Mal wieder ein eBay-Schnäppchen: Großformat-Objektiv um fast $500.000


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Gerade wo ich gedacht habe das neue Zeiss Otus 55mm f/1.4 (€4000) sei gnadenlos überteuert, stolpere ich über die News-Meldung zur folgenden eBay-Auktion. Laut Verkäufer handelt es sich bei diesem sowjetischen Großformat-Objektiv um ein 3 kg schweres 400mm f/4.5 für Aufklärungsflugzeuge und Spionagesatelliten. Vom Design her soll es Zeiss-Objektiven, die während des 2. Weltkriegs im Auftrag der Luftwaffe hergestellt wurden, sehr ähnlich sein. So sieht diese Monster-Linse aus:

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Kann dieses Objektiv wirklich $488.000 wert sein? Die Textformatierung und die vielen Tipp- und Grammatikfehler sprechen nicht gerade für diesen Verkäufer. Ferner kann er weder sagen wer das Objektiv hergestellt hat, noch genaue Angaben zum Bajonett und zur Filterfassung machen: „REAR FITTING SCREW about 82-84mm…FRONT FILTER SCREW 98mm-100mm about.“ Was ihn aber als Abzocker bzw. Internet-Troll entlarvt, ist die Tatsache, dass er das gleiche Objektiv an anderer Stelle um $39.950 anbietet. Könnte dieser Preis etwa realistisch sein? Natürlich nicht, das Objektiv ist nicht von Leica! 😉

Unbedingt die Kommentare durchlesen! Ein kleiner Vorgeschmack:

Frage: Fascinating! How far up your ass do you keep your head?

Antwort: FAR

🙂

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20 Gedanken zu „Mal wieder ein eBay-Schnäppchen: Großformat-Objektiv um fast $500.000

  1. Ich hab schon bei petapixel über die Objektivauktion gelesen. Das Q&A unter der Auktion ist einfach nur herrlich.

    Die Aussage, dass das Zeiss 55mm f/1.4 Otus überteuert wäre, halte ich nach Begutachtung der Beispielfotos und Spezifikationen für gewagt. 3600€ (das ist der Preis, den ich kenne) ist für das Geleistete viel, aber nicht überteuert (Made in Germany in Handarbeit hat nunmal ihren Preis). Das alte Nikon 58mm f/1.2 Noct ist zur Zeit gebraucht in durchschnittlichem Zustand kaum für unter 3000€ zu bekommen. Da finde ich den Preis des Otus durchaus okay (auch wenn ich es mir nie kaufen würde).

    • Dann möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.

      Erstmal zu dem Tele-Objektiv, da ist ja das hier für geschenkt 😀 😀 😀

      http://www.sony.de/product/ddl-telephoto-lenses/sal-500f40g

      Und zu dem Otus, finde ich ebenfalls gnadenlos überteuert. Made in Germany ist weder Qualitativ hochwertiger, noch günster in der Herstellung als Made in Japan.

      (Fast!) Alle aktuellen Zeiss Objektive die ich kenne werden großteils von der Konkurrenz von Canon, Nikon und Sigma für weniger Preis geschlagen.

      Das aktuelle Zeiss 50mm f/1.4 mit Autofokus kostet 1500 € und schneidet nur minimalst besser ab als das Sigma EX (450 €) oder das Sony SAL (350 €).

      Bei Zeiss bezahlt man zu 2/3 für den Namen und das weiss man auch wenn man Zeiss kauft.

      Im übrigen werden auch die „Made in Germany“ Carl Zeiss Linsen in Japan von einem Unternehmen namens Cosina hergestellt. Carl Zeiss entwickelt die Objektive nur, gebaut werden sie Made in Japan, wie alle hochwertigen Optiken.

      • Nicht alle Objektive von Zeiss werden in Japan gefertigt, das ist ein Gerücht, dass sich hartnäckig hält. Sollte das Carl Zeiss Werk in Oberkochen mit der Objektivproduktion bloß ein großes Täuschungsmanöver sein? Außerdem widersprichst du dir selbst, indem du sagst (in Bezug auf den überteuerten Preis), dass die Produktion in Deutschland nicht günstiger sei, als in Japan. Das stimmt, sie ist teurer. Ergo ist der höhere Preis gerechtfertigt. Von der anschließenden Qualitätskontrolle ganz zu schweigen. Die ist nämlich ein großer Kostenfaktor und wird gern mal heruntergeschraubt; Stichwort Serienstreuung.
        Weiterhin kostet das aktuelle Carl Zeiss 50mm f/1.4 ZF.2 bzw. ZE ca. 650€ und das hat keinen Autofokus. Die Autofokusvariante ist ein Sony Carl Zeiss und für den Preis ist Sony verantwortlich! Sony lässt Objektive bei Zeiss rechnen/konstruieren, aber für die Fertigung sind sie selbst verantwortlich.

      • Den Rest zu Sony werde ich nicht kommentieren, da ich mit dem System/Hersteller keine Erfahrung habe. Aber das:

        Ergo ist der höhere Preis gerechtfertigt. Von der anschließenden Qualitätskontrolle ganz zu schweigen.

        Japan hat einen ähnlich hohen Standard wie Deutschland. Mitnichten ist dort die Herstellung von Objektiven 3 bis 10 Mal günstiger als in Deutschland.

      • Das mit dem Standard ist bei den Objektiven so nicht richtig. Da im Allgemeinen von den japanischen Herstellern viel höhere Stückzahlen gefertigt werden, wird dort nicht jedes Objektiv einer so ausführlichen Prüfung unterzogen. Sonst wären deren Objektive auch mindestens doppelt so teuer. Des weiteren ist die Herstellung der Objektive dort viel günstiger, wegen der logischerweise vorherrschenden Economies of Scale. Wer mehr von einem Produkt fertigt, wird es bei steigender Stückzahl günstiger fertigen können. Der Fixkostenblock je verkaufter Einheit sinkt. Was sind die Fixkosten? Vor allem Forschung und Entwicklung, und auch die unterliegen den Economies of Scale, genauso wie Agglomerationseffekten, auf die ich jetzt aber nicht näher eingehen will. Carl Zeiss fertigt in Manufaktur-Stil, das ist teurer als Massenfertigung! Das hat nichts mir unterschiedlichen Lohnniveaus zu tun, sondern mit der Produktionstechnologie.
        Kleine Analogie aus der Automobilbranche. Porsche (Deutschland) verlangt für seinen 911 GT2 um die 170.000€, Nissan (Japan) für seinen gleich starken und ebenso schnellen (Rundenzeit auf der Nordschleife) GTR nicht mal 100.000€. Warum? Weil Nissan in größerer Serie fertigt und viel mehr auf Automatisierung setzt, Porsche auf hingegen setzt auf Handarbeit. Qualitativ liegt zwischen den Autos aber, genau wie zwischen Zeiss und z.B. Nikon, nicht viel.

      • Um die Unterhaltung hier mal abzukürzen.

        Ich habe und hatte einige Zeiss Objektive und kaufe mir aus gutem Grund keine mehr.

        Ich habe die Zeiss Objektive an einer 5D Mark III, einer D800 und meiner jetzigen a99 getestet und war jedes mal aufs neue enttäuscht.

        Die Manuellen Festbrennweiten sind/warne bis jetzt die schlechtesten Objektive die Zeiss im Sortiment hat. Schlechte/uralte beschichtungen, Chromatische Aberration ohne ende, massiver Schärfeabfall zum Rand, alles was man bei Objektiven dieser Preisklasse eben nicht haben möchte.

        Das einzige das was Zeiss Objektive gut machen, sie sind gut korrigiert, das wars aber auch schon.

        Die besten Linsen bisher (zum. nach meinen Tests), waren die Sony-Zeiss Zoom Linsen wie das 24-70 f/2.8 und das 16-35 f/2.8 oder eben die Festbrennweiten mit AF-Motor.

        Da muss man aber dazu sagen das ein Canon L 24-70 f/2.8 das Zeiss in Grund und Boden rammt und selbst ein Tamron SP 24-70 f/2.8 nur bei Offenblende einen hauch weniger Schärfe liefert.

        Bevor das hier ein riesen absatz wird halte ich mich selber mal zurück, kurzum. Zeiss Objektiv sind bei weitem nicht das wert was sie kosten. Es sind ganz normale Objektive. Im Normalfall nicht besser als die Premium Marken der konkurrenz.

        Das einzige was bei Zeiss kostet ist der Name, die Qualität bekommt man bei Canon L und den teuren Nikkoren (obowhl ich von denen nicht ganz so überzeugt bin) ebenfalls. Und die Sony Zeiss Objektive werden nur von Zeiss konstruiert und dann von Sony unter Lizenz gebaut.

        Zeiss stellt auch noch Objektive in deutschland her, das stimmt. Das Otus wird vielleicht auch aus deutschland kommen. Aber das Otus ist nichts besonderes. Bei so einer größe und bei so einem gewicht bekommt jeder hersteller ein hervorragendes lichtstarkes 55mm hin, das ist keine Herausvorderung. Die Herausforderung ist es so ein Objektiv (mit AF und Stabi) zu bauen, ohne das es 10kg schwer wird und einen Schatten auf die Reisegruppe nebenan zu werfen.

        Um nochmal daran zu erinnern. Den „Kamera-Krieg“ gegen Japan haben wir damals verloren weil wir schlechter waren, nicht besser. Wir haben die schlechtere Hardware zum teureren Preis hergestellt, deswegen haben wir gegen Japan verloren.

        Ein Japanischer Arbeiter kostet nicht weniger als ein deutscher, das einzige wovon Japan (im Moment) profitiert ist der Währungskurs. Der wird aber nicht an die Kunden weitergegeben sondern 1:1 von den Unternehmen eingesteckt.

        Das die Japaner die besseren Objektive herstellen liegt daran das sie die bessere Technik und mehr erfahrung in dem Gebiet haben. Dadurch können sie auch größere Stückzahlen und somit in geringeren kosten herstellen.

        Aber selbst bei Sigma ist die Proudktion eines EX Objektives noch zu einem großen Teil Handarbeit Made in Japan.

        In 99% der fälle würde ich ein Canon L Objektiv einem Zeiss vorziehen und in 100% der fälle ein Sony-Zeiss (Made by Sony in Japan) einem echten Zeiss.

        Ein teil des hohen Preis bei Zeiss (reimt sich ;)) kommt auch dadurch zu stande das die Zeiss Objektive kaum gekauft werden; bzw. nicht oft genug dass Zeiss davon leben könnte. Profis meiden Zeiss im normalfall komplett und übrig bleiben nurnoch ein paar Exoten. Ohne die Partnerschaft mit Sony hätte Zeiss eventuell die Produktion schon komplett aufgegeben.

        Gibt da ein paar Interessante Präsentation von Zeiss wo man sieht das man den Objektivmarkt größtenteils Sony übernehmen lässt und sich komplett darauf versteifen möchte für den Nahmen bezahlt zu werden.

        Das zum Beispiel Nokia in seinen Kameras Objektive mit dem „Zeiss“ Label verkauft, und Zeiss dadurch geld verdient ohne eines dieser Objektive je gekauft zu haben. Das ist das womit Zeiss mit seinen Objektiven am meisten Geld macht und dementsprechend teurer werden die „richtigen“ Objektive.

        Für mich ist und bleibt Zeiss ein Schatten der vergangenheit. Ein großer Name hinter dem garnichts so großes mehr steht.

      • Ganz so zynisch sehe ich das Thema Zeiss auch wieder nicht. Ich zweifle nicht daran, dass das Otus sehr gut ist, trotzdem ist es extrem teuer.

      • Es scheint mir als hätten wir beide unterschiedliche Auffassungen von „Leistung“ und „Wert“. Mir ist z.B. egal ob ein Produkt handgemacht ist, wenn das nicht in besserer Qualität resultiert. Wenn Zeiss-Objektive sich weder in der Hand besser anfühlen, noch optisch überlegen ist, bleibt für mich nur ein sehr hoher Preis bei fehlendem AF übrig. Und deswegen rede ich dann von überteuert.

    • Das 58mm f1.2 Noct kostet nur deswegen so viel, weil es ein legendäres Objektiv ist. Es ist eines der ältesten brauchbaren Normal-Festbrennweiten mit f1.2. Das Otus ist neu. Es bildet Meldungen zufolge zwar sehr scharf ab, es kostet aber mehr als doppelt so viel wie das angekündigte Nikon, welches ebenfalls überteuer ist, und hat keinen AF.

      • Das Noct hat zwar einen legendären Ruf, dennoch ist sein Preis nicht durch Leistung begründet. Das 50mm und das 55mm f/1.2 sind teilweise älter und ebenfalls brauchbar, kosten aber nur einen Bruchteil des Noct. Ich selbst besitze das Nikkor-S 55mm f/1.2 und finde es für den Preis von ca. 300€ durchaus attraktiv. Selbst bei Blende 1.2 lassen sich ordentlich scharfe Fotos machen, wenn man präzise fokussiert.

      • Ich glaube mich zu erinnern, dass das Noct auf f1.2 bis f2 optimiert wurde und dass es bei diesen Blendenöffnungen allen anderen vergleichbaren Objektiven aus seiner Zeit überlegen war. Teils deutlich. Ob das wirklich stimmt, kann ich mangels Noct und mangels anderen f1.2 Normalbrennweiten aus dieser Zeit nicht sagen.

  2. Ich muss hier auch mal meinen Senf dazu geben, wenn auch etwas spät: Dass das Zeiss 55mm f/1.4 Otus keineswegs überteuert ist, zeigen die ersten Testergebnisse. Ich habe mir die Mühe gemacht und die besten Objektive nach DxOMark (für D800) zusammengetragen (noch nicht ganz fertig), das Zeiss ist momentan unschlagbar! http://photographie.xurzon.com/objektive-fuer-nikon-d800/ Wer schlechte Erfahrung mit Zeiss gemacht hat, der soll’s einfach sagen. Zeiss generell schlecht zu reden – ‘ne Lachnummer! Mit über 4 Milliarden Euro Umsatz ist Zeiss einer Großen in der Branche. Dagegen ist Sigma eine kleine Nummer (mit gerade einmal 0,24 Mrd.) In Puncto Umsatz muss sich Zeiss nicht vor Nikon und Co. verstecken. Jeder Hersteller hat gute und nicht so gute Optiken im Programm. Aber Zeiss hat einige Überflieger dabei – auch das Zeiss 55mm f/1.4 Otus – oder arbeiten bei DxO, ColorFoto und Co. nur Deppen ohne Sachverstand? Was ist so schlimm daran, wenn eine gute Linse mit 3.500 gelistet ist? Ich bin stolz darauf, dass es solche deutschen Unternehmen gibt, die weltweit höchste Anerkennung genießen!

    • Jetzt mal Langsam.

      4 Mrd. Umsatz, aber garantiert nicht mit Foto Objektiven 😉 Zeiss selber hat bekannt gegeben dass das wenigste Geld mit Foto-Kamera Objektiven verdient wird. Die verdienen (kein Scherz) mehr Geld mit gelabelten Objektiven auf Handy Kameras.

      Zitat aus dem Finanzbericht von Zeiss

      Camera Lenses, Sports Optics, Planetariums
      178 Mio. Euro

      Kamera Objektive, Sport Optiken und Planetar-Optiken ergeben also zusammen(!!) 178 Mio. €

      Sigma macht mit 33 Milliarden Yen knapp doppelt so viel, und das sind _nur_ Photo Objektive.

      Das Objektiv ist gut aber weit entfernt von perfekt.

      > Was ist so schlimm daran, wenn eine gute Linse mit 3.500 gelistet ist?

      Es kostet über das 10-fache einer normalen, gängigen, Festbrennweite im 50mm bereich.

      Bei der Größe, diesem Gewicht und ohne AF, ohne IS, ohne alles sind 3500 € zu viel. Ganz einfach, das ist schlimm daran.

      Man kann nicht über den 10-fachen Preis verlangen weil man ein bisschen schärfer bei offen blende ist.

      Mit Ausnahme der Offenblende ist das Canon 50mm f/1.8 II nahezu gleich gut und das kostet 91 € mit Autofokus.

      Man kann keine 3500 € für so ein Objektiv verlangen, das ist eine Unverschämtheit.

      Zudem werden die Punkte bei DxO Mark sehr merkwürdig zusammen gerechnet, das ist ein Misch mach aus allem. Ein Objektiv das bei Offen blende und bei Blende 16 extrem schlecht ist, ansonsten überall perfekt, hat auf einmal nurnoch die halbe Punktzahl.

      Zudem sind die Ergebnisse von DxO Mark, wie sie selber sagen, nicht unter Kameras vergleichbar. Das Ergebnis an der D7100 ist schon viel schlechter und das an der D5200 ist nochmal schlechter. Da ist das Zeiss Otus auf einmal in der selben Liege wie 100-300 € Objektive.

      3500 € –> No Way!

      • Das Sony Zeiss 50mm f/1.4 Planar T* ist im übrigen ab Blende 2.8 mit dem Otus identisch.

        Das kostet mit Ultrashall Autofokus aktuell 1389 € und wiegt knapp 500g

        Und das Sony Zeiss ist überteuert! Gegen das Otus ist das allerdings noch lange nichts 😀 😀 😀

    • Hi Günter

      Dass das Zeiss 55mm f/1.4 Otus keineswegs überteuert ist, zeigen die ersten Testergebnisse. Ich habe mir die Mühe gemacht und die besten Objektive nach DxOMark (für D800) zusammengetragen (noch nicht ganz fertig), das Zeiss ist momentan unschlagbar! http://photographie.xurzon.com/objektive-fuer-nikon-d800/

      Festbrennweiten mit um 50mm sind die am einfachsten und günstigsten zu bauenden Objektiv-Designs. Nicht ohne Grund kosten die 50/1.8 Linsen unter €200. Zeiss nimmt diese optische Formel, verbessert sie deutlich, vernachlässigt Autofokus, welches mittlerweile das Standard-Feature schlechthin ist, und verlangt dafür ein kleines Vermögen. Man kann es drehen und wenden wie man will, aber für €4000 kann man sich einen sehr anständigen Gebrauchtwagen kaufen, der aus mehr als 1 Tonne an verschiedenen Materialien besteht. Wenn man mal von der Foto-Welt losgelöst betrachtet wie viel €4000 sind, dann wird klar das dieses Objektiv, besonder weil es keinen AF hat, gnadenlos überteuert ist. Hier in Serbien könnte sich eine dreiköpfige Familie von so viel Geld bestimmt 10 Monate lang ernähren.

      Mit über 4 Milliarden Euro Umsatz ist Zeiss einer Großen in der Branche. Dagegen ist Sigma eine kleine Nummer (mit gerade einmal 0,24 Mrd.) In Puncto Umsatz muss sich Zeiss nicht vor Nikon und Co. verstecken.

      Das ist schön für Zeiss, bringt aber uns Fotografen rein gar nichts. Wieso Sigma ein für die Fotografen viel wertvolleres Unternehmen ist? Weil ohne Sigma viele nicht in den Genuss von guten Objektiven kommen könnten. Es würde heißen, entweder das extrem teure CaNikOny oder gar kein Objektiv.

      Aber Zeiss hat einige Überflieger dabei – auch das Zeiss 55mm f/1.4 Otus – oder arbeiten bei DxO, ColorFoto und Co. nur Deppen ohne Sachverstand?

      Das sicherlich nicht, es ist aber nun mal ein Objektiv, welches sich 99% der Fotografen nicht leisten können. Ich hätte mehr Respekt vor Zeiss, wenn das Unternehmen endlich mal ein geniales Objektiv zu einem humanen Preis auf den Markt bringen würde. So ist das nichts mehr als eine Machbarkeitsstudie.

      Was ist so schlimm daran, wenn eine gute Linse mit 3.500 gelistet ist?

      Nichts. Meiner Meinung nach ist es überteuert, und da Deutschland ein freies Land ist, darfst du ruhig einer anderen Meinung sein. Darfst auch diese Meinung auf meinem Blog posten, erwarte aber nicht das ich meine Meinung ändere, nur weil du das möchtest.

      Ich bin stolz darauf, dass es solche deutschen Unternehmen gibt, die weltweit höchste Anerkennung genießen!

      Ich gehöre eher zu der Sorte von Leuten, die auf eigene Taten stolz sind. Ich kann nicht auf etwas stolz sein, was unabhängig von mir eingetreten wäre.

  3. …den Rest vom Umsatz machen die bei Zeiss mit Brillenputztüchern 🙂

    Ich weiß nicht, überall wird das Otus gelobt bis zum Gehtnichtmehr. Irgendetwas wird schon dran sein. Wie das Otus an Kameras mit kleinem Sensor abschneidet ist uninteressant – ich hab‘s spaßeshalber mal mit dem Nikkor 58mm f/1.4G verglichen. Egal an welcher Kamera, das Nikkor hat keine Chance… Mal ein ganz anderes Beispiel: Ne‘ Lunar gibt es für 4.500,- aufwärts, für eine Nex7 muss der Kunde weniger als 1.000,- hinblättern, aber deswegen ist die Lunar doch nicht zwangsläufig überteuert…

    • Semiconductor Manufacturing Technology
      967 Mio. Euro
      Industrial Metrology
      495 Mio. Euro
      Microscopy
      650 Mio. Euro
      Medical Technology
      984 Mio. Euro
      Vision Care
      860 Mio. Euro
      Camera Lenses, Sports Optics, Planetariums
      178 Mio. Euro

      http://corporate.zeiss.com/corporate/de_de/ueber-carl-zeiss/daten-und-fakten.html

      > Wie das Otus an Kameras mit kleinem Sensor abschneidet ist uninteressant

      > Ich weiß nicht, überall wird das Otus gelobt bis zum Gehtnichtmehr.

      Also ich lese überall nur das es gnadenlos überteuert ist und keinen AF hat und keinen IS und eig. nichts außer gute Bildqualität. Die hat es zwar aber die alleine rechtfertigen den Preis nicht.

      > ich hab‘s spaßeshalber mal mit dem Nikkor 58mm f/1.4G verglichen. Egal an welcher Kamera, das Nikkor hat keine Chance

      Nikon ist, die Erfahrung habe zum. ich gemacht, nicht dafür berühmt gute Objektive zu bauen.

      Ja das Zeiss ist besser, vor allem im mittleren Bereich und in den Ecken, aber nicht um so viel besser das es diesen Preis rechtfertigt. Es ist nur etwas besser, nicht mehr und nicht weniger.

      Wie gesagt, ab Blende 4.0 sieht man selbst im Vergleich zum 90 € Canon mit dem Auge praktisch keine Unterschiede mehr. Wenn man das um einen hauch teurere 50mm f/1.4 nimmt sieht man bei Blende 4 selbst im Labor keine Unterschiede mehr.

      Also 3500 € sind für mich hierdurch nicht gerechtfertigt. Es hat außer der hervorragenden Bildqualität bei Offenblende nichts. Es ist ja nicht so das die vorhandenen 50mm bei Offenblende exorbitant schlecht sind, nur schlechter als das Zeiss.

      > aber deswegen ist die Lunar doch nicht zwangsläufig überteuert

      Genau das ist sie 😉

      • Ach je, da kann ich gar nix mehr sagen. Ich mag das Otus trotzdem 😀 Die Lunar ist in der Herstellung einfach saumäßig teuer – wegen Kleinserie und Materialauswahl (lt. Hasselblad – Chip hatte mal ein Interview mit denen). Exklusiv = teuer… Ist ja jedem selbst überlassen, wofür er sein Geld zum Fenster rauswirft… LG

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