Eile, des Fotografen größter Feind


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Ein gutes Foto braucht seine Zeit, der Bildausschnitt will gut überlegt sein, Kamera-Einstellungen wollen vorgenommen und genauestens überprüft werden. Ein gutes Foto lässt sich genauso wenig reproduzierbar aus der Hüfte schießen wie sich ein schönes Gemälde mit wenigen Pinselzügen malen lässt. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Macht man es auf die Schnelle oder ist man geistig irgendwo anders, passieren bestenfalls technische Fehler, über die man aber hinwegsehen kann, falls das Motiv interessant ist und das Timing stimmt. Schlimmstenfalls schießt man ein langweiliges Foto, bei welchem es unwichtig ist, ob es technisch fehlerfrei ist. Langweiliges bleibt langweilig, auch wenn es bis zur Perfektion getrieben wurde. Da ich oft auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause oder zu einem Termin fotografiere, bin ich mit beiden Arten von Fehlern bestens vertraut. Schaut euch die Fotos vom Inneren des Wagens (verwackelt/fehlfokusiert) oder das Hundeporträt (fehlfokusiert) in voller Größe an, dann wisst ihr was ich meine. Ich lösche zwar zwei Drittel bis drei Viertel meiner Bilder, trotzdem sind immer wieder welche dabei, die verwackelt, schlecht fokusiert oder einfach langweilig sind. Würde ich wirklich konsequent die Spreu vom Weizen trennen, müsste ich über 95% meiner Fotos löschen und könnte pro Monat vielleicht nur eine Handvoll zeigen. Die Lösung scheint also darin zu liegen, sich mehr Zeit für Fotografie zu nehmen, sodass nach nüchternen Löschorgien genug zeigenswerte Fotos übrigbleiben. Die Frage ist aber, wie in der schnelllebigen Welt von heute mehr Zeit nehmen? Wie macht/schafft ihr das?
Sigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 Art

Sigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtSigma SD1 Merrill & Sigma 18-35mm f/1.8 ArtAlle Fotos wurden mit der Sigma 18-35mm f/1.8 Art + SD1 Merrill Kombi gemacht. Weitere gibt es auf Pinterest und Flickr.

  1. Hallo Lars,

    da hast Du ja ein derzeit aktuelles Thema aufgegriffen. Ich denke aber man muss da ein bisschen Differenzieren.
    Zwar ist es richtig, dass in Eile geschossene Fotos oft eine hohe Ausschuss Quote haben, dennoch ist Eile manchmal geboten. Selbst in der oft als entschleunigt geltenden (besonders analogen) Landschaftsfotografie muss man sich vor Ort oft Sputen da die Zeitfenster für perfekte Lichtverhältnisse kurz sind.

    Eile und schlechte Fotos hängen also nicht unbedingt zusammen. Da stellt sich die Frage was ein „gutes“ Fotos ausmacht, technische Perfektion ist da nur ein kleiner Teil. Ich glaube ein gutes Foto, also das voll zufrieden stellt, ist das Resultat eines Prozesses der ganze viele Aspekte umfasst, vor allem auch viele die unmittelbar wenig mit der technischen Umsetzung zutun haben. Mit Prozess meine ich hier also eine Intensive Auseinandersetzung mit allen Aspekten die zu einem gelungenen Foto führen (können).

    Vielleicht hilft sich selbst einmal im Vorfeld Fragen zu stellen wie: Warum fotografiere ich eigentlich gern und was will ich an den Betrachter transportieren?

    Für mich selbst war es überhaupt erstmal ein Prozess zu erkennen, dass ich meine (fotografischen) Möglichkeiten besser gezielt einschränken sollte anstatt sie (in Form von Features/Technik) stetig weiter auszubauen. Es gab eine Phase da habe ich mir reihenweise teuerste Linsen und Equipment zugelegt. Am Ende stapfte ich mit Tonnen als Linsen und Ausrüstung durch die Landschaft und war nur noch damit beschäftigt zu überlegen, wie ich dieses Fass an Möglichkeiten wohl nutzen könnte um das Maximum aus einem Fototag herauszuholen.
    Die schiere Fülle an fotografischen Möglichkeiten und die Bedienung der Technik verstellten mir also den Blick auf das Wesentliche.
    Nicht selten bin ich mit 1000 Fotos nach Hause gekommen, X Perspektiven von einem Motiv/Szene, Schnappschüsse etc. Die Auswahl fiel entsprechend schwer, ist diese Perspektive/Belichtung doch ggf. besser als die Andere? Unglaublich viel Energie und Zeit ging durch all dies verloren und am Ende zeigte sich doch nur wie unsicher ich noch war.

    Dann entdeckte ich die analoge Fotografie und stellte fest, dass man für gute Fotos gar nicht das neueste Objektiv, die neueste Kamera benötigt. Ich habe dann nahezu mein komplettes Equipment verkauft und verfüge heute nur noch über eine sehr überschaubare Ausrüstung. Heute investiere ich einen Großteil meiner Zeit in die Vorbereitung, das Abdrücken ist dann der Punkt an dem alle Überlegungen und Vorbereitungen zu einem Resultat – dem Foto – verschmelzen.

    Der Punkt dabei ist jedoch, dass ich mir um Technik und deren Bedienung keine Gedanken mehr machen muss. Ich habe sowieso nur wenig und das was ich habe, kenne ich aus dem FF und kann es Blind bedienen.
    Ich habe zB. eine analoge sogn. Großformat-Kamera, schweres Teil und unhandlich dazu, aber tolle Details, Farben etc. Dafür besitze ich nur eine einzige Festbrennweite und verwende grundsätzlich immer den gleichen Film. An der Kamera selbst muss ich für ein Foto kaum etwas verstellen (bzw. ich benötige es für meine Art der Fotografie kaum). Somit habe ich kaum etwas was mich vom Motiv und vom Spirit vor Ort zu stark ablenken würde. Ich kann – wenn ich eine Szene/Motiv betrachte – bereits das Foto vor meinem inneren Auge sehen, einfach weil ich weiß welche Resultate ich mit der Kamera zu erwarten habe (Erfahrung). Das Aufstellen, Belichtung messen und Abdrücken ist dann (fast) nur noch Formalität.
    Ich gewinne so mehr Raum um mich mit dem (für mich) Wesentlichen auseinanderzusetzen, nämlich dem was ich vor Ort fühle, was ich ins Foto transportieren möchte, mit der Geschichte die ich erzählen möchte.
    Das bewusste einschränken von Möglichkeiten und das virtuose Beherrschen meines Equipments geben mir dabei mehr Sicherheit. Ich verzichte nun auch ganz bewusst auf Aufnahmen, wenn/weil ich sicher bin, dass es noch nicht das ist was ich will. Oft bereite ich eine Fototour vor, stehe Nachts auf um rechtzeitig vor Ort zu sein, marschiere im Dunkeln über Stock und Stein und muss dann feststellen, dass das heute nichts wird (= null Fotos).
    Aber alles halb so schlimm, ich genieße dann die Zeit und die Ruhe an diesen Ort, notiere mir Eindrücke und entspanne beim Frühstück mit Blick auf grasende Rehe, vorbeistreifende Füchse und wabernde Nebelschwaden 🙂
    Man darf auch das genussvolle an der Fotografie und den Momenten die sich daraus ergeben nicht vergessen…

    Letztlich muss jeder für sich selbst herausfinden welche Methoden und Vorgehensweisen am besten zur eigenen Bildaussage und Charakter passen, dass kann ja sehr unterschiedlich sein. Ablenkung (in welcher Art auch immer) vom wesentlichen Kern der eigenen Motivation ist wohl aber generell ein Killer (und jeder lässt sich von anderen Dingen ablenken bzw. manchmal auch Blenden).

    Eile selbst ist also dann kein Problem, wenn man gut vorbereitet ist, weiß man will und weiß wie es zu erreichen ist.

    Nichtsdestotrotz mag ich Technik und beschäftige mich auch gern mit Neuentwicklungen. Überhaupt ist die Beschäftigung mit Technik kein Nachteil, sofern es nicht zum reinen Selbstzweck wird und/oder man dabei droht den Fokus auf die eigene fotografische Motivation zu verlieren.

    Antwort

    1. Vielleicht hilft sich selbst einmal im Vorfeld Fragen zu stellen wie: Warum fotografiere ich eigentlich gern und was will ich an den Betrachter transportieren?

      Ich denke das hilft meist dann, wenn man an einem Fotoprojekt arbeitet. Wenn man aber, so wie ich, einfach beim Spazieren Fotos von „schönen und interessanten Dingen“ macht, bringt das denke ich nicht viel. Schließlich ist nicht die Motivation („was will ich mit dem Foto sagen?“) das Problem, sondern die Umsetzung. Und für eine gute Umsetzung, sowohl gestalterisch als auch technisch, muss man sich einfach Zeit nehmen.

      Für mich selbst war es überhaupt erstmal ein Prozess zu erkennen, dass ich meine (fotografischen) Möglichkeiten besser gezielt einschränken sollte anstatt sie (in Form von Features/Technik) stetig weiter auszubauen. Es gab eine Phase da habe ich mir reihenweise teuerste Linsen und Equipment zugelegt. Am Ende stapfte ich mit Tonnen als Linsen und Ausrüstung durch die Landschaft und war nur noch damit beschäftigt zu überlegen, wie ich dieses Fass an Möglichkeiten wohl nutzen könnte um das Maximum aus einem Fototag herauszuholen.
      Die schiere Fülle an fotografischen Möglichkeiten und die Bedienung der Technik verstellten mir also den Blick auf das Wesentliche.

      Ich weiß genau was du meinst. Aus diesem Grund habe ich mir vor Jahren zu Gewohnheit gemacht, nur eine Kamera und bei einer DSLR nur ein Objektiv auf eine Fototour mitzunehmen. Je mehr Ausrüstung ich beim Fotografieren ich dabei habe, umso mehr denke ich darüber nach welches Objektiv oder welche Kombi in einer konkreten Situation die geeignetste wäre, statt mich auf Motive zu konzentrieren. Aber obwohl ich auch wenn ich die DSLR mitnehme nur ein Objektiv dabei habe, merke ich anhand von Flickr-Feedback, dass ich mit den DPs die wohl interessantesten Fotos mache. Puristischer als mit einer Kompakten mit Festbrennweite kann man nicht fotografieren.

      Dann entdeckte ich die analoge Fotografie und stellte fest, dass man für gute Fotos gar nicht das neueste Objektiv, die neueste Kamera benötigt. Ich habe dann nahezu mein komplettes Equipment verkauft und verfüge heute nur noch über eine sehr überschaubare Ausrüstung. Heute investiere ich einen Großteil meiner Zeit in die Vorbereitung, das Abdrücken ist dann der Punkt an dem alle Überlegungen und Vorbereitungen zu einem Resultat – dem Foto – verschmelzen.

      Was genau meinst du mit Vorbereitung?

      Der Punkt dabei ist jedoch, dass ich mir um Technik und deren Bedienung keine Gedanken mehr machen muss. Ich habe sowieso nur wenig und das was ich habe, kenne ich aus dem FF und kann es Blind bedienen.
      Ich habe zB. eine analoge sogn. Großformat-Kamera, schweres Teil und unhandlich dazu, aber tolle Details, Farben etc. Dafür besitze ich nur eine einzige Festbrennweite und verwende grundsätzlich immer den gleichen Film. An der Kamera selbst muss ich für ein Foto kaum etwas verstellen (bzw. ich benötige es für meine Art der Fotografie kaum). Somit habe ich kaum etwas was mich vom Motiv und vom Spirit vor Ort zu stark ablenken würde. Ich kann – wenn ich eine Szene/Motiv betrachte – bereits das Foto vor meinem inneren Auge sehen, einfach weil ich weiß welche Resultate ich mit der Kamera zu erwarten habe (Erfahrung). Das Aufstellen, Belichtung messen und Abdrücken ist dann (fast) nur noch Formalität.

      Ich kann meine Ausrüstung ebenfalls blind bedienen. Oft erwische ich mich aber beim Überlegen ob ich es mit ISO100 (Verwacklungsgefahr) oder mit 200, 400 versuchen soll. Der Tradeoff ist klar, Rauschfreiheit und schöne Farben vs mögliche Verwacklung. Und du weißt wie es beim Foveon ist. Im Zweifelsfall ISO100. 😉

      Ich gewinne so mehr Raum um mich mit dem (für mich) Wesentlichen auseinanderzusetzen, nämlich dem was ich vor Ort fühle, was ich ins Foto transportieren möchte, mit der Geschichte die ich erzählen möchte.
      Das bewusste einschränken von Möglichkeiten und das virtuose Beherrschen meines Equipments geben mir dabei mehr Sicherheit.

      Eine Frage: fotografierst du meistens nebenbei, also so wie ich, auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, usw? Wenn ich nur um zu fotografieren aus dem Hause gehe, komme ich, weil ich 100%ig bei der Sache bin, mit deutlich besseren Bildern wieder zurück. Das ist aber leider nicht die Regel.

      Ich verzichte nun auch ganz bewusst auf Aufnahmen, wenn/weil ich sicher bin, dass es noch nicht das ist was ich will.

      Ja, das ist ein Gespür, welches man mit der Zeit entwickelt.

      Letztlich muss jeder für sich selbst herausfinden welche Methoden und Vorgehensweisen am besten zur eigenen Bildaussage und Charakter passen, dass kann ja sehr unterschiedlich sein. Ablenkung (in welcher Art auch immer) vom wesentlichen Kern der eigenen Motivation ist wohl aber generell ein Killer (und jeder lässt sich von anderen Dingen ablenken bzw. manchmal auch Blenden).

      Das ist m.M.n. das größte Problem. Realistisch betrachtet hat man Zeit um X/5 aber nicht um X gute Fotos zu schießen, man möchte es aber dennoch versuchen. Und wegen diesem Leistungsdruck, den man sich selber aufgebaut hat, kommt man mit X/10 guten Fotos nach Hause. Passiert mir ständig.

      Nichtsdestotrotz mag ich Technik und beschäftige mich auch gern mit Neuentwicklungen. Überhaupt ist die Beschäftigung mit Technik kein Nachteil, sofern es nicht zum reinen Selbstzweck wird und/oder man dabei droht den Fokus auf die eigene fotografische Motivation zu verlieren.

      Das stimmt. Ich beschäftige mich sehr viel mit Technik und Ausrüstung, wenn ich aber losziehe, nehme ich wie schon gesagt nur das Minimum an Ausrüstung mit. Wenn ich etwas neues Kaufe, dann fotografiere ich mehrere Wochen nur mit dem Neuen Objektiv/neuer Kamera, um mich daran zu gewöhnen. Würde ich bei jeder Fototour immer etwas anderes mitnehmen, wäre die Ausbeute erst recht unterirdisch.

      Hast du einen Flickr-Account bzw. wo kann ma sich deine Fotos anschauen?

      Antwort

      1. „…Eine Frage: fotografierst du meistens nebenbei, also so wie ich, auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, usw? Wenn ich nur um zu fotografieren aus dem Hause gehe, komme ich, weil ich 100%ig bei der Sache bin, mit deutlich besseren Bildern wieder zurück. Das ist aber leider nicht die Regel…“

        Meine Sigma DP1 oder jetzt eben die Quattro habe ich oft dabei und knipse einfach was mir gerade auffällt. Ich versuche dabei immer etwas neues zu entdecken, gerade auch an Orten an denen man quasi täglich vorbeikommt. Ich verfolge da auch keinen höheren Anspruch o.ä. es ist vielmehr eine Art Training des bewussten Sehens und „vor Ort“ sein… außerdem machts Spaß! 🙂
        Ich fotografiere wie Du auch nicht hauptberuflich (wie viele Menschen auf diesen Planeten können von Landschaftsfotografie leben? :-)), wobei es mittlerweile schon mehr ist als ein Hobby.

        „…Was genau meinst du mit Vorbereitung?…“

        Das kommt darauf an was ich vorhabe. Wenn es um ein Projekt geht, dann zwinge ich mich ganz unten anzusetzen d.h. tatsächlich zu überlegen was will ich und warum, was sind meine Vorstellungen usw.. Das geht dann weiter mit konkreter Recherche über zB. was haben andere Fotografen zum dem Thema schon gemacht etc … bin hin zur Reiseplanung oder wenn in der Nähe, mögliche Locations bei GoogleMaps auskundschaften, Geländebegebenheiten einschätzen, wie weit komme ich mit dem Auto ran, aus welcher Richtung geht die Sonne auf/unter und wann, Wetterbericht etc …
        Bringt das was? Doch ja, die Realität schlägt da aber auch manchmal ganz schön brutal zurück, wenn zB. dann vor Ort wirklich nichts so ist wie man es sich vorgestellt hatte. Da fragt man sich dann, wie zur Hölle haben die (anderen Fotografen) hier solche Fotos hinbekommen. Das ist dann der Punkt wo Geduld und Ausdauer gefragt sind, warten auf das richtige Licht, den richtigen Moment.. dann einfach mal einen Gang zurückschalten, den Kopf freimachen, was essen 🙂

        „…Hast du einen Flickr-Account bzw. wo kann ma sich deine Fotos anschauen?..“

        Bin leider nicht bei Flickr aber ich hoffe vor Ende des Jahres geht meine Website online! Das werde ich natürlich hier posten! 😉

      2. Meine Sigma DP1 oder jetzt eben die Quattro habe ich oft dabei und knipse einfach was mir gerade auffällt. Ich versuche dabei immer etwas neues zu entdecken, gerade auch an Orten an denen man quasi täglich vorbeikommt. Ich verfolge da auch keinen höheren Anspruch o.ä. es ist vielmehr eine Art Training des bewussten Sehens und “vor Ort” sein… außerdem machts Spaß! 🙂

        So mache ich das auch. Die meisten Fotos mache ich während dieser „Sessions“.

        Ich fotografiere wie Du auch nicht hauptberuflich (wie viele Menschen auf diesen Planeten können von Landschaftsfotografie leben? :-)), wobei es mittlerweile schon mehr ist als ein Hobby.

        Der am besten bezahlte Fotograf der Welt ist für seine teils sterilen Landschaften bekannt. Gursky irgendwas heißt er. 😉

        Das kommt darauf an was ich vorhabe. Wenn es um ein Projekt geht, dann zwinge ich mich ganz unten anzusetzen d.h. tatsächlich zu überlegen was will ich und warum, was sind meine Vorstellungen usw.. Das geht dann weiter mit konkreter Recherche über zB. was haben andere Fotografen zum dem Thema schon gemacht etc … bin hin zur Reiseplanung oder wenn in der Nähe, mögliche Locations bei GoogleMaps auskundschaften, Geländebegebenheiten einschätzen, wie weit komme ich mit dem Auto ran, aus welcher Richtung geht die Sonne auf/unter und wann, Wetterbericht etc …
        Bringt das was? Doch ja, die Realität schlägt da aber auch manchmal ganz schön brutal zurück, wenn zB. dann vor Ort wirklich nichts so ist wie man es sich vorgestellt hatte. Da fragt man sich dann, wie zur Hölle haben die (anderen Fotografen) hier solche Fotos hinbekommen. Das ist dann der Punkt wo Geduld und Ausdauer gefragt sind, warten auf das richtige Licht, den richtigen Moment.. dann einfach mal einen Gang zurückschalten, den Kopf freimachen, was essen 🙂

        Das wäre mir dann doch zu viel Arbeit und die Fotografie könnte für mich nicht länger der Ausgleich zum Job sein, sie wäre eher ein unbezahlter Nebenjob. Ich weiß nicht ob mir Fotografieren langfristig Spaß machen könnte, wenn ich anfangen würde so viel Zeit und Energie in Fotospaziergänge zu investieren.

        Bin leider nicht bei Flickr aber ich hoffe vor Ende des Jahres geht meine Website online! Das werde ich natürlich hier posten! 😉

        Ja bitte, ich bin sehr neugierig. Du weißt ja eh was ich so knipse. 😉

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