Der Curiosity, so heisst der Rover welcher vor kurzem erfolgreich auf dem Mars gelandet ist und die NASA, teilweise auch uns mit Bildern des roten Planeten versorgt, ist aktuell wohl einer der wichtigsten technischen Hingucker. Mich hat interessiert mit welcher Technik das nicht gerade günstige Projekt versorgt ist um uns genau mit diesen Bildern zu begeistern.
Vor Kurzem gab es dazu einen Bericht auf dpreview.com, in welchem der Projektmanager erklärt, warum man sich für die verbaute Technik entschieden hat. Die Hard Facts klingen etwas enttäuschend: 2MP, f8, 35mm.
Genau so war auch eine meiner ersten Digitalkameras ausgestattet. Aber das ist natürlich nicht alles. Es gibt insgesamt vier Kamera an Board. Die erste Kamera des Herstellers Malin Space Science Systems hat tatsächlich eine Brennweite von 35mm (auf KB 115mm) und eine kleinste Blende von f8. Die zweite Kamera ist mit 100mm Brennweite und einer maximalen Blendenöffnung von f10 ausgestattet. Die beiden Kameras haben einen CCD-Sensor samt vorgeschaltetem Bayer-Grid und produzieren Farbbilder mit einer Auflösung von 1200 x 1200 Pixel. Neben einer Menge Filter an Board, können die Kameras auch Videos in 720p, 360° Panoramen und 3D Videos aufnehmen.
Zudem gibt es zwei Hazard Avoidance Cams, kurz Hazcams, welche aber nicht der Dokumentation, sondern der Steuerung dienen. Die beiden Kameras erstellen einen 360° Blickwinkel.
Das System ist sehr geschickt gestaltet. Es wäre wohl zu aufwendig sämtiche Bilder zur Erde zu senden – zumindest in voller Auflösung. So sendet Curiosity lediglich Thumbnails, als stark verkleinerte Bilder und anhand dieser wird ausgewählt, welche Fotos es wert sind in voller Größe angefordert zu werden.
Der 2MP Sensor wurde übrigens aufgrund der radioaktiven Strahlen gewählt und steht als Austattungsmerkmal bereits seit 2004 fest. Die Strahlung würde sich negativ auf die Chips auslösen. Die Struktur des Chips darf dadurch nicht unter 0,2 µm liegen.

