Hat der Bayer-Sensor bald ausgedient?


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Sensoren mit der Bayer-Farbanordnung sind zwar immer noch die meistverbreiteten, aber schon seit langer Zeit nicht die einzigen, die in Fotokameras Verwendung finden. Fujifilm setzt seit der X-Pro1, die im März 2012 erschienen ist, bei den meisten Kameras der „X“ Serie auf den s.g. X-Trans-Sensor mit einer 6*6 Farbanordnung (Bayer haben eine 2*2 Matrix). Sigma verbaut seit 2002 bzw. seit der SD9 DLSR den Dreischichtensensor namens Foveon in die eigenen Spiegelreflex- und Kompaktkameras. Und, wie es derzeit aussieht, bereiten sich sowohl Canon als auch Sony darauf vor, dem guten alten Bayer adieu zu sagen. Canon arbeitet anscheinend an einem Dreischichtensensor, der dem Foveon verblüffend ähnlich ist. Sony soll Sensoren mit dreieckigen bzw. sechseckigen Pixeln entwickeln, die mehr als nur die drei Kanäle für Blau/Rot/Grün haben. Die Abbildungen im Patent ähneln m.M.n. sehr dem „Wabensensor“ mit unempfindlichen und empfindlichen Pixeln, der einst in die S3Pro und S5Pro Fujis verbaut wurden. Das war auch ein Exot, der s.g. SuperCCD Sensor des Typs SR II…erinnert sich noch jemand an den?

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Die Frage drängt sich auf, hat der Bayer bald ausgedient? Nun, ohne Zweifel sind Bayer-Sensoren immer noch ein hervorragender Kompromiss aus Auflösungsvermögen und Empfindlichkeit/Rauschverhalten. Sie sind bekanntlich aber nicht gerade brillant, wenn es um „Pro-Pixel-Auflösung“ (Manche nennen das auch „Mikrokontraste“) und effiziente Ausnutzung der Optik geht. Die Frage ist also nicht, wie weit man bei den Bayer-Sensoren auf der Megapixel-Schraube drehen wird können, sondern ob die Optik ab einem gewissen Punkt den Anschluss an die Physik verlieren wird. Jetzt ist es bereits so, dass z.B. der aktuelle Foveon, mit seinen 15MP im APS-C-Format höher Auflösen kann, als viele Vollformat-Bayer-Sensoren mit teilweise weit über 20MP und 2,6-facher Fläche. Stellen wir uns also vor, was erst passieren würde, wenn ein Unternehmen mit weit mehr Ressourcen das Prinzip hinter dem Foveon aufgreifen und weiterentwickeln würde oder wenn Sigma die Gewinne, die mit den Global Vision Objektiven erwirtschaftet wurden, in die Entwicklung des Sensors investieren würde. Nur zum Spaß ein Gedankenspiel: 15MP * 2,6 = 39MP, plus einige Optimierungen um das Rauschverhalten zu verbessern.

Ich frage mich ernsthaft welcher Bayer mit so einem „Monster“ auflösungstechnisch mithalten könnte?

  1. Eine Frage stelle ich mir: Wie gut wird der Foveon aussehen wenn die Pixel sehr groß sind wie damals die Nikon D40 und ein größerer Sensor hat als FX.

    Antwort

    1. Mit Sicherheit viel besser als der aktuelle Foveon, hinsichtlich Rauschverhalten wahrscheinlich aber immer noch deutlich schlechter als ein Bayer.

      Antwort

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