„Modulo Camera“: Forscher von der Universität MIT entwickeln den HDR-Sensor


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Bereits das zweite Mal in diesem Monat haben Wissenschaftler von der Universität MIT eine neue Technologie vorgestellt, die das Leben eines jeden Fotografen um einiges einfacher machen könnte. Vor weniger als zwei Wochen hat ein anderes Forscher-Team der renommierten Universität in Cambridge einen in Zusammenarbeit mit Google entwickelten Algorithmus vorgeführt, der Spiegelungen und andere störende Bildelemente aus Fotos herausrechnen kann. Vor ein paar Tagen wurde nun das Konzept für einen Sensor mit unbegrenzter Full-Well-Kapazität vorgestellt. Einfach ausgedrückt, es handelt sich dabei um einen Sensor, der es unmöglich macht, ein überbelichtetes Foto aufzunehmen.

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Bildquelle: MIT

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Bildquelle: MIT

Dies wird erreicht, indem Fotodioden auf dem Sensor einzeln angesteuert und, falls sie „gesättigt“ (sprich überbelichtet) sind, zurückgesetzt werden können. Das bedeutet, dass jeder „Pixel“ des Sensors im Laufe einer Belichtung mehrmals belichtet werden kann, wobei der Bildprozessor mitbekommt, wie viele Male einzelne „Pixel“ zurückgesetzt wurden. Nachdem die Belichtung vollzogen ist, erhält der Bildprozessor auch von jenen Fotodioden, die bei einem herkömmlichen Sensor längst gesättigt wären, einen Helligkeitswert, mit dem er etwas anfangen kann. Aus der Anzahl der „Resets“ und diesem letzten Helligkeitswert kann der Prozessor die überbelichteten Bereiche vollständig wiederherstellen. Das Konzept nennt sich „Modulo Camera“ und beruht auf der modularen Arithmetik. Im folgenden Video wird die Funktionsweise des neuen Sensors und der Unterschied zu herkömmlichen Sensoren leicht verständlich erklärt.

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