‚I Am Sitting In Stagram‘: Pete Ashton macht Generationsverlust sichtbar


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Wir RAW-Fotografen sind vielleicht nicht das Zielpublikum des Projekts „I Am Sitting In Stagram“, denn uns sind die Nachteile von Dateiformaten mit verlustbehafteter Kompression bestens bekannt. Obwohl es mehr Speicherplatz braucht und ohne Konverter weder geöffnet noch betrachtet werden kann, gibt es viele gute Gründe auf das „digitale Negativ“ zu setzen. Einer der wichtigsten, neben der besseren Bildqualität, ist die größere Flexibilität beim Bearbeiten der Fotos.

Viel Pixelpeeper meinen, JPGs mit einer Kompressionsrate von 85% würden bereits schrecklich aussehen. Richtig schlimm wird es aber wenn ein JPG wiederholt verlustbehaftet gespeichert wird. Im Internet geschieht das besonders oft, vor allem wenn auf einer Webseite ein interessanter Artikel erscheint, den anschließend viele andere Seiten aufgreifen. Verbreitet sich der Artikel wie ein Lauffeuer, wird das Titelbild viele Male in Folge komprimiert hochgeladen und erneut komprimiert gespeichert. Je öfter das geschieht, umso weiter verschlechtert sich die Bildqualität. Diese zunehmende Qualitätsverschlechterung von Kopie-Generation zu Kopie-Generation nennt man Generationsverlust.

Inspiriert von Alvin Luciers Experiment „I Am Sitting in a Room” – bei dem es um Generationsverlust im Audio-Bereich ging – lud der Künstler Pete Ashton ein Selbstportrait auf Instagram hoch, machte ein Screenshot des Fotos und lud es erneut hoch. Er wiederholte das Ganze 90 Mal. Das folgende Raster verdeutlicht die zunehmende Qualitätsverschlechterung. Oben links ist das Original, unten rechts die Kopie der 90. Generation:

grid© Pete Ashton

Und hier nochmal in Groß:

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Weitere Beispiele findet ihr auf Ahstons Webseite und seinen beiden Instagram-Profilen @sitting_in_stagram und @sitting_in_stagram2.

Im folgenden Video könnt ihr sehen was mit Videos passiert, wenn sie wiederholt auf YouTube hochgeladen werden:

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