Die ‚Cloud‘: gut oder schlecht?


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Angesichts aktueller Gerüchte über eine neue Creative Cloud, die Adobe angeblich am 18. Juni vorstellen soll, habe ich mich wieder mit der Cloud-Thematik auseinandergesetzt. Nach kurzer Überlegungszeit bin ich erneut zum Schluss gekommen, dass ich einfach zu „old school“ bin um dem Konzept etwas Positives abgewinnen zu können. Weder sehe ich einen Vorteil darin meine Daten und meine Fotos auf Datenträgern Fremder zu speichern, besonders wenn diese ohne meine Kenntnis per Knopfdruck abgerufen werden können, noch gefällt mir der Gedanke dass ein Produkt/eine Leistung für das/die ich bezahlt habe, nicht verwendbar ist falls Server des Herstellers für längere Zeit unerreichbar sind oder gehackt werden. Hinzu kommt das im letzteren Fall jemand an meine (Bank)Daten gelangen würde, der mit diesen sicherlich nichts Gutes im Sinne hätte.

Zwar handelt es sich in diesem Fall nur um eine EBV-Software, trotzdem stellt mein Kopf automatisch den Vergleich mit einem Auto auf. Vor meinem geistigen Auge sehe ich wie ich gestresst in meinem Auto sitze, über die wichtige bevorstehende Besprechung auf der Arbeit nachdenke, beim drehen des Zündschlüssels springt der Motor aber nicht an. Auf der Konsole steht nur „Verbindung zum Server konnte nicht aufgebaut werden, Login fehlgeschlagen. Antriebsfunktion steht nicht zur Verfügung. Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.“ Ehrlich gesagt irritiert mich diese Vorstellung sehr und ich möchte diese Entwicklung nicht unterstützen. Wie ist eure Meinung zur Cloud-Thematik?

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4 Gedanken zu „Die ‚Cloud‘: gut oder schlecht?

  1. Cloud gibt es auch als Verb und heisst übersetzt: verschleiern, trüben, verhängen!!! Dies sagt schon alles aus. Du hast es richtig erfasst und erklärt. Die Cloud nutzt nur dem „Betreiber“. Es hat dann den vollen Zugriff und Kontrolle darüber!! Schon dies ist schon eine Datenschutzverletzung.

    Nun, was können wir tun. Die einfachste Lösung wäre, alle Bilder auf Papier drucken! Hm, was? Ja, dann hast du immer und überall zugriff und brauchst erst noch keinen Computer!! So, habe ich es in den 80er Jahren gemacht. Ich hatte alle meine Schwarzweissbilder auf Fotopapier entwickelt und in einer grossen Schachtel aufbewahrt. Habe sie immer noch!!!!!

    Ist dies aber noch zeitgemäss? Ja, ja, die jüngeren digital denkenden Menschen werden wieder sagen. Ja, die „Alten“.

    Wenn man aber sich der Sache genauer annimmt und analysiert, gibt es im Grunde genommen keine andere Wahl!!!! Wenn ich den 100%igen Schutz haben will.

    OK, ich bin nicht so anti digital. Ich habe natürlich 2 portable Harddisk als Speicher. Dort speichere ich redundant ab! Ich war EDV Verantwortlicher und kenne die Problematik der Hardware! Wenige sind wirklich 100% sicher. Irgend wann wird eine Festplatte nicht mehr funktionieren. Dann sind die Daten verloren, wenn ich sie nicht gleichzeitig auf einer zweiten Festplatte gespeichert habe.

    Für alle Smartphone-Benutzer, die alle „3 Sekunden“ ein Bild/Filmchen machen (Selfie-Mode), da kann die Cloud hilfreich sein. Da diese Bilder nach 2 Monaten eh nicht mehr angeschaut werden und auch nicht einen hohen künstlerischen Anspruch haben. So gesehen brauche ich dann keine Micro-SD Karte für das Smartphone.

    Cloud ist leider Zukunftsmusik und auch Unternehmungen werden darauf setzten. Die Passwörter mit sehr guten Skripten wird es auch geben. So, können „Fremde“ keinen Zugriff haben. Die Cracks freuen sich zumindest jetzt schon darauf.

    So bleibt es dem Benutzer die Wahl, wie er seine Daten schützen möchte. Bei der Fotografie ist es auch nicht anders.

    • Wenn man aber sich der Sache genauer annimmt und analysiert, gibt es im Grunde genommen keine andere Wahl!!!! Wenn ich den 100%igen Schutz haben will.

      So weit muss man m.M.n. gar nicht gehen. Es reicht doch aus auf die Cloud zu verzichten.

      OK, ich bin nicht so anti digital. Ich habe natürlich 2 portable Harddisk als Speicher. Dort speichere ich redundant ab! Ich war EDV Verantwortlicher und kenne die Problematik der Hardware! Wenige sind wirklich 100% sicher. Irgend wann wird eine Festplatte nicht mehr funktionieren. Dann sind die Daten verloren, wenn ich sie nicht gleichzeitig auf einer zweiten Festplatte gespeichert habe.

      Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Mir ist einmal eine 300GB Back-up Platte kaputtgegangen. Die Daten, die ich nicht auf dem Rechner hatte sind für immer verloren gegangen. Seitdem habe ich mehrere Back-up Platten.

      Für alle Smartphone-Benutzer, die alle “3 Sekunden” ein Bild/Filmchen machen (Selfie-Mode), da kann die Cloud hilfreich sein. Da diese Bilder nach 2 Monaten eh nicht mehr angeschaut werden und auch nicht einen hohen künstlerischen Anspruch haben. So gesehen brauche ich dann keine Micro-SD Karte für das Smartphone.

      Oder Bilder die man bisher auf Bilder-Hostern hatte, wie Screenshots und Ähnliches. Die Cloud unterscheidet sich aber nicht wirklich von Bilder-Hostern, es ist das gleiche Prinzip.

      Cloud ist leider Zukunftsmusik und auch Unternehmungen werden darauf setzten. Die Passwörter mit sehr guten Skripten wird es auch geben. So, können “Fremde” keinen Zugriff haben. Die Cracks freuen sich zumindest jetzt schon darauf.

      Ja, zumindest wenn man nicht bereits ist auf SW zu setzen, die nicht von Adobe oder anderen großen SW-Schmieden kommt.

  2. Für und dagegen!
    Also ich habe schnell noch einen VHS Kurs gemacht und bin der „stolze“ Besitzer von CreativeSuite Premium CS6 für unter 400 Euro. Jetzt hoffe ich, dass die Daten noch lange mit den Programmen lesbar sind. Ansonsten kann man sicher immer in tiff umwandeln und dann weiterarbeiten.
    Die cloud habe ich schon bei der Registrierung kennen lernen dürfen. Über einen Tag ging nichts. Mein Konto wurde bei Adobe schon gestohlen und ich bin froh, dass meine Bilder nicht da sind.
    Und was spricht dafür?
    Ich muss gestehen, dass ich das Konzept der Cloud „CC“ an sich in Ordnung finde. Profis, welche eh die Updates kaufen, werden nicht wirklich mehr bezahlen müssen. Die Hersteller haben eine quasi ABO Gemeinde mit Geldern, die sie auch in Zukunft über Wasser halten kann. Für Amateure, die etwas mehr wollen und trotz allem nur ihre Familie ablichten, ist sicherlich mein Weg sinnvoller.
    Was mir noch nicht klar ist, wie es sich mit dem Abfragen der Lizensen verhält. Angeblich geschieht dies nicht immer, sondern nur zum Anfang der Laufzeit. Kontodaten würde ich allerdings auch ungern angeben. Gibt es eigentlich Guthabenkarten für Adobe? Da wäre dann nicht gleich die Kontodaten weg. Fotos würde ich nie auf eine Cloud schicken, es sei denn, sie sollen für alle zugänglich sein.

    • Was mir noch nicht klar ist, wie es sich mit dem Abfragen der Lizensen verhält. Angeblich geschieht dies nicht immer, sondern nur zum Anfang der Laufzeit.

      So weit ich weiß 1x monatlich. Es kann also vorkommen das genau dann die Server spinnen, wenn das eigene Programm sich wieder mit dem Server verbinden muss um erneut verifiziert zu werden. In so einem Fall muss man auf die Adobe Cloud verzichten, bis die Server wieder laufen. Hat man Glück, kann man bis zu einem Monat arbeiten, auch wenn z.B. die Server abgeschmiert oder gehack wurden.

      Kontodaten würde ich allerdings auch ungern angeben.

      Ja, besonders einem Unternehmen, wie Adobe, welches bekannt dafür ist mehrmals gehackt geworden zu sein.

      Gibt es eigentlich Guthabenkarten für Adobe?

      Puh, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

      Fotos würde ich nie auf eine Cloud schicken, es sei denn, sie sollen für alle zugänglich sein.

      Sehe ich auch so. Ich stelle mir gerade vor was passieren würde wenn der folgende Fotograf die Cloud genützt hätte, die Server gehackt geworden wären und die Bilder seiner Ex im Netz gelandet wären. Böse, böse, böse.
      Kurioses Gerichtsurteil: Intimfotos müssen nach der Trennung gelöscht werden

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