Können Menschen Infrarot sehen? Mit spezieller Ernährung schon!


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Das typische menschliche Auge kann Licht im Wellenlängenbereich zwischen 380-700 wahrnehmen. Bekanntlich können Frischwasserfische auch im nahen Infrarotbereich sehen, indem sie Vitamin A2 in den Sehpigment Porphyropsin umwandeln (oder so ähnlich). Science for the Masses, ein Gruppe von Leuten die sich der Open-Source-Wissenschaft verschrieben hat, wollte mit einem Experiment nachweisen, das auch Menschen im nahen IR-Bereich sehen können, falls sie den Konsum von Vitamin A1 verringern und stattdessen mehr Vitamin A2 zu sich nehmen. Im Oktober letzten Jahres hat die Gruppe auf Experiment, einer Crowd-Funding-Plattform für Wissenschaftler und Forscher, eine Aktion gestartet um die dafür notwendigen finanziellen Mittel zu erhalten. Seit zwei Wochen läuft das Experiment und liefert bereits erste Ergebnisse.

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Wie man am Bild sehen kann, sind diese vielversprechend. Die Augen der Versuchspersonen haben auf das Licht der LEDs mit einer Wellenlänge von 950nm reagiert. In den folgenden Wochen möchte das Team die 1070nm Barriere knacken. Es wird interessant sein zu sehen wie weit letzten Endes die Empfindlichkeit des menschlichen Auges nur durch Ernährung gesteigert werden kann. 🙂

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6 Gedanken zu „Können Menschen Infrarot sehen? Mit spezieller Ernährung schon!

  1. … bloß was will man wirklich damit erreichen? Selbst wenn das Auge diese Reize als Impulsreaktion weitergibt, was sagt das schon aus? Vom SEHEN in diesem Bereich weit entfernt. Und Crowd-Funding für so ein Projekt? Sehr zweifelhaft in meinen AUGEN 🙂 LG von Wolfgang

    • … bloß was will man wirklich damit erreichen?

      Besseres Sehen in der Dunkelheit. Die Frage ist aber, ob die A1-arme und A2-reiche Ernährung langfristig schädlich ist?

      Selbst wenn das Auge diese Reize als Impulsreaktion weitergibt, was sagt das schon aus? Vom SEHEN in diesem Bereich weit entfernt.

      Ich stelle mir das so vor, das die Augen bei wenig Licht zunehmend besser sehen können, weil durch Aufbau von Porphyropsin die Rezeptoren empfindlicher werden. Natürlich kriegt man von all dem nichts mit, weil die Leistungssteigerung kontinuierlich stattfindet. Wenn man nach längerer Pause anfängt Sport zu treiben, kriegt man von der erhöhten Leistungsfähigkeit des Körpers auch nichts mit. Außer man stellt einen Vergleich gewisser Leistungsparameter (wie viel kann man heben, wie lange kann man laufen, usw) bevor und z.B. 1 Monat nachdem man angefangen hat zu trainieren auf.
      Man müsste einen Weg finde das Sehvermögen zu testen, um festzustellen inwiefern die Versuchspersonen besser sehen können.

      Und Crowd-Funding für so ein Projekt? Sehr zweifelhaft in meinen AUGEN 🙂

      Finde ich auch etwas ungewöhnlich.

      • Lieber Lars, danke für deine ausführlichen Antworten. Wir werden vermutlich noch SEHEN, wohin dieses Projekt führt 🙂 Wolfgang

      • Lieber Lars, danke für deine ausführlichen Antworten. Wir werden vermutlich noch SEHEN, wohin dieses Projekt führt 🙂 Wolfgang

        Ich habe nicht viel davon verstanden, was der Dr. Bryan Jones hier schreibt. Der „retinal neuroscientist“ meint aber, dass das, was die Science for the Masses Gruppe behauptet gar nicht möglich ist. 650nm soll eine unüberwindbar Barriere sein.

  2. Wenn es klappt, dann könnten wir ja die Glühbirnen herausschrauben und ordentlich Enegie sparen 😉 Bis dahin futter ich weiter fleißig Möhrchen…vielleicht werde ich wenigstens meine Brille los 😀

    • Wenn es klappt, dann könnten wir ja die Glühbirnen herausschrauben und ordentlich Enegie sparen 😉

      Leider, falls ich es richtig verstanden habe, wird auf diese Weise nur die Helligkeitsempfindlichkeit erhöht, die Farbempfindlichkeit aber nicht. D.h. man kann zwar bei weniger Licht immer noch sehen, das was man sieht wird wohl einer Cyanotypie sehr ähnlich sein.

      Bis dahin futter ich weiter fleißig Möhrchen…vielleicht werde ich wenigstens meine Brille los 😀

      😉

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