Während er blutend am Boden lag, zückte er sein Smartphone und machte ein Selfie


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Die folgende Geschichte aus Tampa, Florida, wird sicherlich auch die größten Selfie-Fans nachdenklich machen. Nämlich, als der 23-jährige Barkeeper Andrew Noll (rechts im Bild) von seiner Ex-Geliebten angeschossen wurde und am Boden blutend lag, anstatt einen Krankenwagen bzw. Notarzt zu rufen, nutzte er sein Smartphone um ein Selfie zu machen. Auf die komplizierte Hintergrundgeschichte (und bei welcher Liebesaffäre ist sie das nicht?) möchte ich nicht näher eingehen – der interessierte Leser sei auf den verlinkten Artikel verwiesen. Was mich interessiert, ist, in welcher geistigen Verfassung muss man denn sein, um bei einem Durchschuss durch die Brust und höllischen Schmerzen noch einen Selfie machen anstatt Hilfe rufen zu wollen?

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Bildquelle: Tampa Bay Times

Ist das ein Beweis dafür, dass das Bedürfnis nach Sharing und sozialer Vernetzung und Anerkennung den Selbsterhaltungstrieb außer Gefecht setzen kann? Was würde Herr Abraham Harold Maslow dazu sagen?

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4 Gedanken zu „Während er blutend am Boden lag, zückte er sein Smartphone und machte ein Selfie

  1. Deine Frage lässt sich doch einfach beantworten. Maslow würde ein Selfi vor seiner Pyramide machen 😉
    Für mich persönlich ein schrecklicher Trend, weil er zeigt, wie wenig den Menschen bewusst zu sein scheint, wie sie sich entblößen, ohne etwas sinniges zu zeigen. Da sind ja klassische Exhibitionisten noch etwas „künstlerischer“. Aber diese s.g. VIPse zeigen es ja auch – hauptsache in den Medien, egal womit und wie….es darf auch oberpeinlich sein…ABER REDET ÜBER MICH!!!! 😀

    • Deine Frage lässt sich doch einfach beantworten. Maslow würde ein Selfi vor seiner Pyramide machen 😉

      😛

      Für mich persönlich ein schrecklicher Trend, weil er zeigt, wie wenig den Menschen bewusst zu sein scheint, wie sie sich entblößen, ohne etwas sinniges zu zeigen. Da sind ja klassische Exhibitionisten noch etwas “künstlerischer”. Aber diese s.g. VIPse zeigen es ja auch – hauptsache in den Medien, egal womit und wie….es darf auch oberpeinlich sein…ABER REDET ÜBER MICH!!!! 😀

      Mir geht es genauso. Der Selfie-Trend ist m.M.n. nur eine Ausdehnung des schrecklichen Promi-Kults, der schon seit Jahrzehnten existiert und immer schlimmer wird.

  2. Wahnsinn!
    An so einer Geschichte erkennt man wie süchtig wir nach der medialen Aufmerksamkeit und der Schauspielerei geworden sind. Traurig. Und wie man sieht auch gefährlich. Solche Angewohnheiten wie ständig am Smartphone zu sein werden schnell eine Sucht und Suchtverhalten ändern die Synapsen des Gehirns. Wie man sieht.

    • Wahnsinn!
      An so einer Geschichte erkennt man wie süchtig wir nach der medialen Aufmerksamkeit und der Schauspielerei geworden sind. Traurig. Und wie man sieht auch gefährlich. Solche Angewohnheiten wie ständig am Smartphone zu sein werden schnell eine Sucht und Suchtverhalten ändern die Synapsen des Gehirns. Wie man sieht.

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Das ganze ist einfach traurig.

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