Einige Unterschiede zwischen DP2Q & SPP 6.0.5 und DP2M & SPP 5.5.3


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Ehe ihr euch die süßen Motive anschaut und möglicherweise Diabetes bekommt, möchte ich euch an meinen ersten Erkenntnisse aus dem Vergleich der DP2 Quattro und SPP 6.0.5 mit der DP2M und SPP 5.5.3 teilhaben lassen. 😉 Beim Bearbeiten dieser neusten Fotos sind mir die folgenden Unterschiede zwischen den beiden „Kombinationen“ aufgefallen.

Schärfe

Ich weiß nicht ob es am neuen Foveon-Sensor oder an SPP 6.0.5 liegt, aber der Schärfeeindruck ist ein völlig anderer, wenn man den Schärferegler ganz nach links (-2) verstellt. Die Merrill X3Fs habe ich nie nachgeschärft, der SPP-Schärferegler stand bei mir standardmäßig immer ganz links. Wenn man das gleiche mit DP2Q X3Fs in SPP 6.0.5 macht, wirken diese deutlich unschärfer. Ich werde wohl das gleiche Motiv mit beiden Kameras ablichten müssen, um in SPP 6.0.5 den Wert für Schärfe ermitteln zu können, bei dem DP2Q X3Fs genauso scharf aussehen, wie Merrill X3Fs bei völlig ausgestellter Nachschärfung in SPP 5.5.3.

Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)

Kontrast und Sättigung

Die beiden Regler in SPP 6.0.5 scheinen deutlich früher und deutlich stärker zu greifen als in 5.5.3. Beim bearbeiten der Merrill X3Fs in 5.5.3 war +0,5 mein Standardwert für Kontrast, ich zögerte aber nicht bis +1, und äußerst selten sogar bis +2 zu gehen. Bei der DP2Q/SPP 6.0.5 Kombination ist es eher so, das +0,5 bereits wie +2 in 5.5.3 aussieht – also sehr kontrastreich. Meistens ist +0,3 schon zu viel bzw. +0,1 oder +0,2 kontrastreich genug. Bei der Sättigung ist es nicht anders. In 5.5.3 habe ich für gewöhnlich +0,2 bis +0,3 auf Merrill X3Fs angewandt, manchmal auch +0,5. Bei der DP2Q/SPP 6.0.5 Kombi sind die Farben so zu sagen „out oft he box“ recht knallig. +0,2 ist oft bereits zu viel.

Spitzlichter Wiederherstellung

Ich denke dass ich mittlerweile verstehe was die Ursache für die Behauptungen bezüglich der kaum vorhandenen Dynamik in den Spitzlichtern der DP2Q X3Fs ist. Es scheint ein reines SPP-Problem zu sein, welches mit dem Quattro-Sensor nichts zu tun hat. Bei Merrill X3Fs in 5.5.3 ist es so dass man negative Belichtung und positives Fill-Light in einem Verhältnis von ungefähr 3:1 kombinieren muss, um Spitzlichter wiederherzustellen. D.h. bei -0,6 Belichtung würde pi mal Daumen +0,2 Fill-Light für die besten Ergebnisse sorgen. Übertreibt man es mit dem Fill-Light, fangen Fotos sehr schnell an wie amateurhafte HDR-Bilder auszusehen. Die richtige Vorgehensweise beim Bearbeiten von DP2Q X3Fs in 6.0.5 scheint eine gänzlich andere zu sein. Der negative Belichtungswert wirkt sich ab -0,2 überhaupt nicht auf die Spitzlichter aus (!). Erst der positive Fill-Light, der in 6.0.5 im Verhältnis von 1:1 für die besten Ergebnisse zu sorgen scheint, holt die Details in den Spitzlichtern wieder zurück. Den Belichtungsregler muss man aber trotzdem ins Negative ziehen, weil sonst die Bilder zu hell werden.

Demnächst werde ich mir den „Trick“ mit dem Blaukanal im Schwarzweiß-Modus anschauen, der Berichten zufolge in 6.0.5 nicht länger funktioniert. Die bisherigen Fotos habe ich nicht entrauscht, die Rauschunterdrückung werde ich mir aber ebenfalls anschauen. Die Chroma Rauschunterdrückung soll nicht länger die Kantenkontraste anheben und so dem Klarheit-Regler in Lightroom ähneln.
Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)Weitere Fotos, die ich mit der DP2Q gemacht habe, findet ihr auf Pinterest und Flickr.

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7 Gedanken zu „Einige Unterschiede zwischen DP2Q & SPP 6.0.5 und DP2M & SPP 5.5.3

  1. Die Chroma-Rauschunterdrückung funktioniert nicht so sehr unterschiedlich zu der in SPP5, allerdings hat die dp2q von haus aus viel weniger Farbrauschen was natürlich auch Einfluss auf die Rauschunterdrückung hat.

    Vergleiche mal ein dp2m mit einem dp2q Bild bei ISO 1600

    Das eine hat fast kein Lichtrauschen, dafür massig Farbrauschen, das andere fast kein Farbrauschen, dafür massig Lichtrauschen.

    Im übrigen ist schärfen immer so eine Sache, Schärfe an sich gibt es eigentlich nicht, Schärfe ist lediglich eine Art von Kontrast und mit dem Schärfe Regler stellt man diese Art von Kontrast ein.

    Was „ungeschärft“ ist, ist eine Entscheidung des Herstellers, kein Physikalischer Fakt. Theoretisch (laut Handbuch) müssten die Bilder bei 0,0 so scharf sein, das es den realistischen Schärfe grad abbildet und bei -2 wird das Bild weicher als es eigentlich war.

    Natürlich kann man sich jetzt lange drüber streiten was „realistisch“ ist, Fakt ist allerdings das der Hersteller Entscheidet wie scharf, scharf ist und das alleine die Art und Weise der A/D-Wandlung massiven Einfluss auf die Schärfe hat.

    Laut aktuellen Berichten soll die Einstellung bei 0,0 in SPP6 (unabhängig von Merrill oder Quattro) schärfer sein als 0,0 in SPP5.

    Wenn -2 also weicher als bei SPP5 ist, würde ich fast sagen das die Regler allgemein etwas „Sensibler“ bzw. „Stärker“ agieren als in SPP5

    • Die Chroma-Rauschunterdrückung funktioniert nicht so sehr unterschiedlich zu der in SPP5, allerdings hat die dp2q von haus aus viel weniger Farbrauschen was natürlich auch Einfluss auf die Rauschunterdrückung hat.

      Vergleiche mal ein dp2m mit einem dp2q Bild bei ISO 1600

      Das werde ich bald machen.

      Im übrigen ist schärfen immer so eine Sache, Schärfe an sich gibt es eigentlich nicht, Schärfe ist lediglich eine Art von Kontrast und mit dem Schärfe Regler stellt man diese Art von Kontrast ein.

      Was “ungeschärft” ist, ist eine Entscheidung des Herstellers, kein Physikalischer Fakt. Theoretisch (laut Handbuch) müssten die Bilder bei 0,0 so scharf sein, das es den realistischen Schärfe grad abbildet und bei -2 wird das Bild weicher als es eigentlich war.

      Ich fand -2 bei den Merrills immer als scharf genug, bei Quattro X3Fs in 6.0.5 wird wohl noch weniger geschärft. Mir stellt sich die Frage auf ob -2 wirklich das ist, was der Merrill-Foveon gesehen hat, oder ob hier ein bisschen geschärft wird.

      Natürlich kann man sich jetzt lange drüber streiten was “realistisch” ist, Fakt ist allerdings das der Hersteller Entscheidet wie scharf, scharf ist und das alleine die Art und Weise der A/D-Wandlung massiven Einfluss auf die Schärfe hat.

      Naja, „alleine“ würde ich nicht sagen. Klar, von den Wandlern hängt es ab wie rauschfrei das Foto sein wird, und je rauschfreier umso weniger matschig und schärfer wirkt es. Trotzdem spielen das Objektiv und die Sensor-Architektur die entscheidende Rolle.

      Laut aktuellen Berichten soll die Einstellung bei 0,0 in SPP6 (unabhängig von Merrill oder Quattro) schärfer sein als 0,0 in SPP5.

      Wenn -2 also weicher als bei SPP5 ist, würde ich fast sagen das die Regler allgemein etwas “Sensibler” bzw. “Stärker” agieren als in SPP5

      Die Regler reagieren definitiv sensibler auf Veränderungen, negative Schärfe gibt es aber nicht. Entweder ist der Quattro Sensor nicht in der Lage gleich scharf abzubilden oder, und diese Erklärung erscheint mir logischer, bei der Merrill wird sogar auf der -2 Stellung geschärft bzw. der Algorithmus ist effizienter.

  2. Du sammelst hier gerade Pluspunkte, weil es mir sympathisch ist, wie Du da rumtüftelst und für mich immer durchklingt, daß Du mit SPP die gleichen Erfahrungen sammelst. Damit meine ich z. B. negative Belichtungskorrektur und bedacht weniger positives Fill Light. Ich hab leicht andere Werte/Verhältnisse für mich selbst gefunden (ich schraub z. B. die Merrills nur auf -.6 / -.7 in der Schärfe zurück), aber letztlich liest sich alles für mich, als strebtest Du zumindest etwa nach dem gleichen Bilde. Und ich mag, daß Du das Verhalten der Regler auch beobachtest – etwas, das ich bei den meisten Sigmarianern da draußen vermisse …

    Hab’s übrigens probiert, ja, mit Fill Light kommen die Lichter über -.2 hinaus noch ein wenig mehr und deutlicher zurück, aber es ist nicht viel und vor allem: ich bekomme da einige betonte Farbfleckchen … so magenta-gelbe Ausreißer. Die sind entweder ne Folge der Rückholung mit mangelnden Daten, oder selbst der Grund, warum Sigma da frühzeitig lieber ausfressen läßt? Ich hab die Kamera nicht mehr (war geliehen), aber was Du noch probieren könntest, ist, ob bei höheren Empfindlichkeiten um ISO 250 zwar das Rauschen aber auch die Dynamik zunimmt.

    • Du sammelst hier gerade Pluspunkte, weil es mir sympathisch ist, wie Du da rumtüftelst und für mich immer durchklingt, daß Du mit SPP die gleichen Erfahrungen sammelst. Damit meine ich z. B. negative Belichtungskorrektur und bedacht weniger positives Fill Light. Ich hab leicht andere Werte/Verhältnisse für mich selbst gefunden (ich schraub z. B. die Merrills nur auf -.6 / -.7 in der Schärfe zurück), aber letztlich liest sich alles für mich, als strebtest Du zumindest etwa nach dem gleichen Bilde. Und ich mag, daß Du das Verhalten der Regler auch beobachtest – etwas, das ich bei den meisten Sigmarianern da draußen vermisse …

      Vielen Dank Robin! Ich versuche eben das Beste herauszuholen und wie du sicher weißt steckt jede Version von SPP voller Überraschungen. Und da Sigmas nicht so weit verbreitet sind, ist das Verhältnis von Information zu Falschinformation im Internet besonders groß. Es bleibt einem nichts anders übrig als alles auszuprobieren.

      Hab’s übrigens probiert, ja, mit Fill Light kommen die Lichter über -.2 hinaus noch ein wenig mehr und deutlicher zurück, aber es ist nicht viel und vor allem: ich bekomme da einige betonte Farbfleckchen … so magenta-gelbe Ausreißer. Die sind entweder ne Folge der Rückholung mit mangelnden Daten, oder selbst der Grund, warum Sigma da frühzeitig lieber ausfressen läßt?

      Bei diesem Foto habe ich, glaube ich, -0,6 für Belcihtung und +0,6 für Fill-Light eingestelt:
      Sigma DP2 Quattro (volle Auflösung - full resolution)
      Wie man sieht, erkennt man Details in den Spitzlichtern auf dem Parkett und dem Stuhlbein, es fehlt aber die Farbe. Die überbelichteten Stellen wirken blass und man erkennt die von dir erwähnten Magenta-/Gelb-Klumpen. Trotzdem bin ich froh darüber, dass die Details nicht völlig weg sind. Rauschen kann man, sofern man das möchte, mit NR bekämpfen, ausgebrannte Spitzlichter sind eben verlorene Details, die man nicht wiederherstellen kann. Und das ist hier definitiv nicht der Fall.

      Ich hab die Kamera nicht mehr (war geliehen), aber was Du noch probieren könntest, ist, ob bei höheren Empfindlichkeiten um ISO 250 zwar das Rauschen aber auch die Dynamik zunimmt.

      Werde ich probieren, ich nehme aber an das auch der Q-Sensor eine „native“ Basisempfindlichkeit von ISO200 hat. ISO100 ist nur ein s.g. „extended mode“, der zwar weniger Rauschen, aber auch weniger Dynamik hat.

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