Film mit einer DSLR digitalisieren


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Jeder der auch analog unterwegs ist und zumindest probehalber zuhause Analogaufnahmen gescannt hat, weiß was für eine mühselige und zeitraubende Angelegenheit das sein kann. Aus diesem Grund war ich begeistert, als ich neulich die folgenden zwei Artikel entdeckt habe: Why You Should Digitize Your Film Using a Camera Instead of a Scanner und How to scan films using a digital camera.

Canon_5D_Mark_II_film_scan

Quelle: addicted2light.com

Der Schluss zum welchem Gianluca Bevacqua, der Autor der beiden Artikel, gelangt lautet „vergisst Scanner“. Die gezeigten „Scanns“ die mit einer Canon 5D Mark II und einem Makro-Objektiv gemacht wurden, scheinen dies auch zu bestätigen. Die Spiegelreflex-Kamera steckt neben dem Epson V700 Flachbettscanner auch den mitgetesteten Dainippon Screen DT-S 1045Ai Trommelscanner locker in die Tasche. Ein paar Vergleichsausschnitte gefälligst:

Epson_v700

Epson V700

Canon_5D_Mark_II_Makro

Canon 5D Mark II

Dainippon_Screen_DT-S_1045Ai

 Dainippon Screen DT-S 1045Ai Trommelscanner

Canon_5D_Mark_II_film_scan_2

Canon 5D Mark II

Quelle: addicted2light.com

Wirklich beeindruckend! Diese Qualität hat aber auch ihren Preis. Natürlich kann man mit einer DSLR auch eine Aufnahme pro Negativ machen, in diesem Fall verschenkt man aber viel Auflösung. Bei der Vorgehensweise des Herren Bevacqua werden bis zu 30 (!) Bilder von einem Negativ gemacht und mittels Panoramasoftware zusammengefügt. Das ist natürlich noch aufwändiger als Scannen mit einem waschechten Filmscanner. Laut eigener Angabe werkelt die Panoramasoftware über 10 Minuten an so einem Riesenbild. Dafür erhält man mehrere Hundert Megapixel große Scans von einem 4×5″ Großformat-Negativ. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. ;)

Der Hauptvorteil in meinen Augen scheint darin zu liegen, dass man bereits vorhandene Ausrüstung (DSLR und Makro-Objektiv) verwenden kann, die man ohnehin fürs Fotografieren benutzt. Ein echter Filmscanner hat abseits vom Scannen keine andere Funktion. Zusätzlich kann man entscheiden ob man nur eine Aufnahme verwendet, und sich mit “nur” 12-24 MP zufrieden gibt, oder ob man wirklich viel Zeit investiert und auch den letzten Pixel aus den Negativen herausquetscht.

Ich weiß nicht wie es euch geht, ich bin jedenfalls fasziniert.  Werde bei Gelegenheit ein Setup zusammenbasteln und einige alte Negative durchjagen. ;)

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3 Gedanken zu „Film mit einer DSLR digitalisieren

  1. Pingback: 15 Dias pro Minute mit aufgemotztem Diaprojektor digitalisieren | Foto[gen]erell

  2. Das „scannen“ mit einer DSLR soll ja in erster Linie schneller gehen, als das scannen mit einem Scanner. Ich denke, mit einem 1:1 Makro Objektiv und einer DSLR Auflösung zwischen 10-16 Mpixel ist das Ergebnis schon ausreichend. Ich habe es allerdings noch nicht umgesetzt, weswegen ich auf dieser Seite gelandet bin 😉

    Viele Grüße,
    Damian

    • Das “scannen” mit einer DSLR soll ja in erster Linie schneller gehen, als das scannen mit einem Scanner. Ich denke, mit einem 1:1 Makro Objektiv und einer DSLR Auflösung zwischen 10-16 Mpixel ist das Ergebnis schon ausreichend. Ich habe es allerdings noch nicht umgesetzt, weswegen ich auf dieser Seite gelandet bin 😉

      Viele Grüße,
      Damian

      Bei SW-Film hat eine gute Makro/DSLR Kombi kaum Nachteile i.V. zu Filmscannern, da die Letzteren bei SW-Filmen das ICE-Verfahren, welches Kratzer und Staub aus den Scans beseitigt, nicht nutzen können. Bei Farbfilmen (ausgenommen Kodachrome) können Scanner ICE nutzen, was in 0 EBV nach dem Scannen resultiert. Mit der Makro/DSLR Kombi müsste man im Vergleich deutlich länger vorm PC sitzen und mit dem Stempel Kratzer und Staub beseitigen.

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