Video-Tipp: René Burri erzählt die Geschichten hinter seinen bekanntesten Fotos


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René Burri habe ich mir als Person immer wie einen Musiker vorgestellt, der das Rampenlicht scheut und dessen Songs so gut wie jeder kennt, sich aber spontan gefragt nicht an den Namen des Interpreten erinnern kann. Er ist zweifellos einer der besten Magnum-Fotografen, genoss aber nie die Berühmtheit eines Henri Cartier-Bresson oder Robert Capa. Dabei haben seine Fotos das Bild, welches wir heute von wichtigen Personen der Geschichte, wie Ernesto Che Guevara und Pablo Picasso, maßgeblich geprägt. Ich war daher sehr erfreut als ich das unten eingebettete Video entdeckte und fand die Geschichten hinter seinen sechs bekanntesten Fotos äußerst interessant.

Unbenannt

Bild: Screenshot aus dem Video „Six Photographs“: René Burri

Wer hätte z.B. gedacht, das Che während der 3-stündigen Fotosession, die parallel zu einer hitzigen Diskussion mit einer US-amerikanischen Reporterin lief, den Fotografen, also Burri, kein einziges Mal angeschaut hat? Angeblich war Che selber ein leidenschaftlicher Fotograf und stand dem Medium daher völlig entspannt gegenüber. Das würde auch erklären wieso er sich immer so gut in Szene setzen konnte. Ich kenne jedenfalls kein Foto vom Che, auf dem er nicht lässig und cool rüberkommt. 😉

Interessant fand ich ebenfalls Burris Ansichten zu Photoshop und zur modernen Bildberichterstattung. „Die Wahrheit ist etwas anderes [als das, was auf den Fotos gezeigt wird]”. Unbedingt anschauen! 🙂

„Six Photographs“: René Burri from PORT on Vimeo.

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