht.

Da der Mensch auf der Erde so präsent ist, ist es kaum vorstellbar, wie es nach uns aussehen wird, vielleicht sind die Bilder von Niki Feijen genau deshalb so fesselnd und atemberaubend.

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© Niki Feijen

Der Fotograf begibt sich regelmäßig auf Entdeckungstour, um vom Menschen verlassene Orte zu finden und  diese zu fotografieren. Von stillgelegten Jahrmärkten, Krankenhäusern oder Hotels bis hin zu ganzen Städten die „zurückgelassen“ wurden. Die Bilder hinterlassen beim Betrachter oft ein bedrückendes Gefühl, sie erinnern an Szenen aus Horrorfilmen oder auch daran, dass alles vergänglich ist, auch der Mensch und, dass auch ohne uns die Zeit weiter läuft und die Welt sich dreht.

Der Holländer Niki Feijan zählt sich selbst zu den sogenannten „Urban Explorern“ und hat sich darauf spezialisiert, historische, meist kurz vor dem Verfall stehende, verlassene Gebäude zu fotografieren. Er verdeutlicht dabei auch, wie schmal der Grat zwischen Schönheit und Zerstörung ist.  In ihrer Unberührtheit und ihrem Verfall haben diese Orte eine ganz besondere Aura, man könnte sie fast als poetisch beschreiben.

In einem Interview meinte der Fotograf einmal, dass ihn an den Verlassenen Gebäuden besonders auch die Tatsache fasziniert, dass die Natur sich die Orte Schritt für Schritt zurückholt, egal wie lange der Mensch diese Orte beherrscht hat; Pflanzen sprießen aus den Wänden und Bäume wachsen mitten in Gebäuden.

Im Jahr 2010 hat der Fotograf einen der verlassensten Orte der Welt besucht, die Sperrzone in Tschernobyl. Die Stadt wurde nach dem Atomunfall 1986 binnen weniger Stunden evakuiert. Auf den Bildern Feijens scheint es, als wäre die Zeit dort stehengeblieben.

Mehr dieser außergewöhnlichen und einzigartigen Fotografien, gibt es auf der Website des Fotografen und in seinen beiden veröffentlichten Büchern: „Disciple of Decay“ und „Frozen“.

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© Niki Feijen

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