Wie die Bilderflut bewältigen? Mit FastStone geht es schnell und kostenlos!


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Ich habe viele Workflows ausprobiert, um den richtigen für mich zu finden, der es mir erlauben würde meine Fotos schnell und einfach zu sortieren und zu verwalten. Letztendlich gefiel mir am besten, meine Kameras auf X3F + JPG umzustellen und gleich nach dem Einlegen der Speicherkarte und vor dem Kopieren auf die Festplatte die JPGs durchzugehen und jene, die mir nicht gefallen, zusammen mit den dazugehörigen X3Fs, zu löschen. Für manche Fotografen, für die der Speicherplatz auf der Karte oder im Puffer besonders wichtig ist, weil sie beispielsweise oft im Serienbildmodus fotografieren, ist RAW + JPG keine Option. Programme die, wie Lightroom, die Funktionalität eines Archivierungs-/Verwaltungsprogramms und jene eines RAW-Konverters zu verbinden versuchen, sind für gewöhnlich zu langsam für diese Aufgabe und somit keine Lösung.

Eine hervorragende Lösung ist das Programm FastStone Image Viewer. Es ist unkompliziert, sogar auf langsamer Hardware ausgesprochen schnell und kostenlos. Ferner ist es nicht besonders wählerisch und kann z.B. sogar eingebettete JPGs in exotischen Dateiformaten, wie etwa X3F, anzeigen.

FastStone_Image_Viewer

Rasend schnell Bilder anzeigen und in diese reinzoomen ist aber nicht das einzige, was es kann, es verfügt auch über grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen, wie etwa die Möglichkeit Lichter, Schatten, Kontrast und Sättigung zu ändern, Bilder zu verkleinern, zuzuschneiden oder zu drehen. Ich muss aber zugeben, dass ich es dafür noch nie benutzt habe, da ich diese Bearbeitungsschritte lieber in Lightroom erledige. Ich habe es installiert, durchgetestet, jedoch stellte sich aufgrund der Dateigröße von Foveon-Aufnahmen und den langen Kopiervorgängen der beschriebene X3F + JPG Workflow als noch schneller heraus. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, der Schwierigkeiten hat die Bildflut zu bewältigen, den FastStone Image Viewer zumindest anzutesten. 🙂

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13 Gedanken zu „Wie die Bilderflut bewältigen? Mit FastStone geht es schnell und kostenlos!

  1. Zahlt es sich wirklich aus auf ein eigenes Programm fürs aussortieren zu setzen? Ja, der Import in LR inklusive Erzeugung der Vorschaubilder kann schon mal eine Weile dauern, aber die Zeit kann man ja anders sinnvoll nutzen. 😉

    • Ich finde schon, dass es sich auszahlt. Lightroom ist nicht nur beim Importieren langsam, sondern auch beim Stöbern und Zoomen. FastStone ist um Welten schneller. Probiere es einfach aus. Es kostet ja nichts. 😉

  2. Vielen Dank für den Tipp. Werde das Programm mal testen. Bislang verwende ich zur universellen Anzeige und Vorauswahl recht zufrieden IrfanView. Damit lassen sich auch die in voller Größe eingebetteten JPGs aus Sigma und Nikon RAW-Dateien blitzschnell auslesen, weshalb ich auf die RAW + JPG Einstellungen in meinen Kameras verzichte. Richtig konfiguriert bietet IrfanView viele nützliche Anzeige-Funktionen. So kann man problemlos zwischen Vollbildanzeige und der gewählten Vergrößerung hin- und her springen und beim Bildwechsel sogar die „Scrollposition beibehalten“. Vertrauenerweckend und praktisch finde ich die auf mehrere Dateien gleichzeitig anwendbaren Möglichkeiten unter „JPG – Verlustfreie Operationen“. Bildbrowser und Anzeige bekommt man allerdings bei IrfanView nicht in ein Fenster, was mich bislang nicht weiter störte, weil der Bildbrowser immer im Hintergrund geöffnet bleiben kann. Für mich ist so ein Programm besonders wichtig, weil ich mich noch nicht zu einem Programm wie Lightroom und Co. durchringen kann. Zur möglichst geringfügigen Bearbeitung verwende ich also die kostenfreien Programme der Kamerahersteller und meinen alten Photoshop – wobei ich mir SPP nicht gerade glücklich bin.

    • Ich habe ganz vergessen, dass es IrfanView gibt. Ich habe es vor langer Zeit ausprobiert, war aber nicht überzeugt. Ich kann mich nicht länger erinnern, was der Grund dafür war. Werde aber die neuste Version herunterladen und testen.

      • IrfanView ist ein schlankes und schnelles, und dabei inzwischen richtig mächtiges Werkzeug, das weiterhin entwickelt und verbessert wird. Auf den ersten Blick erscheint es etwas sperrig und weniger intuitiv. Dafür werden sehr viele Einstellungsmöglichkeiten angeboten, um es den eigenen Bedürfnissen anzupassen. So ziehe ich z. B. ein neutrales Grau mit RGB 172 dem schwarzen Standard-Hintergrund vor. Was bei FastStone wesentlich besser gelöst ist, ist der schnelle Zugriff auf die wichtigsten EXIF-Daten. Bei IrfanView ist das sehr versteckt, zwar umfassend aber nicht sehr übersichtlich und damit schlecht verwendbar.

      • IrfanView ist ein schlankes und schnelles, und dabei inzwischen richtig mächtiges Werkzeug, das weiterhin entwickelt und verbessert wird. Auf den ersten Blick erscheint es etwas sperrig und weniger intuitiv. Dafür werden sehr viele Einstellungsmöglichkeiten angeboten, um es den eigenen Bedürfnissen anzupassen. So ziehe ich z. B. ein neutrales Grau mit RGB 172 dem schwarzen Standard-Hintergrund vor.

        Mir gefällt, wie das in Lightroom, mit der L-Taste, gelöst ist.

        Was bei FastStone wesentlich besser gelöst ist, ist der schnelle Zugriff auf die wichtigsten EXIF-Daten. Bei IrfanView ist das sehr versteckt, zwar umfassend aber nicht sehr übersichtlich und damit schlecht verwendbar.

        Das ist mir noch sooo wichtig, da mich eigentlich nur die Belichtungsparameter interessieren.

  3. Hallo Lars,
    Ich nutze das Programm schon eine Weile. Ich verwende es als Bildbetrachter und vor allem um 2-4 Bilder bei 100% Ansicht zu vergleichen (Taste „p“). Somit treffe ich auch die Auswahl der zu bearbeitenden Bilder schneller. Wenn ich dann eines ausgewählt habe, öffne ich es ganz einfach mit der Taste „e“ in mein gewünschtes Entwicklungs- oder Bearbeitungsprogramm. Die programminterne Bearbeitungsmöglichkeiten nutze ich persönlich auch fast nie. Höchstens mal um ein Foto zu drehen.
    Ich arbeite nicht mir Lightroom, da mir das Importieren in irgendwelche Kataloge den Workflow zunichte macht. Zum Entwickeln verwende ich entweder Camera Raw oder ACDSee.
    vg
    Andreas

    • FS eignet sich für solche Sachen hervorragend. Ich verwende Lightroom mehr aus Gewohnheit und weil ich mit dem Programm sehr gut zurecht komme als aus irgendeinem anderen Grund.

  4. Die Funktion „Bilder vergleichen“ ist wirklich genial. Schon allein deshalb werde ich das Programm behalten. Ich habe aber keine Möglichkeit gefunden, die Scrollposition (z. B. bei 100 % Ansicht) beim Bilderwechsel beizubehalten, wie bei IrfanView. Wenn man größere Aufnahmeserien von einem Motiv sichtet, ist das sehr praktisch. Vielleicht rüsten sie diese Funktion ja mal noch nach. Habe schon eine Mail an den Hersteller geschrieben.

    • Du meinst, dass immer die 100% Ansicht bleibt? Das könnte man in den Optionen umschalten (Einstellungen/Allgemein/Automatische Bildgröße: Aktuelle Größe).
      Ansonsten bekommt man mit der Taste „1“ schnell eine 100% Ansicht, wobei ich da eher die linke Maustaste lieber verwende

      vg
      Andreas

      • Ich meine nicht nur, dass z. B. die 100% Ansicht bleibt, sondern dass obendrein auch noch die gewählte Scrollposition beibehalten wird, z. B. auf die Augen beim Portrait. IrfanView kann das und bietet dazu die Möglichkeit mit der Eingabetaste mal schnell in den Vollbildmodus zu wechseln um das ganze Bld zu betrachten. Mit ESC landet man wieder im Bildbrowser, wenn von dort gestartet wurde, wobei die Scrollposition gespeichert bleibt, bis das Programm komplett geschlossen oder sie Funktion aufgehoben wird. Das direkte Vergleichen von 2 bis 4 Aufnahmen vermisse ich jedoch in IrfanView.

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