
Nicht erst seit dem Blockbuster „Inception“ übt der Schlafzustand eine große Faszination auf uns Menschen aus. Schon die ältesten Kulturen haben sich mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Glaubt man manchen Naturvölkern so kann man im Schlaf mit übernatürlichen Wesen, darunter auch Geistern seiner Vorfahren, in Verbindung treten – sogar in die Zukunft schauen soll möglich sein. Vertraut man der Wissenschaft, so soll der Schlaf nichts anderes als eine Art „Defragmentierung“ sein, die unser Geist täglich durchführt. Im Laufe des Tages aufgenommene Informationen werden verarbeitet, aussortiert, und nach gewissen Regeln gespeichert (Langzeitgedächtnis). Fest steht, dass unser Bewusstsein während des Schlafens beschränkt ist, uns jedoch gewisse Dinge erst nach einer guten Dosis Schlaf klar werden. Die Redewendung „eine Nacht darüber schlafen“ kommt nicht von ungefähr.
Genauso scheint unsere Wahrnehmung im Traum auf einen anderen, mystischen „Frequenzbereich“ abgestimmt zu sein. Schon mal von einer Person geträumt, von der man lange nichts gehört hat, nur um am nächsten Tag von eben dieser angerufen zu werden? Wie sieht aber diese Traum-Verbindung zwischen Menschen die sich nahestehen, die sich lieben, aus? Lässt sie sich visuell irgendwie einfangen und darstellen? Der Wiener Fotograf, Paul Schneggenburger, ist im Laufe seines Projekts „Der Liebenden Schlaf“ dieser Frage nachgegangen.

Quelle: Paul Schneggenburger
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