7 Jahre Gefängnis wegen Besitz antiquierter sovietischer Spionagekameras


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Ob man Fotos macht oder Kameras sammelt, in manchen Gegenden der Welt hat man es als Fotografie-Interessierter nicht leicht. Die kurioseste Foto-News seit langem dreht sich um einen ukrainischen Sammler, dem wegen Besitz uralter sovietischer Spionagekameras 7 Jahre Gefängnis drohen. Richtig gelesen, weil er zwei von den „F-21“, auch bekannt als Ajax-12, in seiner Sammlung hat, muss sich Alexandr Komarov am nächsten Dienstag vor Gericht verantworten.

alex

Quelle petapixel.com

Und so sehen diese, in den 1950ern hergestellten, KGB-Knipsomaten aus:

f21front

Quelle petapixel.com

Im Vergleich zu heute üblichen Smartphones, wirken diese alten „Kisten“, als Spionage-Werkzeuge geradezu lächerlich. Und das perverse ist, man kann sich auch in der Ukraine die baugleiche Zenit MF-1 von Lomo kaufen, die nicht auf der schwarzen Liste steht. Ja, so einen großen Unterschied kann das Label auf einem Produkt ausmachen, wenn veraltete Gesetze immer noch angewandt werden.

zenit

Quelle petapixel.com

Aber keine Angst, im Westen, nämlich in den USA, hat man das Problem schon längst erkannt, und lässt Fotografen, die sich „verdächtig“ verhalten, überwachen. Und zwar unabhängig davon ob man gerade eine sovietische F-21, die baugleiche Lomo, ein Smartphone oder eine Spiegelreflex in der Hand hat. Es reicht aus, wenn man so aussieht als könnte man aus dem Mittleren Osten oder aus China sein. Sollte man darüber hinaus auch noch Brücken, Dämme, Gerichtsgebäude oder Postämter fotografieren, ist Ärger vorprogrammiert. Mehr dazu findet ihr im folgenden Artikel.

Verrückte Welt…

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