Wir sollten uns glücklich schätzen mit der Fototechnik des 21. Jahrhunderts fotografieren zu dürfen


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Beim Diskutieren über aktuelle Fotoausrüstung die so gut ist, dass die meisten von uns sie unser Leben lang nicht ausreizen werden können, vergisst man leicht wie alles angefangen hat und dass das Beschweren über Features, Leistung und Bildqualität aktueller Kameras und Objektive eigentlich ein Meckern auf sehr hohem Niveau ist. Die unten abgebildeten Kameras haben weder Autofokus, Stabi, oder wahnsinnig hohe FPS, noch kann man sie nach dem Motto „mal schauen…“ mitnehmen. Die Kameras von vor 100 Jahren waren groß, schwer zu tragen und zu bedienen. Ein Handbuch wenige Stunden lang zu studieren brachte nichts, denn der ganze Prozess von der Aufnahme bis zum Druck war so kompliziert, dass man Jahre brauchte bis man ihn beherrscht hat. Angesichts dessen bin ich der Meinung, dass wir uns glücklich schätzen können mit der fortschrittlichen Technik des 21. Jahrhunderts fotografieren zu dürfen. Im Vergleich zu früher gibt es heute einfach keine schlechten und schwer zu bedienenden Kameras. Übrigens, das dritte Foto gefällt mir am besten. 😉

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Bildquelle: blog.creativelive.com

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Bildquelle: blog.creativelive.com

  1. Jean Pierre 7. Juni 2014 um 07:05

    Danke Lars für die tollen Aufnahmen. Die sind alle so schön und man sieht auch, dass es auch damals unkonventionnelle Lösungen brauchte. Ja, das 3. Bild ohne „Stabi“ wird vermutlich verwackelt sein.

    Was ich auch noch sehe, dass die Lichter bei den meisten ebenfalls ausgefressen sind!!! Ja, die Lichter….. Die haben es Ansel Adams auch angetan. Deshalb hat er auch das Zonensystem entwickelt, weil er ein Fan von der „straight fotography“ war. Er wollte den Realismus einfangen. Damals waren ja die meisten SW-Bilder leicht verfärbt und der Farbfilm kam viel später.

    Mit dem Zonensystem hat er dem Fotografen ein grosses Hilfsmittel gegeben, was heute noch gilt. Es wäre schon, wenn jemand das „analoge“ Zonensystem für die digitale Fotografie anpassen würde.

    Und noch etwas fällt mir auf. Die Plastizität der Aufnahmen. Wenn ich sehr viele Aufnahmen auf Flickr von diversen Digital Kameras ansehe, dann fehlt mir diese Plastizität. Da beim Bayersensor die Pixel nebeneinander angelegt sind, geht die Plastizität verloren. Auch wenn es die Software nachträglich versucht, die Pixel wieder untereinander zu bringen.

    Hier liegt die Stärke des Foveon und dieser Sensor ergibt wunderschöne plastische Aufnahmen. Wenn man nur die vielen Stuioaufnahmen mit der SD1 sieht!!

    Zuletzt noch wegen dem Gewicht. Ich glaube nicht, das früher die Kameras schwerer waren, als die heutigen DSLR von Nikon oder Canon mit den schweren Objektiven! Meistens war es eine Holzkiste mit einen kleinen Objektiv. Die Teleobjektive kamen viel später. Eine Ausnahme die Kompakt und Spiellosen.

    Das Stativ war schwer, obwohl auch hier sehr viele aus Holz waren. Uebrigens gibt es immer noch Holzstative zu kaufen!

    Also wir sehen, dass es im Grunde genommen kein grosser Unterschied gab oder gibt! Fotografieren ist und bleibt ein lebenlanger Versuch, irgendeinmal das perfekte Bild zu schiessen!!! ….. und des macht es interessant……

    Antwort

    1. Mit dem Zonensystem hat er dem Fotografen ein grosses Hilfsmittel gegeben, was heute noch gilt. Es wäre schon, wenn jemand das “analoge” Zonensystem für die digitale Fotografie anpassen würde.

      Das würde leider wenig bringen, da sich kaum ein Hersteller an den ASA-Standard hält. ISO ist leider nicht ISO. Bei manchen ist ISO200 eher ISO133 oder noch weniger.

      Und noch etwas fällt mir auf. Die Plastizität der Aufnahmen. Wenn ich sehr viele Aufnahmen auf Flickr von diversen Digital Kameras ansehe, dann fehlt mir diese Plastizität. Da beim Bayersensor die Pixel nebeneinander angelegt sind, geht die Plastizität verloren. Auch wenn es die Software nachträglich versucht, die Pixel wieder untereinander zu bringen.

      Hier liegt die Stärke des Foveon und dieser Sensor ergibt wunderschöne plastische Aufnahmen. Wenn man nur die vielen Stuioaufnahmen mit der SD1 sieht!!

      Das ist auch der Grund wieso ich mit den Merrills fotografiere. Diese Mikrokontraste, oder wie auch immer man den Look nennen möchte, fehlen mir einfach bei den Bayer-Aufnahmen.

      Zuletzt noch wegen dem Gewicht. Ich glaube nicht, das früher die Kameras schwerer waren, als die heutigen DSLR von Nikon oder Canon mit den schweren Objektiven! Meistens war es eine Holzkiste mit einen kleinen Objektiv. Die Teleobjektive kamen viel später.

      Die Kameras waren definitiv extrem schwer. Die großen Objektive sind wahrscheinlich deswegen erst später erschienen, weil man für die Kombi aus einer Großformat-Kamera und einem entsprechenden Tele-Objektiv einen Kran und einen Pick-Up-Wagen gebraucht hätte, um diese zu bewegen und in Position zu bringen.

      Also wir sehen, dass es im Grunde genommen kein grosser Unterschied gab oder gibt!

      Naja, der Unterschied zwischen der DP2M und einer damaligen Großformatkamera mit äquivalenter Festbrennweite ist enorm.

      Fotografieren ist und bleibt ein lebenlanger Versuch, irgendeinmal das perfekte Bild zu schiessen!!! ….. und des macht es interessant……

      Das ist natürlich richtig. Die heutige Technik macht es einem doch leichter das perfekte Bild zu schießen.

      Antwort

  2. Da ist meine Praktica 4 ja fast schon luxus dagegen

    Mit der hab ich fotografieren gelernt

    Antwort

    1. Klein, leicht und einigermaßen robust. Deutlich praktischer als die damals üblichen Großformat-Kisten, für die man bei jeder „Fototour“ einen Packesel gebraucht hat. 😉

      Antwort

  3. Habe gerade einen Artikel gelesen zu Features der neuen dp2

    http://www.sigma-photo.co.jp/english/camera/dp-feature/

    Wenn man sich das durchließt und dann nochmal die Fotos oben anschaut 😀 lol

    Antwort

    1. Danke für den Link. Hm, wenn dies die Hauptfeature sein sollen. Was der „Overexposure Correction“ Regler wirklich macht, ist mir noch ein kleines Rätsel. Soll anscheinend auf Gegenlicht Korrektur anwenden. Die anderen „Looks-Einstellungen“ ist eher für die Asiaten.

      Schade, dass Sigma verpasst hat den Weissabgleich als klassischer Regler mit Zahlen einzubauen. Die Gelegenheit wäre da. Zumindest hat man jetzt den Weissabgleich als Kugel zu dem klassischen Quadrat-Bild, das auch in den meisten Digicam im Menu angewählt werden kann, wenn man einen manuellen Weissabgleich vornehmen will.

      Antwort

      1. Auch wenn Lars das anders sieht, an der Kugel stört mich am meisten dass es eine Kugel ist und das die meisten Punkte nicht aufgezeichnet ist, ansonsten ist die Idee perfekt.

        Bei dem Quadrat wurde beides gelöst. Man hat keine Kugel mehr die sich blöd dreht und man kann jeden einzelnen Punkt direkt anwählen.

      2. Ja, das stimmt. Es braucht etwas Uebung mit dem Quadrat. Die Kelvinzahlangabe wäre sicher sehr hilfreich. Na ja….

      3. Auch wenn Lars das anders sieht, an der Kugel stört mich am meisten dass es eine Kugel ist und das die meisten Punkte nicht aufgezeichnet ist, ansonsten ist die Idee perfekt.

        Bei dem Quadrat wurde beides gelöst. Man hat keine Kugel mehr die sich blöd dreht und man kann jeden einzelnen Punkt direkt anwählen.

        Das ist eine Gewohnheitssache. Seitdem ich Fotos auf dem PC bearbeite, mache ich das mit den WB-Reglern. Mit der Kugel kann ich mich einfach nicht anfreunden.

      4. Schade, dass Sigma verpasst hat den Weissabgleich als klassischer Regler mit Zahlen einzubauen.

        Ja, das ist echt schade.

    2. Habe gerade einen Artikel gelesen zu Features der neuen dp2

      http://www.sigma-photo.co.jp/english/camera/dp-feature/

      Wenn man sich das durchließt und dann nochmal die Fotos oben anschaut 😀 lol

      Oh ja, es gibt viel was korrigiert werden muss. 😉

      Antwort

  4. > Das ist eine Gewohnheitssache. Seitdem ich Fotos auf dem PC bearbeite, mache ich das mit den WB-Reglern. Mit der Kugel kann ich mich einfach nicht anfreunden.

    Die Kugel ist die Pest, das hat Sigma auch eingesehen. Ich würde dem Quadrat eine Chance geben, mir persönlich löst das alle Probleme die ich mit der Kugel hatte.

    – Das Quadrat zeigt den ganzen bereich und fängt nicht an sich zu drehen
    – Man kann jeden Punkt gezielt anpeilen und hat keine unsichtbaren zwischenpunkte
    – Man kann gezielt einen Punkt nach unten/oben/rechts/links gehen ohne das man irgendwelchen komischen unsichtbaren diagonalen folgen muss.

    Antwort

    1. Die Kugel ist die Pest, das hat Sigma auch eingesehen. Ich würde dem Quadrat eine Chance geben, mir persönlich löst das alle Probleme die ich mit der Kugel hatte.

      – Das Quadrat zeigt den ganzen bereich und fängt nicht an sich zu drehen
      – Man kann jeden Punkt gezielt anpeilen und hat keine unsichtbaren zwischenpunkte
      – Man kann gezielt einen Punkt nach unten/oben/rechts/links gehen ohne das man irgendwelchen komischen unsichtbaren diagonalen folgen muss.

      Hoffentlich funktioniert das Quadrat, wie du es vermutest. Mir wäre es lieber wenn unter dem Quadrat zwei Regler dabei wären. Die Wahl zu haben kann nicht schaden.

      Antwort

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