Mein neues Tele: Sigma 50-150mm f2.8 II APO HSM


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Nachdem sich beim direkten Vergleich herausgestellt hat, dass das 30mm f/1.4 Art teils deutlich schwächer als das 35mm f/1.4 Art ist, habe ich mich vom Ersteren getrennt und mir das 50-150mm f/2.8 II APO HSM geholt. Ich habe schon so lange auf ein lichtstarkes Tele verzichtet, dass ich längst vergessen habe wie man mit einem solchen Objektiv fotografiert. Es war also höchste Zeit mir eins zu kaufen und mein Gedächtnis aufzufrischen. 😉 Ich hatte bisher leider nur Zeit für zwei kurze Fototouren und was soll ich sagen, ich bin eingerostet. Meine Aufnahmetechnik ist miserabel. So einen hohen Prozentsatz an verwackelten Bildern hatte ich schon lange nicht mehr. 😉

So sieht das 50-150mm auf der Kamera bzw. in der Hand aus:

Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM

Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM

Und hier sind die ersten Fotos, die mir einigermaßen gelungen sind. Das Bokeh im Nahbereich ist butterweich.
Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)Sigma SD1 Merrill & Sigma 50-150mm f/2.8 II APO HSM (volle Auflösung / full resolution)
Sobald ich weitere Fotos mit dem Objektiv gemacht habe, werde ich sie auf Pinterest und Flickr hochladen.

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39 Gedanken zu „Mein neues Tele: Sigma 50-150mm f2.8 II APO HSM

  1. Gratuliere! Schöne Aufnahmen mit weichem Bokeh. Mir gefällt das letzte Bild am Besten.
    Ich bin etwas überrascht, dass du das 50-150 gekauft hast. Das 70-200 2,8 DG wäre mehr Tele (119-300mm KB) und ist an der SD1 hervorragend. Das Bokeh wäre vermutlich auch noch besser. Hast du das 70-200 getestet?

    • Ich kenne beide.

      Das 50-150 ist 100g leichter und wesentlich schärfer bei Offenblende. Vor allem der Randabfall schlägt beim 70-200 viel härter ins Gewicht.

      Zudem entsprechen 50-150 an APS-C 75-225 was etwa ein 70-200 an Vollformat ist.

      @Lars

      btw., durch deine Hervorragenden Fotos hast du mich tatsächlich davon überzeugen können das Angebot auf amazon zu nutzen und eine SD1 + 17-50mm f/2.8 für 1000 € zu ergattern 😛

      Durch das Jahrelange fotografieren mit Wasserwage habe ich allerdings das gleiche Problem wie ich bei denen Fotos beobachte, das Bild kiptt etwas nach rechts 😉

      Vor allem bei dem B/W Foto und dem danach kann man das gut beobachten. Vor allem bei Teles ist es extrem schwer darauf zu achten, fällt mir auch selber auf. Bin gerade fleißig am üben 😉

      • Das 50-150 ist 100g leichter und wesentlich schärfer bei Offenblende.

        Mag sein, aber i.V. zum 35/1.4 A (ich weiß, kein fairer Vergleich) sieht das 50-150 kein Land.

        Vor allem der Randabfall schlägt beim 70-200 viel härter ins Gewicht.

        Das ist natürlich auch ein wesentlicher Faktor. Das 50-150 ist nicht sooo schwer und groß i.V. zu anderen f/2.8 Tele-Zooms.

        btw., durch deine Hervorragenden Fotos hast du mich tatsächlich davon überzeugen können das Angebot auf amazon zu nutzen und eine SD1 + 17-50mm f/2.8 für 1000 € zu ergattern 😛

        Und wie gefällt dir die „Diva“ so?

        Durch das Jahrelange fotografieren mit Wasserwage habe ich allerdings das gleiche Problem wie ich bei denen Fotos beobachte, das Bild kiptt etwas nach rechts 😉
        Vor allem bei dem B/W Foto und dem danach kann man das gut beobachten. Vor allem bei Teles ist es extrem schwer darauf zu achten, fällt mir auch selber auf. Bin gerade fleißig am üben 😉

        Das Fotografieren mit einem Tele fühlt sich nach all der Zeit für mich völlig ungewohnt. Wie schon gesagt, ich bin eingerostet.

    • Viele Dank! Hab das 70-200 nicht getestet, hatte eigentlich gar nicht vor mir ein lichtstarkes Tele-Zoom zu kaufen, die Möglichkeit hat sich aber ergeben eins günstig abzustauben. Es ist ja nicht die aktuelle Version mit OS. Insofern war mit das Mehr an Brennweite beim 70-200/2.8 und wie das 50-150 II i.V. mit diesem abschneidet, nicht so wichtig. 😉

  2. Die Diva, ja, sie hat gute Seiten und schlechte 😀

    Die Farben gefallen mir natürlich, vor allem die Farbauflösung, aber viel wichtiger die Farbkontraste.

    Was mir allerdings nicht gefällt ist, das der RAW-Converter so gähnend langsam ist. Aber gut, das kann ich bei der Dateigröße verkraften.

    Aber ein paar Sachen sind wirklich unnötig, allen voran der Weißabgleich. Bei praktisch 3% meiner Fotos sitzt der Weißabgleich, bei allen anderen muss ich ihn in kleinstarbeit im Nachhinein im RAW-Converter einstellen.

    Was mir natürlich auch nicht passt ist der Crop-Faktor. Das 35mm f/1.4 ist das beste Beispiel. Ich habe die Brennweite von 50mm, aber das Boke von 35mm… :/

    Auch die Schärfe passt leider nicht immer ganz so oft, hab vor der Foto-Tour extra das Firmware Update auf die neuste 1.09 gemacht und als Objektiv nutze ich das EX 17-50mm, aber bei sehr vielen Fotos lag der Fokus weeeeit daneben.

    Man muss sehr, sehr, sehr geduldig sein wenn man das Potential der Kamera nutzen möchte 😀

    Das 17-50 ist scharf, hat aber leider übelste CAs (die der RAW-Converter zum Glück weg bekommt).

    Ich sags ganz ehrlich, was ich am meisten Vermisse ist der Vollformatsensor. Mit allem kann ich leben, aber der APS-C schmerzt schon sehr wenn man Full-Frame gewöhnt ist…

    Ich habe mir vorgenommen erstmal keine Objektive mehr zu kaufen, ich schau jetzt mal was Sigma neues auf den Markt wirft und was Sony auf den Markt wirft u.s.w. und dann mal schauen. Eine Full-Frame Sigma wäre eine Überlegung wert.

    • Farbkontraste ist das beste, was Sigma bieten kann. CA und anderes ist leider bei vielen anderen Hersteller da. Dies lässt sich leicht korrigieren und man muss damit leben.

      Der Crop-Faktor ist sicher etwas störend. Doch überlege mal. Olympus EM-1 hat ja einen MFT-Sensor mit Crop 2!!! Diese Digicam wird in der professionellen Fotografie verwendet! Und bis jetzt habe ich noch nirgends gelesen, dass Oly Fotografen einen Vollsensor wollen.
      Es braucht einfach sehr gute Objektive. Voigtländer mit seinen Anfangblenden von 0.95 ist ein Weg.

      Gerne hätte ich von Sigma ein Objektiv mit Anfangsblende 0.9!!! Dann wäre die Frage, Vollformat dahin.

      Sigma hat mit der ART-Objektive einen guten Weg eingeschlagen. Diese Objektive sind Klasse. Leider sind die Zoom-Objektive sehr schwierig herzustellen, wenn man an die Qualität eines Festbrennweitenobjektiv herankommen will.

      Ob Sigma je einen Vollformat-Foveon-Sensor herstellen will, ist fraglich. Natürlich hätte Sigma die Vollformattauglichen Objektive bereits. Doch einen Vollformat-Sensor herzustellen wäre kein Problem. Ausser die Kosten wären sehr hoch. Somit käme die SD Vollformat über Dollar 10’000.– zu stehen. Die Absatzmenge lässt es nicht zu, eine Vollformatsensor Kamera herzustellen. Der Markt der DSLR ist eingebrochen.

      Ich frage mich wirklich, ob Sigma überhaupt eine SD1 Quattro bauen wird. Denn die SD1 und SD1 Merrill sind bereits Top! Mit den neuen Art Objektive sogar eine Wucht! Nur hört man nicht viel von dem im Web.

      Die Handhabung einer SD1 ist nicht einfach. Ich hatte eine Nikon D800 und habe sie wieder verkauft. Sie war nicht das, was ich mir wünschte.
      Nur Details genügend nicht. Hingegen hat die SD1 alles, was das Herz eine Fotografen höher schlagen lässt. Mit einem der ART Objektive ist sie sogar so gut, wie eine Mittelformatkamera!

      Noch etwas zu SPP 5. Ja, die Software ist langsam. Doch bedenke, dass der Algorithmus, der dahinter steckt auch seine Zeit braucht, um genau zu rechnen. Wenn ich denke, dass Adobe keine besseren Algorithmen einbaut, nur weil die Software schnell sein muss!!!
      Stell dir vor ein Profifotograf muss warten, bis seine 100 Bilder „entwickelt“ sind. Die Fotografen würden fluchen und Adobe Software nicht mehr gebrauchen.
      Somit ist es wichtig, auch hier genauer zu unterscheiden. SPP5 ist hervorragend. Die TIFF-davon kann ich dann weiter mit den Adobe Produkten bearbeiten. Man muss sich Zeit nehmen und die verschiedenen Regler der SPP5 ausprobieren und herausfinden, welche Einstellung optimal sind.

      Gut Dinge braucht Zeit! Solange man kein Massenfotograf ist, lohnt es sich die Zeit zu nehmen und die Digicam und die dazugehörige Software genauesten zu prüfen und kennenzulernen.

      Weiter gut Licht und trau dem Zeugs! Es ist Klasse!

      • > Und bis jetzt habe ich noch nirgends gelesen, dass Oly Fotografen einen Vollsensor wollen.

        Dass liegt daran das Oly Fotografen denken MTF ist das beste System der Welt und Olympus sowieso die beste Kamera der Welt an die nichts hin kommt und alles andere ist Teufelszeug.

        Das Problem ist auch, umso kleiner der Sensor, umso kleiner die Pixel, und das Objektiv muss die Pixel ja noch auflösen. Wo ein Vollformatobjektiv an 24MP nur ca. 85lp/mm auflösen können muss, muss das selbe Objektiv an 24MP APS-C schon stolze 130lp/mm schaffen.

        24MP auf APS-C sind wie 60MP auf Vollformat, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

        Die Oly Fotografen haben 16MP auf MFT, das ist wie 24MP auf APS-C, also auch ~130lp/mm, Olympus verlangt für seine 24-70 f/2.8 pendante teilweise so viel wie das Zeiss 24-70 an Vollformat kostet, bei weniger Leistung.

        Das heisst die haben alle Nachteile von 60MP Vollformat ohne die Vorteile, die haben nämlich nur 16MP und nicht das Boke.

        Keine Ahnung wie ein Profi damit leben kann, wenn man die Zähne zusammen knirscht und streng an seinen Gott glaubt geht viel 😉

        Die Sigma ist da eine ganz andere Klasse, das Konzept schmeckt mir wirklich. 15MP auf APS-C, das ist Moderat, und trotzdem holt Sie mehr Megapixel raus. Die Leistung die das Objektiv hat, wird viel effektiver genutzt, die Oly hat ja auch nur nen dummen Bayer Sensor, wie gesagt, kp wie man sich damit abfinden kann.

        > Ich hatte eine Nikon D800 und habe sie wieder verkauft.

        Willkommen im Club 😀 Die Bedienung der D800 fand ich fürchterlich.

        Die SD1 finde ich um ehrlich zu sein sehr intuitiv. Für alles wichtige gibts nen Button (nicht wie bei MFT wo man sich durch Menüs quälen muss weil die Kamera ja so klein wie möglich sein soll) und für den Rest das QS Menü wo ich alles wichtige habe.

        Ob man ohne Vollformat leben kann muss natürlich jeder selber entscheiden. Das man ca. 1,5 ISO Stufen weniger Rauschen hat finde ich schon mal grundsätzlich nützlich, vor allem sorgt das bei Low-ISO für mehr Dynamik. Das macht bei ISO 100 über eine Blende mehr Dynamik aus, das ist schon einiges.

        Und wenn man das Boke mal gewohnt ist, ist es schmerzhaft weniger zu haben. Vor allem verändert sich ja auch der ganze Bildaufbau. Bei 50mm an APS-C muss ich weiter vom Objekt weg, dadurch hab ich nicht nur weniger Boke sondern der ganze Bildeindruck ändert sich ja. Der Baum der eben noch 5 Meter weg erschien, ist auf einmal direkt hinter der Person.

        Ein riesen Vorteil von 35mm ist ja dieser „Pull Things, Push Things“ Effeckt. Man muss näher hin, dadurch erscheint der Abstand zwischen Objekt und Hintergrund viel größer

        Hier mal ein Bild welches das Super demonstriert: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/70/Weitwinkelperspektiven.jpg

        Müssten 16, 24 und 60mm sein wenn ich mich recht erinnere. Wenn ich weiter weg von dem Objekt gehen muss, weil der Sensor croppt, geht eben genau dieser Effekt verloren.

        Und wenn ich ein 24mm Objektiv nutzen muss um den Bildwinkel eines 35mm zu bekommen um diesen Effeckt wieder zu haben, geht mir das Boke total verloren.

        Um das Boke des 35mm f/1.4 zu haben, müsste das 24mm eine Lichtstärke von 0,9 Haben. Abgesehen davon das die Abbildungsleistung dann praktisch total in den Keller einbricht, gibt es das einfach nicht. das 24mm hat f/1.8, das wäre wie 2.8 an 35mm.

        Das heisst statt dem hochklassigen Boke des 35mm f/1.4 habe ich das Boke eines 35mm f/2.8

        Das ist schon ein enormer Unterschied, wenn ich das 35mm jetzt mal testweise auf 2.8 abblende…. :/

        Für Landschaften ist das ganze wieder extrem vom Vorteil. Ich kann das Sigma 17-50mm bei 17mm und Blende 8 nutzen und hab eine super scharfe Landschaft. An Vollformat und 24mm müsste ich Blende 12 für die selbe Tiefenschärfe nehmen (wo das Objektiv dann wieder wesentlich schlechter ist.

        Zusätzlich haben 17mm von Haus aus weniger Tiefenschärfe, wenn ich das noch mit rein rechne, oh gott 😀

        Also es hat beides Vor und Nachteile, die höhere Dynamik, das geringere Rauschen und mehr Boke sprechen eindeutig für Vollformat.

        Landschaften und Sport Fotografie sprechen für Crop (obwohl die Sigma für letzteres nicht geeignet ist).

        In der Analogzeit wurden lange und heftige debatten darüber geführt welche Filmgrößen man nehme. Es wurde mit allem rum probiert, mini Filme, 35mm, Mittelformat in mehreren Größen.

        Letztendlich hat sich herausgestellt dass die „“beste““ Lösung der 35mm Film war.

        Mittelformat hat zwar mehr Boke, allerdings ist das Boke so extrem das man im Hintergrund einfach garnichts mehr sieht. Man musste unendlich weit abblenden was die Leistung der Objektive ins Bodenlose zog.

        Kleinere Filme hatten das Problem das man zu wenig Boke hatte und die Filme allgemein viel weniger schärfe und Möglichkeit zur Vergrößerung boten.

        Der beste Kompromiss aus Lichtempfindlichkeit, „Auflösung“ und Boke war der 35mm Film, und genau deshalb ist das heute der „Vollformat“ Sensor und nur deshalb sind die meisten Objektive Vollformat Objektive.

        Btw. das 35mm liefert auch an einer Sony hervorragende Ergebnise, eins der besten Objektive die ich je hatte





      • Dass liegt daran das Oly Fotografen denken MTF ist das beste System der Welt und Olympus sowieso die beste Kamera der Welt an die nichts hin kommt und alles andere ist Teufelszeug.

        Das Problem ist auch, umso kleiner der Sensor, umso kleiner die Pixel, und das Objektiv muss die Pixel ja noch auflösen. Wo ein Vollformatobjektiv an 24MP nur ca. 85lp/mm auflösen können muss, muss das selbe Objektiv an 24MP APS-C schon stolze 130lp/mm schaffen.

        24MP auf APS-C sind wie 60MP auf Vollformat, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

        Die Oly Fotografen haben 16MP auf MFT, das ist wie 24MP auf APS-C, also auch ~130lp/mm, Olympus verlangt für seine 24-70 f/2.8 pendante teilweise so viel wie das Zeiss 24-70 an Vollformat kostet, bei weniger Leistung.

        Das heisst die haben alle Nachteile von 60MP Vollformat ohne die Vorteile, die haben nämlich nur 16MP und nicht das Boke.

        Das stimmt, aber ein gutes Foto setzt das alles nicht voraus. Ich kann dich gut verstehen, da ich selber Details, Schärfe und hohe Auflösung liebe, für viele Einsatzbereich ist das aber längst nicht so wichtig.

        Keine Ahnung wie ein Profi damit leben kann, wenn man die Zähne zusammen knirscht und streng an seinen Gott glaubt geht viel 😉

        Ganz einfach, 16MP ist für vieles gut genug. Wenn man sich mal vorstellt, das vor 10 Jahren viele Profis mit 4MP und um Größenordnungen schlechterem Rauschverhalten arbeiten mussten, dann ist so ein 16MP mFT-Sensor mit nutzbarem ISO3200 eine tolle Sache.

        Die Sigma ist da eine ganz andere Klasse, das Konzept schmeckt mir wirklich. 15MP auf APS-C, das ist Moderat, und trotzdem holt Sie mehr Megapixel raus. Die Leistung die das Objektiv hat, wird viel effektiver genutzt, die Oly hat ja auch nur nen dummen Bayer Sensor, wie gesagt, kp wie man sich damit abfinden kann.

        Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Wenn man Foveon-Schärfe nicht kennt, sieht so eine 16MP Bayer alles andere als schlecht aus. 😉

        Ob man ohne Vollformat leben kann muss natürlich jeder selber entscheiden. Das man ca. 1,5 ISO Stufen weniger Rauschen hat finde ich schon mal grundsätzlich nützlich, vor allem sorgt das bei Low-ISO für mehr Dynamik. Das macht bei ISO 100 über eine Blende mehr Dynamik aus, das ist schon einiges.

        Ja, ein VF-Foveon mit „nur“ 15MP würde extrem gut aussehen. Der jetztige hat manchmal auch bei Basisempfindlichkeit diese Magenta-Flecken. Mehr Dynamik vermisse ich ehrlich gesagt nicht.

        Das ist schon ein enormer Unterschied, wenn ich das 35mm jetzt mal testweise auf 2.8 abblende…. :/

        Das stimmt zwar alles, aber wann macht das so einen großen Unterschied? Bei mir in der Praxis ist das eher so, das ich oft 1-2 Blenden abblenden muss um genug DOF zu haben. Ich fotografiere aber oft formatfüllend.

        Also es hat beides Vor und Nachteile, die höhere Dynamik, das geringere Rauschen und mehr Boke sprechen eindeutig für Vollformat.

        Die Größe, das Gewicht und der Preis dann wiederum für APSC. 😉

        Der beste Kompromiss aus Lichtempfindlichkeit, “Auflösung” und Boke war der 35mm Film, und genau deshalb ist das heute der “Vollformat” Sensor und nur deshalb sind die meisten Objektive Vollformat Objektive.

        Da hast du Recht, aber VF treibt die Kosten heftig in die Höhe. Könnte man bei der SD1M noch das 30mm Art benutzen, so müsste man bei einer SD-VF gleich zum neuen 50mm Art greifen, um den Sensor völlig auszureizen. Und die SD-VF wäre auch um einen ähnlichen Faktor teurer als die SD1M. Wenn ich recht überlege, weiß ich nicht ob ich mir sowas leisten könnte.

      • > Die Größe, das Gewicht und der Preis dann wiederum für APSC. 😉

        Das Preisargument trifft leider nicht auf Sigma zu. Bleibt nurnoch Größe und Gewicht…

      • Das Preisargument trifft leider nicht auf Sigma zu. Bleibt nurnoch Größe und Gewicht…

        Der Foveon-Sensor macht Sigma-Kameras zu Exoten, bei denen man sich u.a. auch mit dem Preis arrangieren muss. Die Aussage war eher generell gemeint.

      • Der Crop-Faktor ist sicher etwas störend. Doch überlege mal. Olympus EM-1 hat ja einen MFT-Sensor mit Crop 2!!! Diese Digicam wird in der professionellen Fotografie verwendet! Und bis jetzt habe ich noch nirgends gelesen, dass Oly Fotografen einen Vollsensor wollen.

        Es gibt sicherlich auch Oly-User die einen VF-Sensor haben wollen, aber für das meiste ist das eh overkill.

        Gerne hätte ich von Sigma ein Objektiv mit Anfangsblende 0.9!!! Dann wäre die Frage, Vollformat dahin.

        Keine Ahnung wie viel ein solches Objektiv kosten würde. Günstig wäre es sicherlich nicht.

        Sigma hat mit der ART-Objektive einen guten Weg eingeschlagen. Diese Objektive sind Klasse. Leider sind die Zoom-Objektive sehr schwierig herzustellen, wenn man an die Qualität eines Festbrennweitenobjektiv herankommen will.

        Gibt es bereits, das 18-35mm z.B. Kostet aber viel mehr als f/2.8 Zooms mit größerem Brennweitenbereich. Ist aber auch ab Offenblende voll nutzbar und sticht so einige Fesbrennweiten bezüglich BQ aus. Das Objektiv reizt mich sehr.

        Ob Sigma je einen Vollformat-Foveon-Sensor herstellen will, ist fraglich. Natürlich hätte Sigma die Vollformattauglichen Objektive bereits. Doch einen Vollformat-Sensor herzustellen wäre kein Problem. Ausser die Kosten wären sehr hoch. Somit käme die SD Vollformat über Dollar 10’000.– zu stehen. Die Absatzmenge lässt es nicht zu, eine Vollformatsensor Kamera herzustellen. Der Markt der DSLR ist eingebrochen.

        Nur Sigma kann wissen, ob ein VF-Foveon zu vertretbaren Kosten hergestellt werden kann. Wenn ich mir aber anschaue, wie günstig die DP Merrills mit APSC-Sensoren derzeit verkauft werden, muss wohl der Herstellungsprozess sehr ausgereift sein. Ich denke es wäre logischer eine DP mit VF-Sensor herzustellen und erst nach diesem „Markttest“ eine SD mit VF-Sensor auf die Beine zu stellen. Jedenfalls denke ich nicht, dass eine SD-VF über 10.000 kosten würde.

        Ich frage mich wirklich, ob Sigma überhaupt eine SD1 Quattro bauen wird. Denn die SD1 und SD1 Merrill sind bereits Top! Mit den neuen Art Objektive sogar eine Wucht! Nur hört man nicht viel von dem im Web.

        Ein VF-Sensor würde schon einiges bringen. Entweder in Sachen Auflösung oder Rauschverhalten. Abhängig davon wie viele Pixel man dem Sensor spendiert.

        Die Handhabung einer SD1 ist nicht einfach. Ich hatte eine Nikon D800 und habe sie wieder verkauft. Sie war nicht das, was ich mir wünschte.
        Nur Details genügend nicht. Hingegen hat die SD1 alles, was das Herz eine Fotografen höher schlagen lässt. Mit einem der ART Objektive ist sie sogar so gut, wie eine Mittelformatkamera!

        So weit würde ich nicht gehen. Unter manchen Bedingungen kommt die SD1M sehr nach an eine MF-Kamera heran, ja, das ist aber eher Ausnahme als die Regel. Trotzdem, zum jetztigen Preis ist sie hinsichtlich Schärfe und effektiver Auflösung konkurrenzlos. Natürlich, sofern man nicht gutes Rauschverhalten, extrem schnellen AF und großen Puffer braucht.

        Gut Dinge braucht Zeit! Solange man kein Massenfotograf ist, lohnt es sich die Zeit zu nehmen und die Digicam und die dazugehörige Software genauesten zu prüfen und kennenzulernen.

        Finde ich auch. Würde mich aber nicht beschweren, wenn SPP einige weitere Optimierungen verpasst bekommen würde. 😉

    • Aber ein paar Sachen sind wirklich unnötig, allen voran der Weißabgleich. Bei praktisch 3% meiner Fotos sitzt der Weißabgleich, bei allen anderen muss ich ihn in kleinstarbeit im Nachhinein im RAW-Converter einstellen.

      Ja, optimal wäre es, wenn die Kamera einen besseren Auto-WA-Algorithmus hätte, gut wäre aber auch, wenn WA besser in SPP gelöst wäre. Ich persönlich mag die „Farbkugel“ nicht so sehr. Mir gefällt die Implementierung mit den zwei Schiebereglern in Lightroom viel besser.

      Was mir natürlich auch nicht passt ist der Crop-Faktor. Das 35mm f/1.4 ist das beste Beispiel. Ich habe die Brennweite von 50mm, aber das Boke von 35mm… :/

      Mich stört das überhaupt nicht. Wenn ich formatfüllend fotografiere, muss ich sowieso abblenden. Ich bin der Meinung das Vollformat nur dann einen Bokeh-Vorteil hat, wenn man weiter weg vom Motiv ist, aber trotzdem gutes Bokeh haben möchte. Ansonsten muss man mit VF noch weiter abblenden, damit überahupt etwas scharf wird.

      Auch die Schärfe passt leider nicht immer ganz so oft, hab vor der Foto-Tour extra das Firmware Update auf die neuste 1.09 gemacht und als Objektiv nutze ich das EX 17-50mm, aber bei sehr vielen Fotos lag der Fokus weeeeit daneben.

      Hast du den Sigma-Service kontaktiert? Die SD1M mag nicht die schnellste sein, aber der AF ist bei mir präzise. In den meisten Fällen (>90%) zumindest. Für mich hört sich das nach einem desjutierten Objektiv an.

      Man muss sehr, sehr, sehr geduldig sein wenn man das Potential der Kamera nutzen möchte 😀

      Vielleicht ein bisschen mehr, als bei anderen Kamera. Ich finde aber, dass man unabhängig von Ausrüstung geduldig sein muss, um gute Fotos schießen zu können. Selten ist mir passiert, dass ein „aus der Hüfte“ geschossenes Foto gut geworden ist. Auch früher nicht, als ich CaNikon Kameras benutzt habe.

      Ich habe mir vorgenommen erstmal keine Objektive mehr zu kaufen, ich schau jetzt mal was Sigma neues auf den Markt wirft und was Sony auf den Markt wirft u.s.w. und dann mal schauen. Eine Full-Frame Sigma wäre eine Überlegung wert.

      Ich hab die SD1M schon recht lange und besitze so einige Sigma Objektive. Für mich käme nur eine „SD1Q“ in Frage. 😉

      • Natürlich ist der vergleich unfair, aber im Direktvergleich zu meiner a99 liegt vor allem der AF weit im Hintertreffen.

        Habe heute die a99 und SD1 im direktvergleich gehabt, mit beiden etwa 100 Fotos geschossen.

        Bei der a99 das 24-70 EX DG HSM und bei der SD1 das 17-50 EX DC HSM, also eig. das gleiche Objektiv, nur für APS-C

        Bei der SD1 ist der AF erstmal viel langsamer und was mich fürchterlich aufregt, wenn ich den Auslöser 3x halb durch drücker, fokussiert sie 3x neu und jedes mal leicht unterschiedlich.

        Von 100 Fotos saß am ende nur bei 7 Fotos der Fokus (und 2 davon waren MF)! Bei der a99 bei jedem + der AF war viel schneller. Auch Weißabgleich und Belichtung haben bei der a99 bei ausnahmslos jedem foto gesessen, die SD1 belichtet je nachdem welchen AF-Punkt ich nehme reproduzierbar anders mit Gewichtung auf dem Fokus Punkt. Das hat bei mir zu extrem viel falsch belichteten Fotos geführt.

        Wenn ich Mehrfeld AF nehme, nimmt er grundsätzlich den unnützesten Fokuspunkt. Hab ich ne Landschaft nimmt er den untersten Fokus punkt und fokussiert die erste Wiese die er vor mir findet statt den See vor dem ich stehe, die a99 ist da mit Objekterkennung schon deutlich weiter 😦

        Tracking Fokus war leider vollkommen unbrauchbar in meinen Tests. Der AF war zu langsam und bei mir hat er bei still stehenden Objektiven ja offensichtlich schon nicht funktioniert.

        Ich bin dann hingegangen und habe die AF-Justage ins kleinste Detail durchgenudelt. Ein Foto nach dem anderen mit nem Fokus checker, bis der fokus perfekt saß, bei AF-Justage -12.

        Dann 5 Test fotos gemacht, alle 5 perfekt!

        Ich geh vor die Tür, Kirchturm direkt vor dem Haus, auf die Uhr des Kirchturms fokussiert, ca 50-100m Weg.

        Mittlerer AF-Punkt, direkt auf die Mitte der Uhr, und babam, er meldet der Fokus passt und ich seh schon im Sucher das er meilenweit daneben liegt. 3x Neu fokussieren lassen, ausgelöst, komplett unscharf.

        AF-Justage wieder deaktiviert, Foto gemacht, Fokus sitzt?!? Komisch. Dann das auto vor der Türe, komplett unscharf, AF-Justage wieder an, Fokus sitzt perfekt.

        Also je nach Entfernung muss ich offensichtlich die AF-Justage an oder abschalten. Der linke AF-Punkt ist vollkommen unbrauchbar, liefert unabhängig von der AF-Justage falsche Ergebnis. Und allgemein benötigt jeder Fokus punkt seinen eigenen AF-Justage wert.

        Natürlich klingt das nach Sigma Service, aber das macht schonmal einen sehr schlechten ersten Eindruck. Mal schauen was Sigma dazu sagt.

      • Ich kann dich da beruhigen. Bei Nikon und Canon ist es nicht besser. Wieviele Sportfotografen haben 2 DSLR und wieso? Weil eine immer im Service ist. Canon und Nikon bieten da guten Support an, manchmal bekommt man gratis eine Ersatzdslr. Der AF-Justage ist eine heikle Angelegenheit.

        Wenn man auf den AF angewiesen ist, dann muss man damit rechnen, dass man immer wieder den Service aufsuchen muss. Oder man justiert es selber!

        Warum wohl hat Leica auf AF in den Objektiven verzichtet? Ja, ja, sie wussten es.

        Ich fokusiere bei stehenden Bilder immer manuell! Ist so eine Gewohnheit aus analoger Zeit.

        Ich denke, dass der Service bei Sigma dir sicher helfen kann. Der Qualitäts(fertigungs)unterschied bei den Sigma Objektiven ist leider hoch! Mit soviel Mengen, die produziert werden, ist es kaum möglich, alle Objektive 100% zu überprüfen, auch wenn es Sigma Japan sagt!

        Man sollte in der Garantiezeit die Geräte und Objektive ausreizen und genau testen. Wenn nicht in Ordnung sofort den Sigma Servicedienst in Anspruch nehmen.

      • Ich lese in den Foren viel von dieser angeblich extremen Qualitätsschwankung bei Sigma, aber als Sigma-Nutzer mit sehr vielen unterschiedlichen Objektiven kann ich das ganz und gar nicht nachvollziehen. Ich gehe davon aus, dass man bei jedem Hersteller eine Gurke erwischen kann (perfekte Qualitätssicherung kann sich keiner von uns leisten…), was da aber teilweise für „urban legends“ verbreitet werden finde ich mittlerweile nur noch zum Kaputtlachen. Manche Sigma-Hater meinen dass sie 3 Objektive zurückschicken mussten, bis sie eins ohne Fehlfokus gekriegt haben. Wenn aber diese Fehlerquote von 50-75% stimmt, dann müsste ich bisher ein gutes Dutzend fehlfokusierende Objektive bekommen haben, oder? Komisch, mir ist das gar nicht aufgefallen und die Bilder gibt es auf Flickr. Sehr viele davon in Originalauflösung von 15MP. Fehlfokusierte kann man sicherlich finden, was ja auch kein Wunder ist, wenn der Hund/die Katze nicht stillsitzen möchte. 😉 Daran ist aber weder die Kamera noch das Objektiv schuld.

      • Lars schreibt:
        Ich lese in den Foren viel von dieser angeblich extremen Qualitätsschwankung bei Sigma, aber als Sigma-Nutzer mit sehr vielen unterschiedlichen Objektiven kann ich das ganz und gar nicht nachvollziehen. Ich gehe davon aus, dass man bei jedem Hersteller eine Gurke erwischen kann (perfekte Qualitätssicherung kann sich keiner von uns leisten…), was da aber teilweise für “urban legends” verbreitet werden finde ich mittlerweile nur noch zum Kaputtlachen. Manche Sigma-Hater meinen dass sie 3 Objektive zurückschicken mussten, bis sie eins ohne Fehlfokus gekriegt haben. Wenn aber diese Fehlerquote von 50-75% stimmt, dann müsste ich bisher ein gutes Dutzend fehlfokusierende Objektive bekommen haben, oder?

        Ich habe ähnliches auch in den Foren gelesen. Ich schrieb nur aus meinen Erfahrungen mit Kollegen, die sich grässlich aufgeregt haben, über das Sigma Objektiv. Es ist schon so, dass man besser im Geschäft einige Exemplare vom gewünschten Objektiv testet!
        Es kann gut sein, dass man ein „Montag“ oder „Freitag“-Modell bekommt!
        Doch Sigma ist da kulant.

        Natürlich ist es schwierig ein scharfes Bilde zu bekommen, wenn man ein bewegtes Motiv ablichten will. Das muss geübt werden. Ein Sportfotografen Kollegen hat mir einmal gezeigt, wieviele unscharfe Bilder er mit eine Nikon D3 geschossen hat. Es waren über 50%!

      • Ich habe ähnliches auch in den Foren gelesen. Ich schrieb nur aus meinen Erfahrungen mit Kollegen, die sich grässlich aufgeregt haben, über das Sigma Objektiv. Es ist schon so, dass man besser im Geschäft einige Exemplare vom gewünschten Objektiv testet!

        Das sollte man bei teuren Produkten sowieso machen. Ich kaufe mir auch keinen €2000 Flatscreen übers Internet. Wenn ich so viel Geld ausgebe, möchte ich mir vorher in Echt ein Bild vom Produkt machen.

        Natürlich ist es schwierig ein scharfes Bilde zu bekommen, wenn man ein bewegtes Motiv ablichten will. Das muss geübt werden. Ein Sportfotografen Kollegen hat mir einmal gezeigt, wieviele unscharfe Bilder er mit eine Nikon D3 geschossen hat. Es waren über 50%!

        Übung bringt klarerweise viel, aber ich denke nicht das man großartig die Ausschußquote reduzieren kann, ehe es Kameras gibt die mit Gedanken gesteuert werden können. 😉

      • Zu seitlichen AF-Punkten kann ich dir nichts sagen, da ich zu 99% den mittleren verwende, aber so wie du die Sache beschreibst sollte es nicht sein. Klar, die SD1M ist kein Geschwindigkeitsmonster was den AF betrifft, treffsicher sollte sie aber schon sein. Entweder ist deine Kamera oder dein 17-50 ein Fall für den Service.

  3. > Wieviele Sportfotografen haben 2 DSLR und wieso?

    Alle die ich kenne haben den Zweitbody nur um nicht Objektive wechseln zu müssen sondern immer zwei parat zu haben, oder als Ersatzbody falls der erste zu Bruch geht.

    Bei der a99 musste ich auch eine Fein-Justage vornehmen, und zwar von -2 (auf einer Skala von -20 bis +20) und nur bei dem 24-70. Und bei Vollformat muss bei Blende 1.4 der Fokus perfekt sitzen, das sieht man sofort.

    Vielleicht hatte ich auch einfach nur glück, aber von 7 SLRs ist die SD1 jetzt die erste wo das wirklich so massiv war (die ist aktuell vollkommen unbrauchbar. Ich bekomme nichtmal 5% Fotos mit Fokus hin, das ist in meinen Augen fast schon ein Defekt).

    > Ich fokusiere bei stehenden Bilder immer manuell! Ist so eine Gewohnheit aus analoger Zeit.

    Das tu ich auch, mit 11,7x Zoom im OLED Sucher 😉 da sieht man dann wirklich welche Ader des Blattes im Fokus ist.

    > Warum wohl hat Leica auf AF in den Objektiven verzichtet? Ja, ja, sie wussten es.

    Weil Sie, wie Zeiss, zu unfähig dazu sind und genau das der Grund ist warum Sie jetzt keine Rolle mehr spielen. Ich denke es hat einen guten Grund warum Sony die Elektronik der Kamera incl. Sensor herstellt und Leica nur den Metallklotzt aka Body.

    Die Objektive sollen anscheinend auch aus Deutschland stammen… kein plan ob das Stimmt oder ob die wie bei Zeiss in Wirklichkeit aus Japan kommen (und ja, auch das neue Zeiss Otus kommt offiziell laut Zeiss aus Japan).

    Aber die Leica objektive sind auch nicht der hammer, eher durchschnitt. Der Sensor ist ein normaler Sony Sensor. Ist halt wie die Kameras von Hasselblad die in Wirklichkeit eine stink normale Sony NEX sind.

    Ein Schatten aus der Vergangenheit der sich als Reiche Leute Luxus neu verkauft, das ist Leica, so tief gesunken sind die.

    Wenn du nichts gutes herstellen kannst, machs einfach teuer, dann kaufen es wenigstens die Bonzen.

    • Aber die Leica objektive sind auch nicht der hammer, eher durchschnitt. Der Sensor ist ein normaler Sony Sensor. Ist halt wie die Kameras von Hasselblad die in Wirklichkeit eine stink normale Sony NEX sind.

      Welche Leica meinst du genau? Die M, die T oder die kleinen Panasonic-„Leicas“-Knipsen? Die Ms haben, so weit ich weiß, keinen Sony-Sensor. Vielleicht die neuste M240, aber die M9 hatte einen Kodak-Sensor.
      Leica-Objektive sind natürlich nicht Durchschnitt, die sind für die Größe extrem gut. Und natürlich sollte man schauen was sie auf der Kamera leisten (der M), für die sie gebaut sind, und nicht auf XYZ Bodies, wo sie aufgrund von Adaptierung weit schlechtere BQ liefern.

      • Soviel ich weiss, hat die M240 einen CMOS-Sensor von einer belgischen Fabrik!! Der Sensor wurde speziell für Leica hergestellt. Die CCD-Sensoren, die in der M9, M8, M6 sind Kodak!! Leica hat bis jetzt keine Japanische Sensoren für ihre Top-Linie M eingebaut!

        Die neue T hat einen 16 MP APS-C Sensor, der wohl gleich ist, wie in der X2! Vermutlich ein Sony-Sensor. Doch ich bin mir nicht sicher. Leider ist dieser Typ von Kamera nicht gerade gelungen. Es ist meine Meinung. Das einzige, was für das T-Modell spricht, ist der Adapterring für die Nutzung der M-Objektive! Dies ist schon toll, für alle, die bereits M-Objektive haben.

        Die Leica M-Objektive sind hervorragend, auch die Zoom-Objektive sind ein Klasse für sich. Qualität hat seinen Preis.

        Schade, dass Leica mit dem T-Typ nicht gleich einen eingebauten elektronischen Sucher entwickelt hat. Natürlich kann man da geteilter Meinung sein.

        Auch die neue Sigma Quattro hat keinen eingebauten elektronischen Sucher! Doch hier kann ich auch nicht die Objektive auswechseln.

      • „Soviel ich weiss, hat die M240 einen CMOS-Sensor von einer belgischen Fabrik!! Der Sensor wurde speziell für Leica hergestellt. Die CCD-Sensoren, die in der M9, M8, M6 sind Kodak!! Leica hat bis jetzt keine Japanische Sensoren für ihre Top-Linie M eingebaut!“
        Wird wohl so sein. Aber ein bisschen Klugscheißerei: Die M6, genau wie die M7, ist eine Filmkamera. 😉 Die M8 war die erste digitale M, hatte aber keinen VF-Sensor.

        Die neue T hat einen 16 MP APS-C Sensor, der wohl gleich ist, wie in der X2! Vermutlich ein Sony-Sensor. Doch ich bin mir nicht sicher. Leider ist dieser Typ von Kamera nicht gerade gelungen. Es ist meine Meinung. Das einzige, was für das T-Modell spricht, ist der Adapterring für die Nutzung der M-Objektive! Dies ist schon toll, für alle, die bereits M-Objektive haben.

        Die Leica M-Objektive sind hervorragend, auch die Zoom-Objektive sind ein Klasse für sich. Qualität hat seinen Preis.

        Schade, dass Leica mit dem T-Typ nicht gleich einen eingebauten elektronischen Sucher entwickelt hat. Natürlich kann man da geteilter Meinung sein.

        Auch die neue Sigma Quattro hat keinen eingebauten elektronischen Sucher! Doch hier kann ich auch nicht die Objektive auswechseln.

        Der EVF muss nicht eingebaut sein, es reicht wenn es eine Möglichkeit gibt einen anzuschließen. Bei der DP2M vermisse ich den Sucher nicht, aber bei der DP3M, wenn ich Makros schieße.

      • Also die aktuelle Leica habe ich nicht getestet, aber mit den alten hatte ich Massive Probleme. Mein Fotohändler hatte die mal da mit nem Satz Objektive, ich war hoch enttäuscht.

        Die Schärfe war weit unter der SD1 und auch weit der a99. Die Rauschverhalten hab ich Miserabel in Erinnerung, die Bilder waren alle vollkommen übersättigt und die Leica hat teils massive Falschfarben produziert.

        Die SD1 ist eine Diva, wenn man Sie gemeistert hat, bekommt man hervorragende Ergebnisse. Die Leica ist ein Spielzeug zum Preis eines Autos.

        Für die größe sind die Objektive gut, für den Preis, die Größe und das Gewicht eines Fahrrads ist die Leistung eines Fahrrads enorm, trotzdem nehme ich nach Japan lieber das Flugzeug und zum Fotografieren lieber was richtiges.

        1,5-2kg sind nun wirklich nichts mehr, wenn man bedenkt was man für dieses enorme Gewicht bekommt.

        Und gegen eine A7R sieht die Leica elends alt aus.

      • Also die aktuelle Leica habe ich nicht getestet, aber mit den alten hatte ich Massive Probleme. Mein Fotohändler hatte die mal da mit nem Satz Objektive, ich war hoch enttäuscht.

        Die Schärfe war weit unter der SD1 und auch weit der a99. Die Rauschverhalten hab ich Miserabel in Erinnerung, die Bilder waren alle vollkommen übersättigt und die Leica hat teils massive Falschfarben produziert.

        Man muss sagen, dass die Leicas vor der M240 allesamt CCD-Sensoren hatten (die M8 sogar einen mit ungenügend starkem IR Filter, was zu Falschfarben führte). Die M240 hat jetzt einen CMOS, der deutlich besser sein soll. Wenn ich mich nicht irre ohne AA-Filter.
        Wie dem auch sei, für manche Einsatzgebiete sind Leicas konkurrenzlos. Street-Photography ist so ein Fall. Die Kombination aus sehr geräuscharmer Kamera, die auch mit Objektiven lichtstark und klein ist, und die perfekt auf MF optimiert ist, ist für dieses Genre wie geschaffen. Leicas mögen extrem teuer sein und in viele Einsatzgebieten den aktuellen DSLRs/SLTs unterlegen sein, aber sie sind keine teuren Spielzeuge.

        Die SD1 ist eine Diva, wenn man Sie gemeistert hat, bekommt man hervorragende Ergebnisse. Die Leica ist ein Spielzeug zum Preis eines Autos.

        Naja, da stimme ich dir überhaupt nicht zu. Leicas waren schon immer teuer, aber wenn man sich anschaut welche legendären Fotografen mit ihnen fotografiert haben muss man einfach zugeben, dass das doch recht gute Kameras sind. Ich würde mir zwar genauso wenig wie du eine Leica kaufen, weil ich sie für meine Zwecke für zu teuer und zu einschränkend finde, aber da tut nichts zur Sache. DIe Welt dreht sich nicht um mich.

        Für die größe sind die Objektive gut, für den Preis, die Größe und das Gewicht eines Fahrrads ist die Leistung eines Fahrrads enorm, trotzdem nehme ich nach Japan lieber das Flugzeug und zum Fotografieren lieber was richtiges.

        1,5-2kg sind nun wirklich nichts mehr, wenn man bedenkt was man für dieses enorme Gewicht bekommt.

        Manchen ist das Gewicht nicht so wichtig, hauptsache die Kamera fühlt sich extrem wertig und gut verarbeitet an, und das ist bei Leicas definitiv der Fall.

        Und gegen eine A7R sieht die Leica elends alt aus.

        Es ist eher so dass die A7R, mit den handvoll Objektiven, die für sie verfügbar sind, im Vergleich zu jedem halbwegs gut aufgebauten System recht als aussieht. Es ist ein guter Sensor in einem kleinen Gehäuse, mehr nicht. Erst wenn Sony die gewaltigen Lücken im Objektivangebot gestopft hat, wird die A7R zu einer richtig guten Kamera werden.

  4. > Die CCD-Sensoren, die in der M9, M8, M6 sind Kodak!! Leica hat bis jetzt keine Japanische Sensoren für ihre Top-Linie M eingebaut!

    Von ein paar von denen hab ich noch RAW-Testbilder rum liegen, war immer ganz lustig. Die Bildqualität ist eig. unter aller Sau aber die Leute fahren voll drauf ab, kp wieso. Aber die Leute zahlen auch 4000 € für das Zeiss obwohl das Sigma besser ist.

    Es gibt Leute, die müssen einfach viel bezahlt haben, sonst sind sie nicht glücklich.

    Qualität hat seinen Preis, da stimme ich dir zu 100% zu! Das perfekte Objektiv zu bauen kostet keine 4000 € und einen Sensor in einen Metallklotz zu bauen ist kein Auto wert.

    Luxus hat einen noch viel höheren Preis als Qualität und bei Luxus ist, bekanntermaßen, vollkommen unwichtig ob der Gegenstand am Ende noch einen praktischen Wert hat. Die Leica ist und bleibt ein Luxus Gegenstand. Klar bekommt ein guter Fotograf mit ihr gute Fotos hin, aber mit einer besseren Kamera würde er eben bessere Fotos hinbekommen.

    • Von ein paar von denen hab ich noch RAW-Testbilder rum liegen, war immer ganz lustig. Die Bildqualität ist eig. unter aller Sau aber die Leute fahren voll drauf ab, kp wieso.

      Ich war von der BQ der Leicas immer sehr angetan. Auf Pixelebene kommen die klarerweise nicht an den Foveon heran, aber welche Kamera tut das schon bei gutem Licht und niedrigen ISOs? Trotzdem, die Leicas, weil sie so klein sind und weil die Objektive in Relation zu BQ und Lichtstärke geradezu winzig sind, hat den gleichen Charme wie die Sigma DPs. Ich denke viele Leute sind bereit mehr für gute BQ in einer kleinen Packung auszugeben, als für absolut beste BQ, wenn die Kamera ein Klotz ist.

      Klar bekommt ein guter Fotograf mit ihr gute Fotos hin, aber mit einer besseren Kamera würde er eben bessere Fotos hinbekommen.

      Hängt davon ab was man fotografiert. Wie schon gesagt, viele Street-Fotografen nutzen gerne Leicas, und das sicherlich nicht, weil sie angeben wollen.

      • > viele Street-Fotografen nutzen gerne Leicas

        Weil sie nicht erwischt werden wollen wenn sie irgendwelche verarmte oder halbtote menschen mit ihrem zig tausend Euro Equipment fotografieren um damit auch noch Geld zu verdienen (oder sich zum. im Internet für die Fotos rühmen zu lassen).

        Da würde ich mich auch nicht erwischen lassen wollen, da würde ich mich viel zu sehr schämen.

        Ich würde mich nicht mehr auf die Straße trauen aus Angst die Leute könnten mir meine Scham ansehen.

      • Ach

        Weil sie nicht erwischt werden wollen wenn sie irgendwelche verarmte oder halbtote menschen mit ihrem zig tausend Euro Equipment fotografieren um damit auch noch Geld zu verdienen (oder sich zum. im Internet für die Fotos rühmen zu lassen).

        Da würde ich mich auch nicht erwischen lassen wollen, da würde ich mich viel zu sehr schämen.

        Ich würde mich nicht mehr auf die Straße trauen aus Angst die Leute könnten mir meine Scham ansehen.

        Ach komm jetzt, du wetterst gegen ein ganzes Genre nur weil es (wie überall) Deppen gibt. Ich wäre vorsichtig mit solchen Aussagen, denn so wie du sie formuliert hast, beziehen sie sich auch auf die Fotografiegrößen, wie z.B. den Henri Cartier-Bresson der garantiert keine „verarmte oder halbtote menschen“ fotografiert hat. Er hat aber eine Leica benutzt.

  5. > Zu seitlichen AF-Punkten kann ich dir nichts sagen, da ich zu 99% den mittleren verwende, aber so wie du die Sache beschreibst sollte es nicht sein. Klar, die SD1M ist kein Geschwindigkeitsmonster was den AF betrifft, treffsicher sollte sie aber schon sein. Entweder ist deine Kamera oder dein 17-50 ein Fall für den Service.

    Habe mal danach gegoogelt, stehe nicht alleine mit dem Problem da. Liegt wohl am Objektiv in Kombination mit der SD1 (Lustig, Sigma Objektiv hat Problem mit Sigma Kamera).

    Viele berichten ganz exakt das was ich beobachte, im Schnitt sind 30% der Bilder im Fokus und der AF stellt oft nicht richtig scharf.

    Was mir heute noch aufgefallen ist, die Seitlichen AF-Punkte passen nicht zur Mattscheibe! Es kann sein das der ganz rechte AF-Punkt das bild perfekt scharf gestellt hat, aber es sieht im Sucher definitiv unscharf aus. Wenn man dann so lange halb auf den Auslöser drückt bis es scharf aus sieht, hat man die Kamera einfach gezwungen daneben zu Fokussieren.

    War heute nochmal 2 Stunden lang mit der SD1 unterwegs, allerdings die meiste Zeit mit Blende 11 Fotografiert, da ist die Beurteilung des AF schwer 😉 mir ist aber aufgefallen das der AF keine winzigen Unterschiede mag.

    Wenn ich auf etwas fokussiere, es leicht ändere oder mich leicht bewege, behauptet Sie meist immernoch es wäre nach wie vor im fokus. Muss dann erst auf was weit entferntes fokussieren und nochmal neu aufs Objekt.

    Summa Summarum scheint es aber am Objektiv zu liegen.

    • Habe mal danach gegoogelt, stehe nicht alleine mit dem Problem da. Liegt wohl am Objektiv in Kombination mit der SD1 (Lustig, Sigma Objektiv hat Problem mit Sigma Kamera).

      Google mal nach der D800 und den seitlichen Fokusfeldern. Du wirst dich kaputtlachen. Manche Bodies produzieren mit so gut wie jedem Nikkor nur noch Fehlfokus, wenn man seitliche AF-Punkte benutzt. So lustig oder sonderbar scheint das also nicht zu sein. 😉

      Summa Summarum scheint es aber am Objektiv zu liegen.

      Gut möglich. Werde mir wohl die seitlichen AF-Felder unter die Lupe nehmen müssen. Mal schauen ob das mit der Mattscheibe bei mir auch so ist.

      • Nikon war allerdings der erste von dem ich das gehört habe, weder Canon noch Sony haben solche Probleme „Serienmäßig“

        Aber mein Problem scheint tatsächlich ein anderes zu sein, bei einer zweiten Fototour wo ich nur Offenblende fotografiert habe und nur den mittleren Fokus punkt benutzt, hat der Fokus bei keinem einzigen Bild gepasst…

      • Nikon war allerdings der erste von dem ich das gehört habe, weder Canon noch Sony haben solche Probleme “Serienmäßig”

        Auch Canon hat Probleme „serienmßig“. Letztens mussten Kameras zurückgerufen werden, weil die Suchermuschel aus einem allergieauslösendem Gummi gemacht wurde.

        Aber mein Problem scheint tatsächlich ein anderes zu sein, bei einer zweiten Fototour wo ich nur Offenblende fotografiert habe und nur den mittleren Fokus punkt benutzt, hat der Fokus bei keinem einzigen Bild gepasst…

        Ich weiß wirklich nicht was ich dazu sagen soll. Ich habe mittlerweile auch die seitlichen AF-Felder ausprobiert und bei mir funktionieren auch diese problemlos. Was wirst du machen? Hast du den Sigma-Service kontaktiert?

  6. Pingback: Wieder mit dem Sigma 50-150mm f2.8 unterwegs | Foto[gen]erell

  7. > Fotografiegrößen, wie z.B. den Henri Cartier-Bresson

    Der hat in meinen Augen nichts mit heutiger Street Fotografie zu tun.

    Er unterscheidet sich grundlegend in mehreren Punkten von Heutigen Streetfotografen

    – Er hat seine Bilder Komponiert und nicht Blind abgedrückt um unentdeckt zu bleiben
    – Er hat seine Bilder nicht gnadenlos überschärft
    – Er hat bei seinen Bildern nicht den Kontrast ins unendliche getrieben
    – Er hat keine billigen Sepia Effekte benutzt
    – Er hat nicht blind alles Fotografiert was nicht auf 3 auf den Bäumen war
    – Er hat nicht einen auf CIA Agent gemacht sondern war als Fotograf kenntlich
    – Er hatte ne Analoge Leica mit nur 1 Objektiv und mit echtem B/W Film Fotografiert, das Set hat weniger gekostet als ein halbes Leica Objektiv heute.
    – Er hat die Leica nicht wegen dem Namen/der Marke gewählt
    – Er hat nicht 80% seiner Zeit damit verbracht Style anderer zu kopieren
    – Er hat gezielt und mit Niveau provoziert statt blindlings jeden Bettler zu knipsen den er finden konnte
    – Er hat keine Leute beim Nasepopeln blind von unten Fotografiert
    – Die meisten seiner Fotos entstanden vor ca. 60 Jahren

    Er wollte das Leben und das Geschehen Dokumentieren, und zwar mit Aussagekraft! Er wollte etwas aussagen mit seinen Bildern und nicht einfach blöd die nächst besten Leute in der Nachbarstadt abknipsen. Er hat bei seinen Fotos, und das kann man deutlich sehen, sehr viel überlegt und nachgedacht bevor er abgedrückt hat, hat von Hand fokussiert, die Belichtung gemessen u.s.w., das ist was komplett anders, 99% der Streetfotos Heute sind in Bruchteilen von Sekunden entstanden. Die meisten Fotos sind schlichtweg einfach Schnappschüsse die dank hochwertigen Kameras und LR/ACR aussehen als erweckten sie professionelle Ansprüche.

    Ich denke der Hauptunterschied von Henri Cartier-Bresson ist einfach das er als Fotograf kenntlich war. Er wollte die Leute mit seiner Kamera nicht stören, deswegen die Leica, es war jedoch immer offensichtlich das er Fotograf ist und fotografiert. Wenn er jemand fotografiert hat, hat er sich viel Mühe damit gegeben und sich Zeit gelassen, er hat auf den perfekten Augenblick gewartet und die Leute haben sich (meistens ;)) freiwillig fotografieren lassen.

    Die Street Fotografen heute fotografieren wie Cowboys, die Kamera im Anschlag und sobald man auch nur i-was im Augenwinkel sieht BAM BAM BAM und sofort weiter, hoffentlich hat einen keiner gesehen.

    Natürlich sind das nicht alle, aber eben die Mehrheit und um die geht es ja im Normalfall.

    Musst mal nur hier rein schauen

    http://www.fotocommunity.de/menschen/streetfotografie/970

    Das hat nicht im entferntesten mit dem zu tun was Henri Cartier-Bresson gemacht hat.

    • Henri Cartier-Bresson war Sohn eines Industriellen!!! Ergo, er hatte Geld. Er hat das Abitur nach 3 Anläufen nicht geschafft!!! Er hat dann an einer freien Kunstakademie Zeichnen und Malen gelernt!!!!! Das hat ihn geprägt.

      Damals hatte er viele Kontakte zu „Reichen Sohneman“, die sich in den einschlägigen Lokalen in Paris trafen. Dort erhielt er einen Auftrag für eine Zeitung Fotos zu schiessen. So, hat er angefangen zu fotografieren. Er hat bewusst, das gesucht, was der Kunde wollte.

      Dann, kam der Krieg, wo er als Militärfotograf eingesetzt wurde. Er wurde von den Deutschen verhaftet und kam in ein Lager! Das hat ihn sehr geprägt und mitgenommen. Viele seiner Bilder zu Kriegszeiten sind verschwunden und sind heute selten zu sehen.

      Nach dem Krieg wollte er mehr machen für die Menschen. So bekam er Aufträge von Zeitschriften und Zeitungen, Fotos im In- und Ausland zu machen. Dies war seine produktivste Zeit. Er reiste auf der ganzen Welt. Und er schoss Bilder, wie ein Wilder! Sein Archiv war enorm gross!!!
      Also, hat auch er so fotografiert wie heute!!!!

      Aus dieser Vielzahl von Aufnahmen ist klar, dass einige hervorragende gelungen sind. Sein geschultes Auge von den Kursen an der Kunstakademie half ihm dabei.

      Als finanziell unabhängiger Fotograf, konnte er überall reisen und hatte so die einzigartige Gelegenheit, die Todesbeisetzung mit Verbrennung von Mahdma Gandhi bei zu wohnen. Diese Bilder waren sicher seinen grossen Durchbruch.

      Mit der Zeit, war es ihm anstregend in der Welt zu reisen und Fotos zu machen. So gründete er mit einem Kollegen die Zeitschrift Magnum, was jetzt als Magnum Phtos weiter existiert. Es wollte damit jungen talentierten Fotografen eine Existenzmöglichkeit zu geben.

      Er fotografierte bis 1998! Danach begab er sich wieder der Malerei. Vor allem der Strichmalerei mit Bleistift. Einige seiner Bilder sind in Paris zu sehen. Ab und zu fotografierte er bis fast vor seinem Tod.

      Ich habe seine grosse Austellung in Paris im Centre Pompidou gesehen. Dort waren über 100 Bilder ausgestellt. Die meisten in der Grösse 20 x 25 cm!! Nur zwei Bilder waren 100 x 75 cm!!! ALLE Schwarzweiss.

      Es war eine hervorragende Austtellung, die nicht nur die 10 bekanntesten Bilder von ihm zeigten, sondern auch „banale“ Bilder, die viel Emotionales zeigten!

      Ich denke, dass Henri Cartien Bresson ein begabter Fotograf war und das Auge hatte für das Wesentliche. Zudem verstand er die Fotografie von der Aufnahme bis zum Druck bestens! Er entwickelte seine Bilder im eigenen Labor selber!

      In der heutigen Zeit gibt es auch sehr talentierte Fotografen, die Reisereportagen und „Streetfotografie“ ebenfalls mit viel Emotionen zeigen können. Manchmal, wird mit der heutigen Technik zuviel an den RAW-Dateien herum gebastelt! Dann wird das Bild verfälscht und es zeigt etwas anderes!

      Bis heute hat kein Fotoheft, die Mühe genommen, klare Abstufungen von Aufnahme ARTEN zu machen. Als Beispiel JPEG-OOC (out of cam),
      oder RAW-with Postprocessing. Schon mit diesen zwei ARTEN kann man sehr schnell erkennen, ob bei der Aufnahme die Bildkomposition etc gemacht wurde, oder eben nicht.

      Einige Fotowettbewerb-Bedingungen sind jetzt so, dass man die RAW-Datei einsenden MUSS!!!! Klasse, dann sieht die Jury gleich, ob das Bild nachträglich „gefälscht“, rsp. geändert wurde! Schon mal eine gute Entwicklung.

      Denn jede digitale Aufnahme kann ich heutzutage so verändern, dass man erst gar nicht merkt, dass die Aufnahme nicht vor Ort gemacht wurde!

    • Mensch, wieso bist du so verbittert wenn es um Street-Photography geht? Genau wie damals, gibt es auch heute Street-Fotografen die sehr gut sind und die sehr wohl moralisch und politisch korrekt an das Genre herangehen. Mag sein das es Leute gibt, die einfach nur polarisieren wollen und die kein Schamgefühl kennen wenn es darum geht die Aufmerksamkeit auf ihre Fotos und auf sich zu ziehen, solche Leute gibt es aber überall.

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