Reuters setzt fortan auf OOC JPGs


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Wie Petapixel.com berichtet, hat Reuters seine In-House-Fotografen und Freelancer, die mit der Nachrichtenagentur zusammenarbeiten, gebeten, künftig nur noch out of camera JPGs an die Bildredaktion zu schicken. Als Bitte sollte man das aber nicht auffassen, denn es wird erwartet, dass sich Fotografen an die Richtlinien halten.

Wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur gegenüber Petapixel erklärte, wurden die Richtlinien aus zwei Gründen geändert. Auf der einen Seite möchte man gewehrleisten, dass Fotos so authentisch wie möglich sind, auf der anderen, sollen Fotos auf diese Weise Kunden und Partnern der Nachrichtenagentur schneller verfügbar gemacht werden.

Die Frage ist nur, ob das etwas bringen wird. Erst vor wenigen Tagen konnte man am Beispiel der News über den Kanadier Veerender Jubbal sehen, wie ernst viele Journalisten den Pressekodex nehmen. Der kanadische Sikh wurde nämlich fälschlicherweise als Terrorist dargestellt und mit den Anschlägen in Paris in Zusammenhang gebracht. Rufschädigung nur wegen eines stümperhaft gephotoshoppten Fotos. Tja, Recherchieren ist anstrengend, wie jede andere Arbeit auch, weswegen viele Möchtegernjournalisten einfach nur abschrieben und, ohne vorher die Infos überprüft zu haben, veröffentlichen. Und das traurige ist, dass man mittlerweile auch von „großen Zeitungen“ keinen Qualitätsjournalismus erwarten kann.

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4 Gedanken zu „Reuters setzt fortan auf OOC JPGs

  1. Hallo Lars,
    Du hast ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Es gibt bereits einige Fotowettbewerbe, wo auch NUR noch die JPEG-OOC (out of cam) verlangt werden. Denn Photoshop CC ist so stark geworden, dass man aus Nichts – Tolles machen kann.
    Die Frage für mich ist, welcher Hersteller von Digicam ist in der Lage, sehr sehr gute JPEG-OOC zu produzieren. Da fällt mir nur spontan Fuji ein. Die JPEG-OOC vom X-Trans Sensor sind schon Klasse. Und die anderen….. na ja…. so so la la…

    Da man aus den RAW-File etwas mehr heraus holen kann, wäre es an der Zeit, einen abgespeckten RAW-Converter in der Kamera einzubauen. Es gibt einige Hersteller, die dies bereits möglich machen, aber es ist der gleiche Converter, der die JPEG in der Kamera entwickelt.

    Vielleicht könnte man einige APPs (Android, IOS, Win), die bereits Bilder bearbeiten können, einfach in die Digicam intergrieren.

    Man sieht, wie wenig Kreativität in den japanischen Hersteller herrscht. …. Schade….

    • Hallo Jean,

      Die Frage für mich ist, welcher Hersteller von Digicam ist in der Lage, sehr sehr gute JPEG-OOC zu produzieren. Da fällt mir nur spontan Fuji ein. Die JPEG-OOC vom X-Trans Sensor sind schon Klasse. Und die anderen….. na ja…. so so la la…

      Mir gefallen JPGs von Nikon, ich würde aber, auch wenn ich eine Nikon hätte, nur auf RAWs setzen. Fuji X-Trans gefällt mir nicht so gut, da dieses Array sehr unscharfe Bilder produziert. Und zwar sowohl im Vergleich zu anderen Bayer-Sensoren als auch Foveon.

      Da man aus den RAW-File etwas mehr heraus holen kann, wäre es an der Zeit, einen abgespeckten RAW-Converter in der Kamera einzubauen. Es gibt einige Hersteller, die dies bereits möglich machen, aber es ist der gleiche Converter, der die JPEG in der Kamera entwickelt.

      Auch die Quattros können das, wenn ich aber ehrlich bin, so nutze ich dieses Feature nie. Einerseits kann ein Bildschirm auf der Kamera-Rückseite die Fotos nie so genau darstellen, wie ein kalibrierter PC-Monitor, andererseits ist es viel angenehmer Bilder auf einem großen Bildschirm zu betrachten und zu bearbeiten.

      Vielleicht könnte man einige APPs (Android, IOS, Win), die bereits Bilder bearbeiten können, einfach in die Digicam intergrieren.

      Man sieht, wie wenig Kreativität in den japanischen Hersteller herrscht. …. Schade….

      Es ist auch eine Frage der Nachfrage. Wer würde von so einem Feature Gebrauch machen? Ich bin der Meinung, dass man, wenn man schon viel Geld für eine Kamera ausgibt, nicht an der falschen Stelle sparen sollte. Ein brauchbarer Monitor und ein Spyder kosten nicht die Welt.

      • Der Trend geht vollständig auf JPEG oder eventuell ein neueres Format, das direkt aus der Kamera kommt. RAW ist eh nur für die NERDS, die nur 5% ausmachen. Der Rest fotografiert eh nur in JPEG.
        Die unzähligen Apps von Adroid, IOS und anderen Smartphone Software „entwickeln“, rsp. verändern eh nur die JPEG!

        Und Reutes geht einen sehr gute Weg. Doch sollten eben die Hersteller auch nachziehen und die Kamerainterne Software zu verbessern.
        Und zusätzlich noch mehr Einstellmöglichkeiten im Menü aufnehmen, so, wie es die gägnigen RAW-Converter es haben.

        Im Jahre 2000 wurde das JPEG-2000 freigegeben. Es sollte als Standard für die Nachbearbeitung sein. Leider haben die Hersteller nicht auf dieses Format gesetzt. Schade, denn es wäre eine sehr gute Lösung gewesen.

        Und solange jeder Hersteller sein eigene Süppchen kocht, mit den RAW-Formaten, wird es kaum Bewegung geben. Ausser mehrere Gerichtsurteile, wegen „Datenklau“ verbieten es. Aber, bis es soweit ist, werden viele Jahre vergehen.

        In den nächsten 5 Jahren, wird es nur noch sehr wenige DSLR geben und die MILC werden auch nicht so aufkommen. Die Mehrheit der Menschen wird weiterhin auf Smartphone setzten. Denn diese werden in den nächsten 2 Jahren eingebaute optische Zoom bekommen und die kleinen Sensoren werden optimal sein. So, dass JPEG sich durchsetzen wird. Man wird kaum noch von RAW sprechen, ausser die wenigen „Angefressenen“, die immer noch mit zugrossen Fotoappareten unterwegs sein wollen.

        Wie immer, die Hersteller, von den klassischen DSLR und MILC werden es wieder einmal, viel viel zu spät erkennen, dass solche Geräte nicht mehr gefragt sind. Auch der Sony a7 Hype wird vergehen. …..

        Solange Sigma Objektive verkaufen kann (im Moment), dann kann sie weiterhin ihre Nischenprodukte pflegen, die eh nicht von Bedeutung sind.

      • Hallo Jean!

        Der Trend geht vollständig auf JPEG oder eventuell ein neueres Format, das direkt aus der Kamera kommt. RAW ist eh nur für die NERDS, die nur 5% ausmachen. Der Rest fotografiert eh nur in JPEG.

        Der Rest, der nur in JPEG fotografiert, fotografiert nicht mit teuren, großen, komplizierten Kameras, wie du und ich besitzen und benutzen.

        Die unzähligen Apps von Adroid, IOS und anderen Smartphone Software “entwickeln”, rsp. verändern eh nur die JPEG!

        Ja, diese JPEG werden dann aber auf Instagram hochgeladen und in einer Postmarkengröße von 640*640 Pixel betrachtet. Natürlich sieht man dann das Banding und sonstige Artefakte nicht. Ich ziehe es aber vor Bilder in Groß zu betrachten.

        Und Reutes geht einen sehr gute Weg. Doch sollten eben die Hersteller auch nachziehen und die Kamerainterne Software zu verbessern.
        Und zusätzlich noch mehr Einstellmöglichkeiten im Menü aufnehmen, so, wie es die gägnigen RAW-Converter es haben.

        Auch wenn ich so etwas höchstwahrscheinlich nicht nutzen würde, finde ich deinen Vorschlag gut. Mehr Möglichkeiten zu haben, kann nicht schaden.

        Im Jahre 2000 wurde das JPEG-2000 freigegeben. Es sollte als Standard für die Nachbearbeitung sein. Leider haben die Hersteller nicht auf dieses Format gesetzt. Schade, denn es wäre eine sehr gute Lösung gewesen.

        Das war nicht das erste Mal, das sich ein Standard nicht durchgesetzt hat.

        Und solange jeder Hersteller sein eigene Süppchen kocht, mit den RAW-Formaten, wird es kaum Bewegung geben. Ausser mehrere Gerichtsurteile, wegen “Datenklau” verbieten es. Aber, bis es soweit ist, werden viele Jahre vergehen.

        Einen RAW-Standard wird es m.M.n. nicht geben. Wie auch, wenn es Hersteller gibt, die nicht auf auf Bayer setzen?

        In den nächsten 5 Jahren, wird es nur noch sehr wenige DSLR geben und die MILC werden auch nicht so aufkommen. Die Mehrheit der Menschen wird weiterhin auf Smartphone setzten. Denn diese werden in den nächsten 2 Jahren eingebaute optische Zoom bekommen und die kleinen Sensoren werden optimal sein.

        Optimal für was und wen? Für mich sicherlich nicht. So schnell schreitet die Sensor-Forschung nicht voran, als dass in wenigen Jahren ein Smartphone-Sensor im Hinblick auf Bildqualität besser als aktuelle APS-C- und Vollformat-Sensoren werden könnte.

        So, dass JPEG sich durchsetzen wird. Man wird kaum noch von RAW sprechen, ausser die wenigen “Angefressenen”, die immer noch mit zugrossen Fotoappareten unterwegs sein wollen.

        Wenn es so kommt, wie von dir prophezeit, werde ich einer dieser „Angefressenen“ mit zu großen Kameras sein. 😀

        Wie immer, die Hersteller, von den klassischen DSLR und MILC werden es wieder einmal, viel viel zu spät erkennen, dass solche Geräte nicht mehr gefragt sind. Auch der Sony a7 Hype wird vergehen. …..

        Natürlich sind solche Geräte gefragt. Nur haben weit weniger Leute einen Bedarf nach einer Kamera, als nach einem Kommunikations- bzw. Vernetzungsgerät. Es ist auch klar, wieso das so ist. Mit anderen zu kommunizieren ist ein Grundbedürfnis. Fotos machen ist „nur“ ein Hobby.

        Solange Sigma Objektive verkaufen kann (im Moment), dann kann sie weiterhin ihre Nischenprodukte pflegen, die eh nicht von Bedeutung sind.

        Vielleicht für dich nicht. Für mich schon.

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