Ōkunoshima: Japans Kaninchen-Insel


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Im Süden Japans, in der Präfektur Hiroshima, befindet sich die 2 km lange Insel Ōkunoshima. Zwischen 1926 und 1945 wurden auf der Insel chemische Waffen, wie etwa Senfgas, unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. 1938 wurde die Insel in militärisches Sperrgebiet umgewandelt und aus allen Registern, Seekarten und Geschichtsbüchern gestrichen. Zusätzlich wurde die Leuchtturmbefeuerung der umliegenden Inseln modifiziert und die kartographische Darstellungen der Schifffahrtsstraße nach Hiroshima, Mihara und Kure verändert, um die Identifikation der Insel zu erschweren und internationale Schiff daran zu hindern in die Nähe der Insel zu kommen. Der Stützpunkt und die Chemiewaffenfabrik, in der Zwangsarbeiter unter völlig mangelhaften Sicherheitsbedingungen Giftgas produzierten, erkrankten und starben, sollten um jeden Preis geheim bleiben. Einst hergestellt, wurden die Chemiewaffen an Kaninchen getestet, da man Ratten (Krankheitsträger) für zu gefährlich hielt.
1945, kurz vor der Kapitulation, wurde im Zuge der Beweisvernichtung der Stützpunkt samt der Fabrik gesprengt. Die Versuchstiere hätten ebenso vernichtet werden sollen, aber Wehruntüchtige und Waffendienstverweigerer, die mit der Versorgung der Tiere verpflichtet worden waren, entließen sie in die Freiheit. Seitdem leben auf der Insel zahlreiche Kaninchen, die aufgrund fehlender Raubtiere und Bejagung ungewöhnlich zahm und ausgesprochen süß sind. 🙂

大久野島 Rabbit Island© Leo Hsu


Die folgenden Videos sollte sich jeder Kaninchenliebhaber anschauen. 🙂

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