‚Moonlight‘: Paul Thompsons extreme Langzeitbelichtungen


english_language

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal mehrere Minuten lang belichtet habe. Für Paul Thompson sind solche Belichtungszeiten sicherlich so etwas wie kleine Erholungspausen zwischen den richtig langen Belichtungen, die er durchführt. Er belichtet zwar nicht so rekordverdächtig lange wie Michael Wesely, der für seine Langzeitbelichtungen von bis zu 26 Monaten bekannt ist, aber als Fotograf der eine analoge Großformatkamera verwendet, ist er es gewohnt ein paar Stunden zu warten, bis ein Foto belichtet ist. Die langen Wartezeiten sind technisch bedingt: einerseits durch die exponentiell sinkende Empfindlichkeit des Films bei Belichtungszeiten von über einer Sekunde (Schwarzschild-Effekt), und andererseits durch die sehr kleinen Blendenöffnungen, die beim Großformat benötigt werden, um eine für Landschaftsaufnahmen ausreichende Schärfentiefe zu erzielen. Während es bei Kameras mit APS-C- oder Kleinbild-Sensor üblich ist bis auf f/11 bzw. f/16 abzublenden, so muss bei einer Großformatkamera auf f/64 bis f/128 abgeblendet werden. Alleine dadurch verlängert sich die Belichtungszeit um den Faktor 16 bis 64. Was solche Belichtungszeiten ermöglichen, sind sehr minimalistische Landschaftsaufnahmen, die frei von jeglicher Bewegung sind. D.h. Wolken, Sterne und Wasser werden gar nicht eingefangen.

Paul-Thompson-Moonlight-1

© Paul Thompson

Paul-Thompson-Moonlight-2 Paul-Thompson-Moonlight-3 Paul-Thompson-Moonlight-4 Paul-Thompson-Moonlight-5

© Paul Thompson

Weitere Fotos findet ihr auf Paul Thompsons Webseite.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s