Die wesentlichen Unterschiede zwischen der Sigma DP2 Quattro und der DP2 Merrill


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Da die Sigma DP2 Quattro heute offiziell vorgestellt wurde, werden wir uns mal die wesentlichen Veränderungen/Verbesserungen im Vergleich zu der noch aktuellen DP2 Merrill anschauen. Als erstes springen einen das neue Design mit dem recht ungewöhnlichen Griff und die größeren Abmessungen ins Auge. Während die Quattro nur um wenige Millimeter höher als die DP2M ist, ist sie ganze vier Zentimeter breiter und zwei Zentimeter dicker als die Merrill. Das folgende Bild vom Flickr-User und Blogger Foxfoto veranschaulicht den Größenunterschied.

SIGMA DP2 Merrill_vs_QuattroDP2(unofficial)

©  Foxfoto

Der nächste große Unterschied ist beim Sensor zu finden.

Sigma-Foveon-Merrill

Merrill FoveonSigma-Foveon-Quattro

Quattro Foveon

Während der Foveon-Sensor einschließlich der Merrill-Ausführung mit 15MP bzw. 45MP (abhängig davon wie man rechnet) drei Schichten mit der exakt gleichen Anzahl von Pixeln bzw. Fotodioden pro Schicht hatte, wurde der Quattro-Foveon ein bisschen „Bayerisiert“ und hat jetzt vier Mal mehr blaue Lichtdetektoren als jeweils grüne und rote. Insgesamt hat der Quattro 19,6 Mio. Fotodioden für blaues und jeweils 4,9 Mio. für rotes und grünes Licht. Sigma verspricht sich von diesem neuen Design bessere Lichtempfindlichkeit und weniger Rauschen. Ich bin auf die ersten Vergleichsfotos ab ISO400 gespannt.

Die RAWs haben eine Auflösung von 5424×3616 Pixel, also 19,6MP, statt 14,7MP bei den Merrills. Darüber hinaus haben Quattro-RAWs 14bit, statt 12bit wie bei bisherigen Sigma-Kameras. Das verspricht mehr Informationsgehalt in den RAWs und mehr Reserven bei der Bearbeitung. Fotografiert man im JPG-Modus, stehen einem verschiedene Hochskalierungs-Modi bis 33MP mit fünf unterschiedlichen Seitenverhältnissen zur Verfügung: 7,680×4,320 (16:9) – 7,680×3,296 (21:9) – 7,680×5,120 (3:2) – 6,816×5,120 (4:3) – 5,120×5,120 (1:1).

Sigma-Quattro-DP-9

Neu ist auch der Bildprozessor. Der Chip namens „True III“ soll für schnelleren AF und bessere Speichergeschwindigkeit sorgen. Ich gehe zusätzlich davon aus, dass wir auch die auswählbare AF-Punkt-Größe dem neuen Prozessor zu verdanken haben. Bei den Merrills konnte man die Größe der AF-Punkt nicht verändern, bei der Quattro gibt es neben der Standardgröße „Regular“ auch noch „Spot“ und „Large“. Wozu das gut sein soll? Nun, je kleiner der AF-Punkt, umso präziser aber auch langsamer ist er. Wir haben jetzt die Möglichkeit die AF-Punkt-Größe an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Ich sollte mal die Bedienungsanleitung lesen, ehe ich Behauptungen aufstelle.

Wer eine der DP Merrills besitzt, weiß dass sie sehr viel Strom verbrauchen. Aus diesem Grund legt Sigma jeder Kamera zwei Akkus bei. Der ungewöhnliche Griff der Quattro scheint keine reine Design-Entscheidung zu sein, darin findet der neue, größere BP-51 Akku platz. Dazu wie viele Bilder man mit einem Akku machen kann, äußert sich Sigma nicht.

Sigma-Quattro-DP-7

Zu guter Letzt wird es für die DP2 Quattro und die DP1 Quattro zwei neue optische Aufstecksucher geben.

Sigma-Quattro-DP-8

So wie es aussieht hat Sigma so gut wie alles verändert bzw. verbessert. Mich persönlich interessiert am meisten wie gut der Quattro-Foveon sowohl hinsichtlich Auflösung als auch Rauschverhalten i.V. zum Merrill-Foveon abschneidet und wie stark sich der neue Prozessor und der größere Akku bemerkbar machen.

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20 Gedanken zu „Die wesentlichen Unterschiede zwischen der Sigma DP2 Quattro und der DP2 Merrill

  1. > Die RAWs haben eine Auflösung von 5424×3616 Pixel, also 19,6MP

    Man hat in grün und rot aber nur jeweils 4,9 MP.

    So ganz habe ich das nicht kapiert.

    Bei einem 20MP Bayer Sensor hat man 10MP Grüne Pixel, 5MP Blaue und 5MP Rote.
    Bei einem 20MP Faveon Quattro hat man 20MP Blaue Pixel, 5MP Gründe und 5MP Rote.

    Geht das nur mir so oder fehlt da irgendwie der sinn des Faveon. Der einzige Vorteil des Faveon war doch das er die Farben nicht interpoliert sondern an jedem Pixel, jede Farbe voll aufzeichnet.

    Wenn er das nicht mehr tut, wozu dann überhaupt ein Faveon? Ich bekomme mit dem amaze Algorithmus je nach Motiv nahezu die volle Auflösung aus dem Sensor. Der Schritt zu Faveon ist also nur durch diese „extra“ Auflösung gerechtfertigt. Diese ist ja jetzt nicht mehr gegeben (mit der Ausnahme von Blau. Wieso eig. Blau? Ein Bayer Sensor hat doppelt so viel Grüne wie Rot/Blau weil das Auge darauf am empfindlichsten Reagiert. Wieso Blau?!?)

    • Hallo vamp 898,
      kann nur vermuten , dass die Konstruktion so ist, da die Pixel immer noch übereinander sind und nicht wie bei Bayer nebeneinander. Das halte ich für „Foveontypisch“. Der Aufbau Blau, Grün, Rot, ist so, weil die Lichtanteile entsprechend gefiltert werden und eine andere Reihenfolge so nicht möglich wäre.
      Ansonsten konnte ich mir die neue Konstruktion trotzdem besser vorstellen, als eine Bayerkonstruktion. Aber in der Tat ist es nun eine Farbberechnung.

      • Der Foveon hat keinen Farbfilter bzw. kein Color Filter Array. Der Grund wieso die blaue Schicht 4x so viele Pixel hat ist der, weil Licht aus dem blauen Spektrum nicht weit ins Silizium vordringen kann. Es wird sofort absorbiert. Deswegen ist die Blauschicht die oberste Schicht. Es ist aber auch so, das beim Foveon die „Blauschicht“ nicht nur blau, sondern auch sehr viel grün und rot absorbiert und so das beste Rauschverhalten und die kleinste Fläche pro Pixel braucht um die einzelnen Pixel noch sauber abbilden zu können. Die grüne und rote Schicht sitzen tiefer im Silizium, weil das entsprechende Licht dort absorbiert wird. Nur gelangen dorthin nicht so viele Photonen, sodass das „Signal-Rausch-Verhältnis“ schlechter als bei der Blauschicht ist. Aus diesem Grund sind beim Quattro-Foveon die grünen und roten Pixel 4x so groß. Ob bzw. wie viel das beim Rauschverhalten bringt und wie hoch die Farbauflösung sein wird, werden wir bald sehen.

    • Weil die Blauschicht eigentlich alles aufnimmt. Sie ist eher eine Luminanz- bzw. Schwarzweiß-Schicht, als eine Blau-Schicht im eigentlichen Sinne. Die anderen zwei Schichten helfen bei der Farbberechnung. Aus diesem Grund ist es möglich mit dem Blaukanal/SW-Workflow die ISO so viel höher hoch zu schrauben, als im Farbmodus.
      Das Design des neuen Quattros unterscheidet sich stark vom Design früherer Foveons, sodass ich mir keinen Urteil erlauben möchte, ehe ich Vergleichsbilder gesehen habe.
      Das Rauschverhalten wird sicherlich deutlich besser sein, die Frage ist ob man mit „kreativer Mathematik“ an die Farbauflösung des Merrill-Foveons herankommen kann.

  2. Nur der Vollständigkeit halber: Auch die Merrill läßt Größenänderungen des AF-Feldes zu … Ob sie was an den Größen geändert haben, weiß ich nicht. Aber dreistufig ist es schon jetzt.

    • Da hast du vollkommen recht. Ich hab die DP2M und die DP3M jetzt so lange und frage mich wie mir dieses Feature entgehen konnte. Ich sollte mir künftig beim Kauf einer Kamera die Bedienungsanleitung näher anschauen, anstatt sofort loszuknipsen. 🙂

  3. Hat sich schon irgendwer gefragt was das runde bernsteinfarbene Teil oben im Objektiv neben der Schrift ist? Ich kann mir keinen Reim daraus machen ( wie auch aus dem Design, aber das kann sowieso keiner erklären…… )

  4. Pingback: Neue kleine von Sigma (DP2 Quattro)

  5. Mich begeistert meine DP1 Merrill ja immer wieder in puncto Detailschärfe und Farben. Es gibt auch eine Menge Störfaktoren an den Merrill’s (Rauschen, Artefakte, Stromverbrauch, Geschwindigkeit), da muss man schon einiges aushalten 😉
    Um so mehr freue ich mich nun über die neuen Quattro’s! Es könnte sogar sein, dass ich gänzlich ins Sigma-Lager wechsle. Denn keine Kamera kommt für mich näher an dem von mir so heiß geliebten „Film“-Look (Details, Farben, Tonwerte) heran. Für mich(!) jedenfalls die bisher einzige digitale Alternative zur analogen Fotografie (bis Mittelformat).
    Und hey, ich besitze auch eine Canon 6D Vollformat mit hochwertigen Objektiven. Eine super Kamera und ein echtes Multitalent – keine Frage! Aber die teils sehr künstlichen Farben und und geringere Detailschärfe der Canon nerven jedes Mal. Und wer jetzt meint, dass könne man doch am Rechner leicht ändern: „jaein“. Ich kann das schwer formulieren, die Merrill-Farben und Tonwerte sind schlicht anders.

    • Um so mehr freue ich mich nun über die neuen Quattro’s! Es könnte sogar sein, dass ich gänzlich ins Sigma-Lager wechsle. Denn keine Kamera kommt für mich näher an dem von mir so heiß geliebten “Film”-Look (Details, Farben, Tonwerte) heran. Für mich(!) jedenfalls die bisher einzige digitale Alternative zur analogen Fotografie (bis Mittelformat).

      Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Ich bin aus dem selben Grund mit einer SD1M (+ viele Objektive), der DP2M und DP3M unterwegs. 🙂
      Genau wie du, kann ich es kaum erwarten die ersten Samples und Reviews der Quattros zu sehen bzw. zu lesen.

  6. Ist doch komisch, daß es Leute gibt, so wie Euch und auch mich, die das Resultat der Bilder einer Sigma Foveon über die anderer Hersteller setzen, aber wenn ich das jemanden versuche zu erklären, scheitere ich; ich glaube die Leute schauen einfach nicht hin, sondern verlassen sich auf das Geschreibe, das -oft genug wiederholt- jede berechtigte Frage erstickt. Ich sehe den Unterschied so signifikant, daß ich mich nur wundern kann, warum sogar in Fachkreisen überhaupt noch ein Vergleich gezogen wird, wo ein Vergleich ohne Grundlage ist, es sei denn von einer Sigma zur anderen. Das wäre fast so, als würde ich eine SW Aufnahme mit einer Farbaufnahme vergleichen, beide können toll sein, aber sind doch andere Stil- und Ausdrucksmittel. Es wird sich dann noch an Akku Laufzeit festgehalten und ob es 30 Messpunkt gibt oder nur 24. Ich kann die Diskussion nicht verstehen, wegen solcher Features ist auch nicht ein besseres Foto entstanden. Wichtig ist doch, was mich für eine Aufgabe erwartet, daß man die Möglichkeiten und Vorzüge seiner Kamera diesbezüglich kennt und diese dann entsprechend einsetzt. Am Ende zählt das Foto und nach meinem Dafürhalten zeigt der Prozentsatz sehr guter Bilder in einer Session, ob die Kamera was für mich ist. Ich muß die Gebrauchsanweisungen übrigens öfter lesen, kann mir auch nicht alles sofort merken. Obwohl die Merrill ja da noch übersichtlich sind und Features offeriert, die man auch benutzt und somit die Menus nicht vollgeknallt sind mit Redundantien, die man dann natürlicherweise vergißt.Trotzdem. Hättet ihr wirklich ein größeres AF Feld benötigt, vielleicht sogar öfter, dann hättet ihr Euch das Feature gemerkt.

    • Die Antwort ist ganz einfach. Viele haben gar kein technisches Verständnis und viel Falschwissen.

      Viele denken z.b. heute noch die SD1 hätte 15,33 Megapixel und nicht mehr, das sei alles nur gefaked.

      Also ich kenne viele die überzeugt sind von ihrer Kamera bis ich ihnen diese Bilder zeige

      24 Megapixel Bayer (entwickelt mit RawTherapee, der RAW-Converter der die beste schärfe liefert): http://imageshack.com/a/img853/4619/c1n5.jpg
      Sigma SD1: http://imageshack.com/a/img840/9684/p3xf.jpg
      Sigma SD1 auf 47 Megapixel skaliert: http://imageshack.com/a/img820/5575/04l8.jpg

      Dann zeig ich denen noch ein paar Fotos die ich selber gemacht habe, und du glaubst garnicht wie schnell ein Fotograf der seit Jahren professionell mit einem Kamera System arbeitet darüber nachdenkt zu Sigma zu wechseln.

      Zudem gibt es extrem viele Gerüchte und Vorurteile von so unfähigen Portalen die mit JPEG testen die digitalkamera.de oder sonst was.

      Die Sigma ist halt ein Exot und leidet deshalb, wie andere Exoten, unter massiven Vorurteilen.

      Ich hab der Sigma mehrere Chancen gegeben und Sie hat mich davon überzeugt das es eine normale SLR ist, wie jede andere, ohne nennenswerte Nachteile aber mit extremen Vorteilen in der Bildqualität.

      Und die DPs sind das gleiche, nur in Kompakt ohne Wechselobjektiv.

    • Obwohl die Merrill ja da noch übersichtlich sind und Features offeriert, die man auch benutzt und somit die Menus nicht vollgeknallt sind mit Redundantien, die man dann natürlicherweise vergißt.Trotzdem. Hättet ihr wirklich ein größeres AF Feld benötigt, vielleicht sogar öfter, dann hättet ihr Euch das Feature gemerkt.

      Über die wichtigsten Features verfügen die Merrills bereits. Ich finde das Q-Menü einfach genial. Alle wichtigen Einstellungen sind da und man kann alles blitzschnell anpassen. Und was braucht man auf einer auf das Wesentliche ausgelegten Kamera wirklich, außer die Möglichkeit ISO, Blende, Belichtugnszeit, Belichtungskorrektur und Fokus zu verändern? Würde jetzt ein HDR-Modus oder „Sweep-Panorama“ die Kamera besser machen? Ich denke nicht.

      Ist doch komisch, daß es Leute gibt, so wie Euch und auch mich, die das Resultat der Bilder einer Sigma Foveon über die anderer Hersteller setzen, aber wenn ich das jemanden versuche zu erklären, scheitere ich; ich glaube die Leute schauen einfach nicht hin, sondern verlassen sich auf das Geschreibe, das -oft genug wiederholt- jede berechtigte Frage erstickt. Ich sehe den Unterschied so signifikant, daß ich mich nur wundern kann, warum sogar in Fachkreisen überhaupt noch ein Vergleich gezogen wird, wo ein Vergleich ohne Grundlage ist, es sei denn von einer Sigma zur anderen. Das wäre fast so, als würde ich eine SW Aufnahme mit einer Farbaufnahme vergleichen, beide können toll sein, aber sind doch andere Stil- und Ausdrucksmittel.

      Sigmas und andere Kameras kann man wirklich nur schwer vergleichen. Es ist nicht nur die BQ, die sich unterscheidet. Ich würde behaupten das sich sogar die Herangehensweisen an die Fotografie unterscheiden, abhängig davon ob man mit einer Sigma oder jeder beliebigen Bayer-Kamera fotografiert. Ich würde sie daher eher als Ergänzung, statt als in Konkurrenz zu einender stehend sehen. Z.B. eine Ricoh GR oder Fuji X100 und eine der DPMs. Viele Leute die mit Festbrennweiten bestückte Kompaktkameras bevorzugen, haben eine solche Kombi.

  7. Bin gerade von der DP2 erster Generation auf die Merrill umgestiegen. Tolle Sache! Riesige Bilder in weiterhin bezaubernder Qualität. Sehr viele sinnvolle Verbesserungen. Der Autofokus zickt aber weiter herum. Eigentlich sollte doch immer auf das nächstgelegene Objekt im AF-Messfeld scharf gestellt werden. Meine anderen Kameras machen das so. Wäre vor allem bei Verwendung des optischen Suchers (mit aktivem größten Messfeld) sehr sinnvoll. Ist aber offenbar leider nicht so. Jedenfalls nicht so lange, bis das nahe Motiv üppig viel Fläche vom Messfeld einnimmt. Kennt Ihr das Problem? Ich habe deshalb schon öfter das kleinste Messfeld verwendet. Schade nur, dass damit die Verwendbarkeit des optischen Suchers auch bei der Merrill wieder sehr eingeschränkt ist.
    Naja, meistens mache ich ohnehin Naturaufnahmen vom Stativ aus. Da benötige ich nur selten Autofokus.
    Bin gespannt, ob das bei den Quattros endlich verbessert wurde.

    • Bin gerade von der DP2 erster Generation auf die Merrill umgestiegen. Tolle Sache! Riesige Bilder in weiterhin bezaubernder Qualität. Sehr viele sinnvolle Verbesserungen. Der Autofokus zickt aber weiter herum.

      Ja, bei schwachem Licht hat muss er immer noch kämpfen, ich finde aber das sich der AF i.V. zu den Non-Merrills deutlich verbessert hat.

      Eigentlich sollte doch immer auf das nächstgelegene Objekt im AF-Messfeld scharf gestellt werden. Meine anderen Kameras machen das so. Wäre vor allem bei Verwendung des optischen Suchers (mit aktivem größten Messfeld) sehr sinnvoll. Ist aber offenbar leider nicht so.

      Beim Phasen-AF ist das so, jedoch nicht beim Kontrast-AF. Dieser stellt auf die Kante mit dem höchsten Kontrast scharf und nicht auf das nächstgelegene Objekt.

      Kennt Ihr das Problem?

      Natürlich! Es liegt am Kontrast-AF. Ich hab hier mehrmals erwähnt das ich Kollegen habe, die MILCs benutzen (Nikon 1 und mFT) und bei denen ist das genau so.

      Ich habe deshalb schon öfter das kleinste Messfeld verwendet. Schade nur, dass damit die Verwendbarkeit des optischen Suchers auch bei der Merrill wieder sehr eingeschränkt ist.

      Die Lösung hier wäre ein optionaler EVF. Für die Merrills gibt es das schon, jedoch nicht von Sigma. Schau dir den verlinkten Beitrag an: http://sigma-rumors.com/2014/06/two-sigma-lenses-evf/

      Naja, meistens mache ich ohnehin Naturaufnahmen vom Stativ aus. Da benötige ich nur selten Autofokus.
      Bin gespannt, ob das bei den Quattros endlich verbessert wurde.

      Wie schon gesagt, es ist eher ein Problem des Suchers und nicht des AF. Insofern könnte bei einer spiegellosen Kamera nur ein EVF das Problem lösen. Die OMDs von Olympus stellen des öfteren auch auf etwas scharf, was hinter dem Motiv ist. Und zwar deswegen, weil dort der Kontrast höher ist. Man sieht es aber im EVF und kann sofort gegensteuern. Mit dem OVF weiß man einfach nicht worauf scharfgestellt wurde.

      • Hallo Lars,
        und wo kann man diesen optionalen EVF für die Merrills kaufen?
        Ich suche und suche und kann gar nichts finden 😦

      • Hallo smotju,

        also einen EVF gibt es meines Wissens auch für die Quattro nicht, aber es gibt für 200 EUR einen LCD-Sucher/Viewfinder bzw. eine Displaylupe. Das dürfte Lars gemeint haben. Ich bin für die Merrill bei dem großen Online-Händler mit „A“ fündig geworden. Da hatte jemand schon eine Rezension für die Verwendung mit den DP Merrills abgegeben. Einfach mal nach QV-1 suchen. Für 60 EUR erhält man da eine erstaunlich gute No-Name-Qualität. Man muss nur noch etwas Klebeband oder Gummi auf den vorderen Teil der mitgelieferten Schnellwechselplatte kleben, damit diese sich ordentlich anbringen lässt. Das geht dann gerade mal so auf der engsten Einstellung. Der Effekt ist verblüffend. Man kann wirklich vernünftig mit dem kleinsten AF-Meßfeld arbeiten und sieht auch bei grellem Tageslicht, ob korrekt scharf gestellt wurde. Die Kamera gewinnt allerdings mit angesetzter Lupe gewaltig an Volumen…

      • also einen EVF gibt es meines Wissens auch für die Quattro nicht, aber es gibt für 200 EUR einen LCD-Sucher/Viewfinder bzw. eine Displaylupe. Das dürfte Lars gemeint haben.

        Ne, für kurze Zeit hat ein sehr kleines chinesisches Unternehmen optionale EVFs für DPs (Vor-Merrills und Merrills) hergestellt. Wenn ich mich nicht irre, war der EVF vergleichsweise günstig (um oder unter €100), war aber grobauflösend und musste mittels USB/AV-Anschluss (daher auch das Kabel im folgenden Bild) an die DPs angeschlossen werden: http://sigma-rumors.com/2014/06/two-sigma-lenses-evf/

        Ich bin für die Merrill bei dem großen Online-Händler mit “A” fündig geworden. Da hatte jemand schon eine Rezension für die Verwendung mit den DP Merrills abgegeben. Einfach mal nach QV-1 suchen. Für 60 EUR erhält man da eine erstaunlich gute No-Name-Qualität.

        Für den Preis sollte die QV-1 Displaylupe die bessere Wahl sein. Wie gesagt, der EVF hatte eine niedrige Auflösung und ich bin mir nicht sicher ob das Display der Kamera überhaupt funktioniert hat, sobald man den EVF angeschlossen hat. Der einzige Vorteil des EVF dürften die geringeren Abmessungen sein.

      • Hallo Lars,
        und wo kann man diesen optionalen EVF für die Merrills kaufen?
        Ich suche und suche und kann gar nichts finden 😦

        Anscheinend wurden nur ein paar Chargen des EVFs gefertigt. Der letzte Beitrag im Thread im Xitek-Forum wurde vor einem Jahr veröffentlicht. Ich nehme also an, dass aus der Sache nichts geworden ist. Wahrscheinlich hat man nach dem Produktionsbeginn festgestellt, dass die Nachfrage zu gering ist.

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